Wehmut

Beiträge zum Thema Wehmut

Poesie
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G e d i c h t
Schelmenlied ... - Anna Ritter (1865 - 1921)

Ich lauscht' dem Fink im grünen Haag, das hat mich so bethöret. Ach, hätt' ich auf den lust'gen Schlag des Kecken nicht gehöret! Er sang so süß von Lieb' und Glück, vom Küssen mir ins Ohr – Vom Scheiden kam im ganzen Stück kein Sterbenswörtchen vor. Übrigens: Die Pfingstrose (Päonie) symbolisiert vor allem Romantik, Liebe und Schönheit ... PS: Anna Ritter, geborene Nuhn (* 23. Februar 1865 in Coburg; † 31. Oktober 1921 in Marburg), war eine deutsche Dichterin und Novellistin. Das wohl...

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  • Bochum
  • 14.06.26
  • 37
  • 9
Poesie
Der botanische Name leitet sich vom griechischen Wort "dikentros" ab, was "zweispornig" bedeutet. Es bezieht sich auf die zwei äußeren, gespornten Kelchblätter. Das lateinische Wort "eximius" bedeutet "ausgezeichnet", "außerordentlich" oder "erlesen".
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G e d i c h t
Meiner Mutter ... - Detlev von Liliencron (1844 - 1909)

Wie oft sah ich die blassen Hände nähen, ein Stück für mich - wie liebevoll du sorgtest! Ich sah zum Himmel deine Augen flehen, ein Wunsch für mich - wie liebevoll du sorgtest! Und an mein Bett kamst du mit leisen Zehen, ein Schutz für mich - wie sorgenvoll du horchtest! Längst schon dein Grab die Winde überwehen, ein Gruß für mich - wie liebevoll du sorgtest! . Die Fotos zeigen eine Zwerg-Herzblume (Dicentra exima) - auch bekannt als "gekröntes Herz" - eng verwandt mit dem bekannten Tränenden...

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  • Bochum
  • 10.05.26
  • 35
  • 9
Poesie
Traubenhyazinthe 'Muscari blue' nach der Blüte
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G e d i c h t
Neue Liebe, neues Leben ... - Johann Wolfgang von Goethe

Herz, mein Herz, was soll das geben? Was bedränget dich so sehr? Welch ein fremdes, neues Leben! Ich erkenne dich nicht mehr. Weg ist alles was du liebtest, weg, warum du dich betrübtest, weg dein Fleiß und deine Ruh - ach, wie kamst du nur dazu! Fesselt dich die Jugendblüte, diese liebliche Gestalt, dieser Blick voll Treu und Güte mit unendlicher Gewalt? Will ich rasch mich ihr entziehen, mich ermannen, ihr entfliehen, führet mich im Augenblick, ach, mein Weg zu ihr zurück. Und an diesem...

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  • Bochum
  • 28.04.26
  • 35
  • 8
Kultur
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S u r r e a l i s m u s
"Stillleben mit Apfel ..." - der Klassiker in der Kunstgeschichte

Der belgische Maler René François Ghislain Magritte (* 21.11.1898 in Lessines; † 15.08.1967 in Brüssel) sagte einmal: Alles, was wir sehen, verbirgt etwas anderes. Wir wollen immer sehen, was hinter dem Sichtbaren verborgen ist. Wenn der Traum eine Übersetzung des Wachlebens ist, dann ist das Wachleben auch eine Übersetzung des Traums. PS: Die Hauptaufgabe des Surrealismus war es, herkömmliche Erfahrungs-, Denk- und Sehgewohnheiten zu erschüttern und Wirklichkeit und Traum zu vermischen. -...

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  • 12.03.26
  • 38
  • 8
Poesie
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L y r i k
Jugendlied VIII von "Zwölf Jugendliedern" - Emanuel Geibel (1815 - 1884)

So bist du's wieder, vertrauter Raum? Die Jahre schwanden, mir ist's, wie Traum. Noch zieht, wie damals im Tal der Fluss, es rauscht der Garten mir seinen Gruß; Am Fenster grünt noch der Reben Kranz – Nur wir, wie sind wir verwandelt ganz! Die wir uns bauten mit kühnem Sinn, die goldnen Schlösser, wo sind sie hin! Die goldnen Träume, von Lieb' und Lust – Und doch, was wogst du, beklemmte Brust? Emanuel Geibel war im 19. Jahrhundert der populärste Lyriker Deutschlands und wurde zu Lebzeiten oft...

