Glasklare Fotos

Beiträge zum Thema Glasklare Fotos

Poesie
2 Bilder

G e d i c h t
Blaue Hortensie - Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

So wie das letzte Grün in Farbentiegeln sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh, hinter den Blütendolden, die ein Blau nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln. Sie spiegeln es verweint und ungenau, als wollten sie es wiederum verlieren und wie in alten blauen Briefpapieren ist Gelb in ihnen, Violett und Grau; Verwaschenes wie an einer Kinderschürze, Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht: wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze. Doch plötzlich scheint das Blau sich zu...

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  • Bochum
  • 12.05.26
  • 33
  • 7
Poesie
2 Bilder

A p h o r i s m u s
"Im Leben hat alles denselben Wert und ein Ding ist nicht schlechter als ein Wort oder ein Duft oder ein Traum." - Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker; gilt als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne. Übrigens: Die Inschrift auf dem Grabstein in Raron im Schweizer Kanton Wallis stammt von ihm selbst. Sie lautet: «Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, Niemandes Schlaf zu sein unter soviel Lidern.» - Quelle: klicke hier ......

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  • 10.04.26
  • 36
  • 8
Poesie
4 Bilder

A p h o r i s m u s
"Heute vor dem Busen, morgen vor dem Besen." - Abraham a Sancta Clara (1644 - 1709)

Abraham a Sancta Clara (Ordensname) * 2. Juli 1644 als Johann Ulrich Megerle - genannt auch Megerlin - in Kreenheinstetten; † 1. Dezember 1709 in Wien, war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Prediger und Schriftsteller. Er gilt mit rund 600 Einzelschriften als bedeutendster deutscher katholischer Prediger und Poet der Barockzeit. - Quelle: Wikipedia...

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  • 08.04.26
  • 33
  • 8
Poesie
3 Bilder

G e d i c h t
Ne m'oubliez pas ... Forget-me-not ... Vergissmeinnicht ... - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)

Es blüht ein schönes Blümchen auf unsrer grünen Au, sein Aug' ist wie der Himmel so heiter und so blau. Es weiß nicht viel zu reden und alles, was es spricht, ist immer nur dasselbe, ist nur: Vergissmeinnicht. Da kann ich auch nicht reden und nur mein Herze spricht, so bange nur, so leise und nur: Vergissmeinnicht ... Übrigens:  Aufgrund seines Namens ist das Vergissmeinnicht ein internationales Symbol für die Erinnerung sowie für liebevollen Abschied, verbunden mit dem Wunsch nicht aus dem...

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  • 06.04.26
  • 37
  • 9
Kultur
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H a i k u
"Zu Boden gefallen, zur Wurzel geneigt - Abschied der Blüte." - Matsuo Bashō (1644 - 1694)

oder: "Hätte ich eine Stimme, würde ich für sie singen - fallende Kirschblüten." Die Kirschblüte (Sakura) ist das nationale Symbol Japans und steht für die Schönheit und Vergänglichkeit des Lebens. Die Blüten fallen nach kurzer Zeit und erinnern uns daran, wie kostbar jeder Augenblick ist ... Matsuo Bashō, eigentlich Matsuo Munefusa, war ein japanischer Dichter. Er gilt als bedeutender Vertreter der japanischen Versform Haiku. Bashō und seine Schüler erneuerten die bis dahin humorvoll...

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  • 04.04.26
  • 34
  • 9
Poesie
Übrigens: Narzissen sind in allen Teilen giftig. Sie enthalten u. a. das Alkaloid "Lycorin", besonders hoch konzentriert in den Zwiebeln der Pflanze.
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L y r i k
Osterbitte ... - Arno Holz (1863 - 1929)

Vom Turme klangen die Osterglocken über des Kirchhofs trauernde Gruft und gleich verwehten Blütenflocken verschwamm ihr Klang in der Morgenluft. Mich aber riefen sie in die Weite und ließen mich nicht im dumpfen Haus und unter der Osterlieder Geleite zog ich die Straßen zum Tore hinaus. Weit hinter mir im Morgendämmer sich das Gemäuer der Stadt verlor und selbst das Pochen der Eisenhämmer traf nur gedämpft noch an mein Ohr. Doch dehnte sich immer weiter und weiter vor meinen Blicken der sonnige...

