Gedicht

Beiträge zum Thema Gedicht

Poesie
31 Bilder

Gudrun A.Wirbitzky
Meerweh ist schlimmer als Husten

Möchte: Wege wagen, bei Wellen und Wind. Sehen, wie der Morgen beginnt. Den eigenen Gedanken lauschen. Hören nur das Meeresrauschen. Gefühle: Wie leegefegt zeigt sich die Welt. Das ist es, was mir so gefällt.  Ich habe ,,Meerweh". Blicke: Welle für Welle, eine kommt, eine flieht. Eine jede singt leise ihr eigenes Lied. Vom ,,Meerweh". Spüre: Der feine Sand mir durch die Finger rinnt. Fühle mich plötzlich wie ein Kind. Ich habe ,,Meerweh". Schon wieder macht sich diese Wehmut breit, muss wieder...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 29.05.26
  • 33
  • 7
Poesie

Gudrun-Anna Wirbitzky
Gedicht: Es wird angerichtet.

Man nehme... Eine Prise Fantasie. Eine Prise Augenblick. Eine Prise Nachdenklichkeit. Eine Prise Liebe. Eine Prise Glück. Man nehme... Eine Prise Vertrauen. Eine Prise Lebensmut. Eine Prise Freude. Eine Prise Herzensglut. Man nehme... Eine Prise Dankbarkeit. Eine Prise Humor. Würze und menge es  gut, recht kräftig nicht nur so eben. Warum? Das Gericht nennt sich... Leben. 

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  • Bochum
  • 26.05.26
  • 14
  • 5
Kultur

Gudrun-Anna Wirbitzky
Die flüssige Story

Rätselhafte Gewässer. Die Fluss - und Gewässerlandschaft ist voller skurriler, zweideutiger und witziger Namen. Amüsante Gewässer - Namen eignen sich doch hervorragend für eine flüssige Story, oder?  Los geht es...  Mit "Sorge" ich hier "Warthe." "Inn" mir ist "Auf Ruhr" und "Radau". "Rhein" zufällig am Ende des "Ganges" steht "Arno" er ist doch  "Main" "Oder" nicht? Aber dort steht er mit "Ilse" vor "Aller" Augen küsst er sie. Gestern gestand er mir noch bei einer  "Schorle" ich wäre das...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 25.05.26
  • 20
  • 6
Kultur
3 Bilder

G e d i c h t
"Pfingstbestellung ..." - Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)

Ein Pfingstgedichtchen will heraus ins Freie, ins Kühne. So treibt es mich aus meinem Haus ins Neue, ins Grüne. Wenn sich der Himmel grau bezieht, mich stört's nicht im geringsten. Wer meine weiße Hose sieht, der merkt doch: Es ist Pfingsten. Nun hab ich ein Gedicht gedrückt, wie Hühner Eier legen und gehe festlich und geschmückt - Pfingstochse meinetwegen - dem Honorar entgegen ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 24.05.26
  • 39
  • 9
Poesie

Gedicht
Nacht's wenn alles schläft

Nacht's mit Freunden. Gedicht: In der Nacht im Mondeslicht, das Partyende fast in Sicht, das Blattwerk sich spiegelt im Lampion, schon tragen meine Gedanken mich davon. So eine Nacht... Voller Magie - blick ich  in die Ferne. Solche Nächte hab ich unendlich gerne. Sehe wie einige Sterne funkeln, genieße die Zeit, abseits im Dunkeln. So eine Nacht... Danke, sage ich für so einen Tag, er war wie ich ihn liebe, so wie ich ihn mag. So eine Nacht... Zusammen mit Freunden, erzählt, getanzt und...

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  • Bochum
  • 22.05.26
  • 35
  • 4
Poesie

Wetterkapriolen - Gedicht
Ein Ver*wir*bitzky

👀 👀Wenn die Natur nicht die Kurve kriegt... Es mitunter nicht am Wetter liegt. ⬇️ Kurz-Gedicht. Die vier Jahreszeiten hatten sich verirrt und zeigten sich nun arg verwirrt Der Sommer lag im tiefen Schnee dem Winter war nicht wohl im Klee Der Herbst verlor fast den Verstand  Teamwork mit dem Frühling Hand in Hand ⬆️ Ende. Copyright:2018 Gudrun Anna Wirbitzky

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  • 22.05.26
  • 12
  • 3
Freizeit

Gudrun-Anna Wirbitzky
Guten Morgen Gedicht🌞

Guten Morgen, Liebe Sorgen! Ach, es sind noch keine da. Verschieben wir es doch auf morgen, ihr wart gestern ja schon da. Guten Morgen, liebe Sorgen! Warum geht es nicht mal nett? Guten Morgen, liebe Sorgen! Ich bleibe heute glatt im Bett. Guten Morgen, liebe Sorgen! Gerade schlaf ich wieder ein. Guten Morgen, liebe Sorgen! Ich wäre gerne mit mir allein. 