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  • Bochum
  • 14.02.26
  • 36
  • 11
Poesie
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G e d i c h t
"Du bist wie eine Blume ..." - Heinrich Heine (1797 - 1856)

Du bist wie eine Blume so hold und schön und rein; ich schau' dich an, und Wehmut schleicht mir ins Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände aufs Haupt dir legen sollt', betend, dass Gott dich erhalte so rein und schön und hold. Übrigens: Als sogenannter letzter Dichter der Romantik machte Heinrich Heine nicht nur die Alltagssprache lyrikfähig, sondern verlieh der deutschen Literatur eine Leichtigkeit, wie es kein anderer vor ihm geschafft hatte.  Seine Werke wurden häufig übersetzt und...

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  • 01.02.26
  • 35
  • 9
Poesie
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G e d i c h t
Blätter im Wind ... - Jakob Bosshart (1862 - 1924)

Treibende Blätter im Wind, Spielzeug der Lüfte wir sind. Wo wir einst liegen in Orten und Zeiten, wo wir verwesen, hat nichts zu bedeuten; Da wo wir saßen am Lebensbaum, hofft eine Knospe im Frühlingstraum. - Jakob Bosshart (* 07.08.1862 im Weiler Stürzikon, † 18.02.1924 in Clavadel, Gemeinde Davos) war ein Schweizer Lehrer und Schriftsteller. Bosshart verfasste Erzählungen und einen Roman, deren Helden vom Lande stammen, wie der Autor selbst. Schon bald zählte er zu den bekanntesten Vertretern...

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  • Bochum
  • 16.01.26
  • 37
  • 8
Poesie
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G e d i c h t
Lied des Lebens ... - Johann Gottfried Herder (1744 - 1803)

Flüchtiger als Wind und Welle flieht die Zeit, was hält sie auf? Sie genießen auf der Stelle, sie ergreifen schnell im Lauf. Das, ihr Brüder, hält ihr Schweben, hält die Flucht der Tage ein. Schneller Gang ist unser Leben, lasst uns Rosen auf ihn streun! Rosen; denn die Tage sinken in des Winters Nebelmeer. Rosen, denn sie blühn und blinken links und rechts noch um uns her. Rosen stehn auf jedem Zweige jeder schönen Jugendtat. Wohl ihm, der bis auf die Neige rein gelebt sein Leben hat. Tage,...

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  • 03.12.25
  • 45
  • 7
Poesie
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G e d i c h t
Einkehr ... - Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), verfasst im Jahre 1811 ...

Bei einem Wirte wundermild, da war ich jüngst zu Gaste; Ein gold'ner Apfel war sein Schild an einem langen Aste. Es war der gute Apfelbaum, bei dem ich eingekehret; Mit süßer Kost und frischem Schaum hat er mich wohl genähret. Es kamen in sein grünes Haus viel leichtbeschwingte Gäste; Sie sprangen frei und hielten Schmaus und sangen auf das beste. Ich fand ein Bett zu süßer Ruh auf weichen, grünen Matten; Der Wirt, er deckte selbst mich zu mit seinem kühlen Schatten. Nun fragt ich nach der...

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  • 09.11.25
  • 55
  • 8
Natur
10 Bilder

G e d i c h t
"Die Zeit ist hin ..." - Theodor Storm (1817 - 1888)

Die Zeit ist hin; du löst dich unbewusst und leise mehr und mehr von meiner Brust; Ich suche dich mit sanftem Druck zu fassen, doch fühl' ich wohl, ich muss dich gehen lassen. So lass mich denn, bevor du weit von mir im Leben gehst, noch einmal danken dir; Und magst du nie, was rettungslos vergangen, in schlummerlosen Nächten heimverlangen. Hier steh' ich nun und schaue bang zurück; Vorüberrinnt auch dieser Augenblick und wieviel Stunden dir und mir gegeben, wir werden keine mehr zusammenleben.