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  • 31.03.26
  • 35
  • 6
Poesie
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L y r i k
Rätselvolle Katze ... - aus dem häufig übersetzten Gedicht "Le Chat" von Charles Baudelaire (1821 - 1867)

In meinem Hirn, als wär's ihr eigner Raum, schleicht auf und nieder auf der weichen Tatze geschmeidig sanft die schöne, stolze Katze und ihrer Stimme Ton vernimmt man kaum. So zart und heimlich ist ihr leis Miauen und ob sie zärtlich, ob sie grollend rief, stets ist der Klang verhalten, reich und tief und Zauber weckend und geheimes Grauen. Auf meiner Seele Saitenspiel ließ nie ein andrer Bogen so voll Glut und Leben die feinsten Saiten schwingen und erbeben, kein anderer so königlich wie sie....

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  • 28.03.26
  • 42
  • 12
Poesie
Stillleben mit getrockneten Auberginen und welker Tulpenblüte. 
Übrigens: Lt. KI wird der Aubergine in einem allgemeineren Kontext eine Symbolik für die Intensität der Liebe und des Glaubens zugeschrieben.
3 Bilder

A p h o r i s m u s
Man muss das Leben nicht schlechter machen als es ist ... - Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929)

... oder: "Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele." Hugo von Hofmannsthal starb am 15. Juli 1929 im Alter von 55 Jahren an einem Schlaganfall. Er erlitt den Schlaganfall, als er zur Beerdigung seines Sohnes Franz aufbrechen wollte, der sich zwei Tage zuvor das Leben genommen hatte. Hofmannsthal verstarb in Rodaun bei Wien und wurde...

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  • 20.03.26
  • 36
  • 10
Natur
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A p h o r i s m u s
Der Tag läuft weg wie das Leben, man tut nichts und weiß doch nicht, wo die Zeit hinkommt. - Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Der Google KI-Modus beschreibt dieses Zitat aus Goethes Tagebüchern (1780) das universelle Gefühl der Zeitvergessenheit. Es ist die paradoxe Erfahrung, dass Zeit gerade dann besonders schnell zu verfliegen scheint, wenn man keinen festen Ankerpunkt oder keine bewusste Tätigkeit entgegensetzt. Goethe reflektiert hier weniger über Faulheit als vielmehr über die Flüchtigkeit der Existenz und die Schwierigkeit, den Moment festzuhalten, bevor er ungenutzt im Gestern verschwindet....

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  • 18.03.26
  • 31
  • 9
Kultur
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S u r r e a l i s m u s
"Stillleben mit Apfel ..." - der Klassiker in der Kunstgeschichte

Der belgische Maler René François Ghislain Magritte (* 21.11.1898 in Lessines; † 15.08.1967 in Brüssel) sagte einmal: Alles, was wir sehen, verbirgt etwas anderes. Wir wollen immer sehen, was hinter dem Sichtbaren verborgen ist. Wenn der Traum eine Übersetzung des Wachlebens ist, dann ist das Wachleben auch eine Übersetzung des Traums. PS: Die Hauptaufgabe des Surrealismus war es, herkömmliche Erfahrungs-, Denk- und Sehgewohnheiten zu erschüttern und Wirklichkeit und Traum zu vermischen. -...

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  • 12.03.26
  • 38
  • 8
Poesie
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L y r i k
Jugendlied VIII von "Zwölf Jugendliedern" - Emanuel Geibel (1815 - 1884)

So bist du's wieder, vertrauter Raum? Die Jahre schwanden, mir ist's, wie Traum. Noch zieht, wie damals im Tal der Fluss, es rauscht der Garten mir seinen Gruß; Am Fenster grünt noch der Reben Kranz – Nur wir, wie sind wir verwandelt ganz! Die wir uns bauten mit kühnem Sinn, die goldnen Schlösser, wo sind sie hin! Die goldnen Träume, von Lieb' und Lust – Und doch, was wogst du, beklemmte Brust? Emanuel Geibel war im 19. Jahrhundert der populärste Lyriker Deutschlands und wurde zu Lebzeiten oft...

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  • 14.02.26
  • 36
  • 11
Poesie
3 Bilder

A p h o r i s m u s
Man kann den Hintern schminken wie man will, es wird kein ordentliches Gesicht daraus. - Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

... oder: Etwas Missglücktes lässt sich nicht beschönigen, es ist vergebens. 🤔 Kurt Tucholsky war ein deutscher Schriftsteller und Satiriker, der zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik zählte.  Er verstand sich selbst als linker Demokrat, Sozialist, Pazifist und Antimilitarist und warnte vor der Erstarkung der politischen Rechten - vor allem in Politik, Militär und Justiz - und vor der Bedrohung durch den Nationalsozialismus. PS: Tucholsky litt unter schweren Depressionen, die...