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  • 20.05.26
  • 32
  • 4
Poesie

Nachdenkliches
Gedicht: Spaziergang im Herbst des Lebens

Im Herbst des Lebens oder der Spaziergang.  Ich sehe. Sehe Brücken springen in einem einzigen Bogen, sehe in der Tiefe überschäumende Wogen. Ich sehe das sie mit triefenden Moos besetzt, über die Schlucht in die Flanke des Berges vernetzt. Die Brücke. Meine Gedanken zu löschen im tiefen Durst, mit eiskalten, dem Fels entsprungenen Wasser. Seltsam empfinde ich mein Fühlen und Denken, Gedanken löschen und diese versenken. Schaue zurück. Melancholie, wo sind sie die Jahre,  Vergangen, verraucht...

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  • 19.05.26
  • 11
  • 6
Ratgeber

Gudrun-Anna Wirbitzky
Gedicht: Die Fremde

Eine seltsame Begegnung. Ich traf sie doch ich kannte sie nicht. Sie sprach mich an: ,,Ich bin nicht ich...". Verwirrt blieb ich stehen, schaute sie an, sie wirkte verloren, ich fragte mich, seit wann? ,,Ich bin so alleine", fuhr sie fort,,, " einsam an einem pulsierenden Ort. Es ist um mich dunkel, gar nicht mehr hell." Sie benötigte Hilfe ,bemerkte ich schnell. Wir sprachen noch lange, bis in die Nacht, das was ich hörte, hätte ich niemals gedacht. Nicht vergessen, ich kannte sie nicht, aber...

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  • 15.05.26
  • 15
  • 5
Poesie

Gedicht: Erzählen wir von Früher
Große Schwester

Erinnerungen an einen Winter: Raureif auf dem Boden der Himmel blass nicht klar Die Luft nicht frisch-nicht sauber weil es im Ruhrpott war In der Früh... Eisblumen an den Fenstern freigekratzt um schnell zu sehen geht es auf den Schlitten oder will der Schnee schon gehen Der Schlitten... Mit den Kufen stand er nach oben so war er allzeit bereit  wir hatten Spaß beim Rodeln bis tief in die Dunkelheit Kalt: Gefroren habe ich viele Male  die große Schwester stets dabei sie gab mir Schal und Jacke...

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  • Bochum
  • 15.05.26
  • 17
  • 6
Poesie
2 Bilder

G e d i c h t
Blaue Hortensie - Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

So wie das letzte Grün in Farbentiegeln sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh, hinter den Blütendolden, die ein Blau nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln. Sie spiegeln es verweint und ungenau, als wollten sie es wiederum verlieren und wie in alten blauen Briefpapieren ist Gelb in ihnen, Violett und Grau; Verwaschenes wie an einer Kinderschürze, Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht: wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze. Doch plötzlich scheint das Blau sich zu...

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  • Bochum
  • 12.05.26
  • 33
  • 7
Poesie
Der botanische Name leitet sich vom griechischen Wort "dikentros" ab, was "zweispornig" bedeutet. Es bezieht sich auf die zwei äußeren, gespornten Kelchblätter. Das lateinische Wort "eximius" bedeutet "ausgezeichnet", "außerordentlich" oder "erlesen".
3 Bilder

G e d i c h t
Meiner Mutter ... - Detlev von Liliencron (1844 - 1909)

Wie oft sah ich die blassen Hände nähen, ein Stück für mich - wie liebevoll du sorgtest! Ich sah zum Himmel deine Augen flehen, ein Wunsch für mich - wie liebevoll du sorgtest! Und an mein Bett kamst du mit leisen Zehen, ein Schutz für mich - wie sorgenvoll du horchtest! Längst schon dein Grab die Winde überwehen, ein Gruß für mich - wie liebevoll du sorgtest! . Die Fotos zeigen eine Zwerg-Herzblume (Dicentra exima) - auch bekannt als "gekröntes Herz" - eng verwandt mit dem bekannten Tränenden...