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  • 06.10.25
  • 50
  • 9
Poesie
Getrocknete 'Mispeln' (Mespilus germanica) aus der Familie der Rosengewächse, auch Mispelche, Asperl, Hespelein, Dürgen, Dürrlitzen, Hundsärsch oder Näschpli genannt. - Quelle: Wikipedia
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G e d i c h t
Herbstgefühl ... - Emanuel Geibel (1815 - 1884)

O wär' es bloß der Wange Pracht, die mit den Jahren flieht! Doch das ist's, was mich traurig macht, dass auch das Herz verblüht; Dass, wie der Jugend Ruf verhallt und wie der Blick sich trübt, die Brust, die einst so heiß gewallt, vergisst, wie sie geliebt. Ob von der Lippe dann auch kühn sich Witz und Scherz ergießt, 's ist nur ein heuchlerisches Grün, das über Gräbern sprießt. Die Nacht kommt, mit der Nacht der Schmerz, der eitle Flimmer bricht; Nach Tränen sehnt sich unser Herz und findet...

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  • Bochum
  • 26.09.25
  • 38
  • 10
Poesie

G e d i c h t
Zu meinen Füßen sinkt ein Blatt, der Sonne müd, des Regens satt ... - Ludwig Uhland (1787 - 1862)

Zu meinen Füßen sinkt ein Blatt, der Sonne müd, des Regens satt; Als dieses Blatt war grün und neu, hatt' ich noch Eltern, lieb und treu. O wie vergänglich ist ein Laub, des Frühlings Kind, des Herbstes Raub! Doch hat dies Laub, das niederbebt, mir so viel Liebes überlebt. Übrigens: Für alle, die es interessiert:  aus den Blattfasern des 'Papiermaulbeerbaums' (Broussonetia papyrifera) werden in Japan und China auch heute noch wunderbare handgeschöpfte Papiersorten nach alten...

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  • Bochum
  • 20.09.25
  • 45
  • 9
Kultur
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G e d i c h t
Ade ... ! - Viktor von Scheffel (1826 - 1886)

Wer klappert von dem Turme seltsamen Gruß mir? ... horch! Das ist in seinem Neste mein alter Freund, der Storch. Er rüstet sich zur Reise weit über Land und See, der Herbst kommt angezogen, drum sagt er uns Ade! Hast recht, dass du verreisest, bei uns wird's kahl und still, grüß mir das Land Italien und auch den Vater Nil. Es werde dir im Süden ein besser Mahl zuteil, als deutsche Frösch' und Kröten, Maikäfer und Langweil'! Behüt' dich Gott, du Alter, mein Segen mit dir zieht, du hast in...

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  • Bochum
  • 18.09.25
  • 33
  • 8
Poesie
Die 'Hortensie' (Hydrangea) als Zeichen für bleibende Erinnerungen ...
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S e p t e m b e r
Try to remember the kind of September, when life was slow and oh so mellow ...

... ist ein Lied über Nostalgie aus dem Musical "The Fantasticks", das von 1960 bis 2002, also 42 Jahre lang am Off-Broadway New York lief und an die unschuldigen Tage der Jugend erinnert. Den Text schrieb der amerikanische Librettist Thomas Collins Jones (* 17. Februar 1928 in Littlefield, Texas; † 11. August 2023 in Sharon, Connecticut), während die Musik von Harvey Lester Schmidt (* 12. September 1929 in Dallas, Texas; † 28. Februar 2018 in Tomball, Texas) komponiert wurde. - Quelle:...

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  • Bochum
  • 03.09.25
  • 41
  • 9
Poesie

G e d i c h t
"Es war ein Traum ..." - Ferdinande von Brackel (1835 - 1905)

Es war ein Traum, hart war es, zu erwachen, er hatte zu viel Seligkeit gebracht, so folgt wohl auf den ersten Tag im Lenze die eisig kalte Winternacht. Es war ein Traum, jetzt ist er längst vergessen. Dass einst ich träumt’, ich weiß es kaum, zuweilen nur zuckst’s schmerzlich durch die Seele: dann sag’ ich leis: "Es war ein Traum."