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  • 26.01.26
  • 37
  • 8
Kultur
Gelbe Tulpen bringen Licht und positive Energie - ein Zeichen für Hoffnung  und Erneuerung.
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G e d i c h t
Zweite Jugend ... - Felix Dahn (1834 - 1912)

Kehrte mir die Jugend wieder oder kam der Lenz zurück? Jeder Tag bringt neue Lieder, jeder Tag bringt neues Glück. Kaum zu bänd'gen sind die Ranken, die mir jede Stunde flicht und es werden die Gedanken mir von selber zum Gedicht. Felix Dahn (Ludwig Sophus Felix Dahn; * 9. Februar 1834 in Hamburg; † 3. Januar 1912 in Breslau) war ein deutscher Rechtswissenschaftler, Schriftsteller und Historiker. Übrigens: In seinen letzten Lebensjahren engagierte er sich für den Bau des Völkerschlachtdenkmals...

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  • 22.01.26
  • 35
  • 9
Poesie
Das Schneckenhaus, in ihrer Grundform eine Spirale, ist in vielen Kulturen ein altes, heiliges Symbol für das Universum und für die Schöpfung.
4 Bilder

G e d a n k e n
"Die Welt ist weder traurig noch fröhlich. Sie ist einfach nur da, das ist alles ...

"Ich habe gelernt", sagt der kleine Prinz, dass die Welt der Spiegel meiner Seele ist. Wenn du vergnügt bist, erscheint dir die Welt fröhlich. Wenn du bedrückt bist, erscheint dir die Welt traurig. Es war nicht die Welt, die mich beunruhigte, sondern die Vorstellung, die ich mir von ihr machte. Ich habe gelernt, sie zu akzeptieren, ohne sie völlig zu verurteilen, bedingungslos." ... aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry (* 29. Juni 1900 in Lyon; † 31. Juli 1944 nahe der Île de...

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  • Bochum
  • 20.01.26
  • 40
  • 8
Poesie
2 Bilder

G e d i c h t
Blätter im Wind ... - Jakob Bosshart (1862 - 1924)

Treibende Blätter im Wind, Spielzeug der Lüfte wir sind. Wo wir einst liegen in Orten und Zeiten, wo wir verwesen, hat nichts zu bedeuten; Da wo wir saßen am Lebensbaum, hofft eine Knospe im Frühlingstraum. - Jakob Bosshart (* 07.08.1862 im Weiler Stürzikon, † 18.02.1924 in Clavadel, Gemeinde Davos) war ein Schweizer Lehrer und Schriftsteller. Bosshart verfasste Erzählungen und einen Roman, deren Helden vom Lande stammen, wie der Autor selbst. Schon bald zählte er zu den bekanntesten Vertretern...

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  • Bochum
  • 16.01.26
  • 37
  • 8
Poesie
M.Hohner Alpenecho Mundharmonika - 50er Jahre
2 Bilder

A p h o r i s m u s
"Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast." - Albert Einstein (1879 - 1955)

Übrigens: Die Relativitätstheorie, die von Albert Einstein entwickelt wurde, ist eine Theorie der Physik, die ihn auf der ganzen Welt berühmt machte. Sie ist sehr schwierig zu verstehen und so unglaublich, dass selbst viele große Physiker aus Einsteins Zeit sie zunächst für Unsinn hielten. Eine der zwei wichtigsten Ideen Einsteins war, dass die Zeit nicht immer gleich schnell vergeht. So kann zum Beispiel eine Sekunde mal länger dauern und mal kürzer. Die zweite Idee war, dass auch Längen nicht...

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  • Bochum
  • 13.01.26
  • 44
  • 9
Poesie
3 Bilder

G e d i c h t
Gang im Schnee - Ernst Stadler (1883 - 1914 (gefallen))

Nun rieseln weiße Flocken unsre Schritte ein. Der Weidenstrich lässt fröstelnd letzte Farben sinken, das Dunkel steigt vom Fluss, um den versprengte Lichter blinken, mit Schnee und bleicher Stille weht die Nacht herein. Nun ist in samtnen Teppichen das Land verhüllt und unsre Worte tasten auf und schwanken nieder wie junge Vögel mit verängstetem Gefieder – Die Ebene ist grenzenlos mit Dämmerung gefüllt. Um graue Wolkenbündel blüht ein schwacher Schein, er leuchtet unserm Pfad in nachtverhängte...