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  • Bochum
  • 10.05.26
  • 35
  • 9
Natur
Sonnenbunker Dortmund.
4 Bilder

Gudrun-Anna Wirbitzky
Gedicht - Atomkrieg

Der Sonnenbunker in Dortmund ist ein historischer Hochbunker, der vor allem als erster bundesdeutscher Atombunker und Schauplatz eines psychologischen Experiments bekannt wurde. Das " Bunker-Experiment" (1964): Am 8.Juni 1964 zogen 144 Freiwillige für eine Woche in den Bunker, um das Überleben im Ernstfall zu testen. Experiment gescheitert: Das  Experiment wurde aufgrund von psychischer Belastungen und Konflikten der Menschen frühzeitig beendet. Der Lokalkompass ermöglichte einigen...

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  • Bochum
  • 08.05.26
  • 11
  • 3
Ratgeber

Gedicht für dich
Wünsche

Wünsche: Zunächst wünsche ich dir eine gute Fee Weihnachten im Schnee die Restzeit vierblättriges Klee ein Baum der deine Lasten trägt und eine Uhr die Rückwärts geht Warum? Eine Fee möge deine Wünsche erfüllen Schnee und Klee die Natur mit Liebe umhüllen der Baum möge dich stets beschützen die Uhr zurückdrehen könnte oft nützen Ich wünsche dir: einen Müllschlucker der die Sorgen frisst ein Alltag der nicht grau und voller trist  ein Clown der dir gute Laune verschafft hast du denn heute schon...

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  • 08.05.26
  • 9
  • 5
Poesie

Gudrun-Anna Wirbitzky
Die Spieluhr des Lebens oder Schlittschuhlaufen durch die Zeit

Schlittschuhlaufen durch die Zeit. Ein kleines Gedicht für euch... Ach wie schön, es tanzt im Reigen Mondschein nun mit Wald und Flur. Hohe Tannen atmen schwerlich Kleine Träume sind es nur. Melodien sanft erklingen Rückblick auf so manches Leid Meine Spieluhr kann dies bringen Schlittschuhlaufen durch die Zeit. Auf dem Eis des Lebens gleiten Schwerelos,so wie man meint, vorsicht nur in allen Zeiten nichts ist so sicher, wie es scheint.  Anmerkung: Eins meiner schon etwas älteren Gedichte....

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 05.05.26
  • 15
  • 3
Ratgeber

Zu spät erkannt?
Geld in den Taschen.

Was nützt es... Geld in den Taschen, das nützt dir nicht viel, Ist dein Leben ohne Sinn und Ziel.  Was helfen Berge aus puren Gold, wenn im Herzen Kummer grollt. Wenn jeder Bissen dir im Halse steckt, was nützt der Tisch, der reichlich gedeckt? Was nützt es dir, das Gerede im Land, es macht dich nur müde, traurig und krank. Was nützt dir das Schöne, wenn du es nicht siehst? Bedenke,bedenke,was du hier grad liest. ⬇️ In diesem Sinne heißt es mal wieder jetzt handeln und nicht später. Das Leben...

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  • Bochum
  • 04.05.26
  • 17
  • 6
Poesie
9 Bilder

Abschied
Gedicht vom Meer und Wiederkehr

Der frühe Morgen. Der Sonne schwimme ich am Morgen entgegen.  Noch gestern drückte Schwüle den Tag so schwer, heute geht ein Wind mit sanften streicheln übers Meer. Am Mittag. Ruhe und Stille ich mag sie sehr, Gicht schäumend, Bug weiß geflockt. Mit wachem Blick sehe ich segelnde Schiffe, gleich blicken auf ein gewaltiges Riff. Am Abend.  Verglühend die Sonne im Meer eintaucht, langsam die Nacht den Tag nimmt, weil er verbraucht. Der Wind spielt sanft mit meinen Haaren, ein Sternenhimmel will...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 02.05.26
  • 12
  • 3
Natur

Tschüss April
Gedicht: Der Mai ist da

Fahrt in den Mai. Ich radelte am Wegesrand, doch dieser war nicht interessant. So fuhr ich dort, wo niemand war, und fand es wirklich wunderbar. Der Mai ist da... Alles schien im anderen Licht, so abseits-ach, ich fass es nicht. So sah ich Dinge, wunderschön, viel schöner als ich je gesehen.  Der Mai ist da... Erblickte im Wald ein scheues Reh, einen Bootssteg, mit  Blick auf den See. Hier bin ich richtig, genau hier. Ich roch den Boden unter mir. Der Mai ist da... Ich blieb ,den ganzen...