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  • Bochum
  • 30.12.24
  • 39
  • 9
Poesie
Verblühte 'Hortensie' (Hydrangea macrophylla)
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A p h o r i s m u s
"Wenn wir aufhören, lebhaft zu hoffen, fangen wir an, uns lebhaft zu erinnern." - Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916)

Die 'Hortensie' stammt übrigens ursprünglich aus Asien. Untersuchungen fossiler Funde ergaben, dass diese Pflanze dort bereits vor 140 Mio. Jahren existierte. Nach Europa kamen die ersten Hortensien um 1735. In der chinesischen Kultur symbolisiert die Hortensie tiefe Gefühle und Dankbarkeit.

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  • Bochum
  • 17.12.24
  • 22
  • 9
Poesie

A p h o r i s m u s
"Es gibt Erinnerungen, die so golden sind, dass sie auch der ärmsten Gegenwart noch ihren Schimmer leihen." - Arthur Stahl (1830 - 1876)

Melanie Henriette Charlotte Caroline Valeska Bolgiani (geb. Müller, auch Valeska Voigtel-Bolgiani; * 26. März 1830 in Minden, † 2. Oktober 1876 in Mailand) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie veröffentlichte ihre Werke unter dem Pseudonym Arthur Stahl. - Quelle: Wikipedia

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 21.11.24
  • 45
  • 10
Natur

G e d i c h t
"Vergänglichkeit ..." - Johann Georg Jacobi (1740 - 1814)

Sagt, wo sind die Veilchen hin, die so freudig glänzten und der Blumen Königin ihren Weg bekränzten? Jüngling ach! Der Lenz entflieht, diese Veilchen sind verblüht! Sagt wo sind die Rosen hin, die wir singend pflückten, als sich Hirt und Schäferin Hut und Busen schmückten? Mädchen ach, der Sommer flieht, jene Rosen sind verblüht! Führe denn zum Bächlein mich, das die Veilchen tränkte, das mit leisem Murmeln sich in die Täler senkte. Luft und Sonne glühten sehr, jenes Bächlein ist nicht mehr!

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  • Bochum
  • 17.11.24
  • 36
  • 10
Natur

G e d i c h t
"Herbstgefühl ..." - Emanuel Geibel (1815 - 1884)

O wär' es bloß der Wange Pracht, die mit den Jahren flieht! Doch das ist's, was mich traurig macht, dass auch das Herz verblüht; Dass, wie der Jugend Ruf verhallt und wie der Blick sich trübt, die Brust, die einst so heiß gewallt, vergisst, wie sie geliebt. Ob von der Lippe dann auch kühn sich Witz und Scherz ergießt, 's ist nur ein heuchlerisches Grün, das über Gräbern sprießt. Die Nacht kommt, mit der Nacht der Schmerz, der eitle Flimmer bricht; Nach Tränen sehnt sich unser Herz und findet...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 05.10.24
  • 32
  • 9
Poesie
Stillleben mit Früchten der 'Kamelie' (Camellia japonica), auch "Rose des Winters" genannt ...
2 Bilder

G e d i c h t
"Denk' an deine Jugendsonne, wenn dich's in der Seele friert ..." - Balder vom Berge (19./20. Jhdt.)

Denk' an deine Jugendsonne, wenn dich's in der Seele friert; träum von Jugendglück und Wonne, wenn es Herbst im Herzen wird. Strömt der Sonne Strahlenquelle auch nur einen Augenblick: – bleibt ihr Glanz in Herz und Seele doch noch lange Zeit zurück! Träumst du auch nur für Sekunden von dem Glück, das längst dahin: – ist dir gleich der Traum entschwunden, lang' glüht dir sein Bild im Sinn. Schmückst mit Blumen neu die Liebe, suchst des Freundes treue Brust gleich, als ob sie ewig bliebe, quillt...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 21.09.24
  • 40
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