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  • Bochum
  • 09.01.26
  • 40
  • 9
Poesie
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G e d i c h t
Herbst ... - Nikolaus Lenau (1802 - 1850)

Rings ein Verstummen, ein Entfärben: wie sanft den Wald die Lüfte streicheln, sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln; Ich liebe dieses milde Sterben. Von hinnen geht die stille Reise, die Zeit der Liebe ist verklungen, die Vögel haben ausgesungen und dürre Blätter sinken leise. Die Vögel zogen nach dem Süden, aus dem Verfall des Laubes tauchen die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen, die Blätter fallen stets, die müden. In dieses Waldes leisem Rauschen ist mir als hör′ ich Kunde wehen, dass...

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  • Bochum
  • 27.12.25
  • 32
  • 8
Poesie
3 Bilder

G e d i c h t
Lied des Lebens ... - Johann Gottfried Herder (1744 - 1803)

Flüchtiger als Wind und Welle flieht die Zeit, was hält sie auf? Sie genießen auf der Stelle, sie ergreifen schnell im Lauf. Das, ihr Brüder, hält ihr Schweben, hält die Flucht der Tage ein. Schneller Gang ist unser Leben, lasst uns Rosen auf ihn streun! Rosen; denn die Tage sinken in des Winters Nebelmeer. Rosen, denn sie blühn und blinken links und rechts noch um uns her. Rosen stehn auf jedem Zweige jeder schönen Jugendtat. Wohl ihm, der bis auf die Neige rein gelebt sein Leben hat. Tage,...

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  • Bochum
  • 03.12.25
  • 45
  • 7
Kultur
Grüne Stinkwanze (Palomena prasina)
Wer diese flugfähige Wanze schon einmal berührt hat, wird ihr übel riechendes Sekret so schnell nicht vergessen ...
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G e d i c h t
Rückschau ... - Heinrich Heine (1797 - 1856)

Ich habe gerochen alle Gerüche in dieser holden Erdenküche; Was man genießen kann in der Welt, das hab ich genossen wie je ein Held! Hab Kaffee getrunken, hab Kuchen gegessen, hab manche schöne Puppe besessen; Trug seidne Westen, den feinsten Frack, mir klingelten auch Dukaten im Sack. Wie Gellert ritt ich auf hohem Ross; Ich hatte ein Haus, ich hatte ein Schloss. Ich lag auf der grünen Wiese des Glücks, die Sonne grüßte goldigsten Blicks; Ein Lorbeerkranz umschloss die Stirn, er duftete Träume...

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  • Bochum
  • 20.11.25
  • 38
  • 8
Natur
Die welken Blütenblätter (Brakteen) der 'Japanischen Faserbanane' (Musa basjoo)
3 Bilder

A p h o r i s m u s
"Die Liebe macht alles bedeutend und wirft einen Himmelsschleier auf alles, was sie betrachtet. Was sie anrührt, wird Gold ..."

... sagte Adrian Ludwig Richter (1803 - 1884), deutscher Maler, Zeichner und Illustrator, von 1828 bis 1835 Zeichenlehrer an der Porzellanmanufaktur in Meißen und von 1836 bis 1871 Professor an der Dresdner Akademie - eine der ältesten Kunsthochschulen Europas mit einer über 250-jährigen Geschichte ...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 19.11.25
  • 35
  • 8
Kultur

G e d i c h t
"Bleibe jung ..." - Peter Sirius (1858 - 1913)

O bleibe jung! Die Jahre fliehen und Winter bald umzieht dein Haupt; dir welkt so viel, was einst gediehen, sorg’, dass nicht alles dir geraubt! O bleibe jung! In deinem Herzen bau’ dir der Jugend Frohaltar, was dann auch kommt, du wirst’s verschmerzen, im Herzen Blüten, Schnee im Haar ...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 18.11.25
  • 33
  • 9
Poesie
6 Bilder

G e d i c h t
Einkehr ... - Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), verfasst im Jahre 1811 ...

Bei einem Wirte wundermild, da war ich jüngst zu Gaste; Ein gold'ner Apfel war sein Schild an einem langen Aste. Es war der gute Apfelbaum, bei dem ich eingekehret; Mit süßer Kost und frischem Schaum hat er mich wohl genähret. Es kamen in sein grünes Haus viel leichtbeschwingte Gäste; Sie sprangen frei und hielten Schmaus und sangen auf das beste. Ich fand ein Bett zu süßer Ruh auf weichen, grünen Matten; Der Wirt, er deckte selbst mich zu mit seinem kühlen Schatten. Nun fragt ich nach der...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 09.11.25
  • 55
  • 8

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