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  • Bochum
  • 30.04.26
  • 15
  • 3
Poesie
Traubenhyazinthe 'Muscari blue' nach der Blüte
3 Bilder

G e d i c h t
Neue Liebe, neues Leben ... - Johann Wolfgang von Goethe

Herz, mein Herz, was soll das geben? Was bedränget dich so sehr? Welch ein fremdes, neues Leben! Ich erkenne dich nicht mehr. Weg ist alles was du liebtest, weg, warum du dich betrübtest, weg dein Fleiß und deine Ruh - ach, wie kamst du nur dazu! Fesselt dich die Jugendblüte, diese liebliche Gestalt, dieser Blick voll Treu und Güte mit unendlicher Gewalt? Will ich rasch mich ihr entziehen, mich ermannen, ihr entfliehen, führet mich im Augenblick, ach, mein Weg zu ihr zurück. Und an diesem...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 28.04.26
  • 35
  • 8
Ratgeber

Gudrun-Anna Wirbitzky
Mein Gedicht: Der Weg-eine Reise nur

Gedicht: Das Telefon klingelte in der Nacht, es klingelte laut und aufgebracht. Ich dachte, da gehst du nicht ran; Ich tat es doch,...irgendwann. Ein alter Freund, lang ist es her, inzwischen schon ein ,,Irgendwer", erzählte mir, er gehe auf Reise. Meine Gedanken: Etwas getrunken-kleine Meise? Blumig schildete er mir dann,-nachts um vier-, was man so erleben kann. Er wollte gerne;;Tschüss" sagen, plauderte von vergangenen Tagen. Er, der nun das ,,Weite" sucht, habe kein ,,Zurück" gebucht. ...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 28.04.26
  • 15
  • 2
Natur
2 Bilder

Die lange Reise Leben
Spuren im Sand - Deine - Meine

Die lange Reise Leben: Es flüsterte heute der Wind am Meer, was er erzählte, gefiel mir sehr. Er erzählte von vergangenen Zeiten, von Menschen, die mich schon lange begleiten. Deine-Meine Spuren im Sand Ich träumte sah die Vögel ziehen, wieder unterwegs den Winter zu entfliehen. Ruhe genießen wollen wir in diesen Tagen. Neue Wege bedenken und sie noch wagen, bevor der Rest unserer Zeit verrinnt, wie der Sand im warmen Frühlingswind. Deine - Meine Spuren im Sand Laufen barfuß am Meer und Strand...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 25.04.26
  • 23
  • 9
Poesie
3 Bilder

G e d i c h t
Ode an die Rose ... - Anakreon (580 - 495 v. Chr.)

Rose, Wunder aller Blumen, die blühen, jedes Blatt ein Zeuge der Liebe im Frühling. Selbst die himmlischen Mächte erfreuen sich ihrer. Sie ist die junge Leidenschaft der Aphrodite, sie ist der Liebling der Cythere, die Schläfe mit Blumenblättern umkränzt und mit ihrem süßen Parfüm macht sie ihre Herren trunken. Übrigens: Der Legende nach starb der griechische Lyriker, der zum Kanon der neun Lyriker gezählt wird, im Alter von 85 Jahren, nachdem er sich an einer Weinbeere verschluckt hatte. -...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 18.04.26
  • 35
  • 9
Poesie
Übrigens: Narzissen sind in allen Teilen giftig. Sie enthalten u. a. das Alkaloid "Lycorin", besonders hoch konzentriert in den Zwiebeln der Pflanze.
4 Bilder

L y r i k
Osterbitte ... - Arno Holz (1863 - 1929)

Vom Turme klangen die Osterglocken über des Kirchhofs trauernde Gruft und gleich verwehten Blütenflocken verschwamm ihr Klang in der Morgenluft. Mich aber riefen sie in die Weite und ließen mich nicht im dumpfen Haus und unter der Osterlieder Geleite zog ich die Straßen zum Tore hinaus. Weit hinter mir im Morgendämmer sich das Gemäuer der Stadt verlor und selbst das Pochen der Eisenhämmer traf nur gedämpft noch an mein Ohr. Doch dehnte sich immer weiter und weiter vor meinen Blicken der sonnige...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 31.03.26
  • 35
  • 6
Poesie
3 Bilder

L y r i k
Rätselvolle Katze ... - aus dem häufig übersetzten Gedicht "Le Chat" von Charles Baudelaire (1821 - 1867)

In meinem Hirn, als wär's ihr eigner Raum, schleicht auf und nieder auf der weichen Tatze geschmeidig sanft die schöne, stolze Katze und ihrer Stimme Ton vernimmt man kaum. So zart und heimlich ist ihr leis Miauen und ob sie zärtlich, ob sie grollend rief, stets ist der Klang verhalten, reich und tief und Zauber weckend und geheimes Grauen. Auf meiner Seele Saitenspiel ließ nie ein andrer Bogen so voll Glut und Leben die feinsten Saiten schwingen und erbeben, kein anderer so königlich wie sie....

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 28.03.26
  • 42
  • 12
Poesie
März-Austrieb der Strauch-Pfingstrose (Paeonia anomala)
Das Verbreitungsgebiet reicht vom europäischen Russland bis Sibirien und in das westliche China und die Mongolei hinein.
4 Bilder

G e d i c h t
Die Pfingstrose (Paeonia) - Ferdinand von Saar (1833 - 1906)

Und leuchtend will entfalten Paeonie ihre Pracht, von hehren Pfingstgewalten im tiefsten angefacht. Gleich einer späten Liebe, die lang in sich geruht, bricht sie mit mächt'gem Triebe jetzt aus in Purpurglut. Übrigens: Der Gattungsname Paeonia leitet sich von Paian ab, dem Arzt der griechischen Götter, der der Sage nach mit den Wurzeln der Pflanze die Wunden des Unterweltgottes Pluto heilte, die Herakles ihm zugefügt hatte. Im Mittelalter behandelte man Gichtkranke, indem man Blütenblätter auf...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 24.03.26
  • 35
  • 13
Poesie

G e d i c h t
Neuer Frühling XVIII ... - Heinrich Heine (1797 - 1856)

Mit deinen blauen Augen siehst du mich lieblich an, da wird mir so träumend zu Sinne, dass ich nicht sprechen kann. An deine blauen Augen gedenk ich allerwärts; - Ein Meer von blauen Gedanken ergießt sich über mein Herz. Übrigens: Bekannt geworden ist Heinrich Heine u. a. für seine lyrische Romantik. Sein wohl bekanntestes Werk ist das Loreley-Lied: "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten", während das "Buch der Lieder" seine frühen, melancholischen Gedichte über Liebe und Natur vereint. -...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 14.03.26
  • 35
  • 7
Poesie
4 Bilder

G e d i c h t
"Mond und Tulpe ..." - Carl Wolff (1884 - 1938)

Herr Mondstrahl, der ist sehr verliebt in Fräulein Tulipan. Das schöne Kind am Gartenhaus, das hat's ihm angetan. Allnächtlich, wenn der Garten träumt, schleicht er sich still heran; Er bleibt bei ihr die ganze Nacht und schaut sie lächelnd an. "O Tulipan, lieb Tulipan!" Er schmeichelt süß und spricht: "O nimm den Blütenblätterkranz, den Schleier, vom Gesicht!" - "Du bleicher, kalter Nachtgesell, so lass mich doch in Ruh!" - Sie zieht die Blütenblätter schnell noch etwas fester zu. "Ich bin...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 04.03.26
  • 33
  • 7
Kultur
'Mischtschenko Blaustern' (Scilla mischtschenkoana)
4 Bilder

G e d i c h t
Du musst das Leben nicht verstehen ... - Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und lass dir jeden Tag geschehen, so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken lässt. Sie aufzusammeln und zu sparen, das kommt dem Kind nicht in den Sinn. Es löst sie leise aus den Haaren, drin sie so gern gefangen waren und hält den lieben jungen Jahren nach neuen seine Hände hin. Übrigens: Das Gedicht wurde am 8. Januar 1898 verfasst, aber erst im Jahre 1899 in der Gedichtsammlung "Mir zur...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 02.03.26
  • 34
  • 9

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