Träumerei

Beiträge zum Thema Träumerei

Poesie
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L y r i k
Rätselvolle Katze ... - aus dem häufig übersetzten Gedicht "Le Chat" von Charles Baudelaire (1821 - 1867)

In meinem Hirn, als wär's ihr eigner Raum, schleicht auf und nieder auf der weichen Tatze geschmeidig sanft die schöne, stolze Katze und ihrer Stimme Ton vernimmt man kaum. So zart und heimlich ist ihr leis Miauen und ob sie zärtlich, ob sie grollend rief, stets ist der Klang verhalten, reich und tief und Zauber weckend und geheimes Grauen. Auf meiner Seele Saitenspiel ließ nie ein andrer Bogen so voll Glut und Leben die feinsten Saiten schwingen und erbeben, kein anderer so königlich wie sie....

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 28.03.26
  • 42
  • 12
Kultur
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S u r r e a l i s m u s
"Stillleben mit Apfel ..." - der Klassiker in der Kunstgeschichte

Der belgische Maler René François Ghislain Magritte (* 21.11.1898 in Lessines; † 15.08.1967 in Brüssel) sagte einmal: Alles, was wir sehen, verbirgt etwas anderes. Wir wollen immer sehen, was hinter dem Sichtbaren verborgen ist. Wenn der Traum eine Übersetzung des Wachlebens ist, dann ist das Wachleben auch eine Übersetzung des Traums. PS: Die Hauptaufgabe des Surrealismus war es, herkömmliche Erfahrungs-, Denk- und Sehgewohnheiten zu erschüttern und Wirklichkeit und Traum zu vermischen. -...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 12.03.26
  • 38
  • 8
Poesie
2 Bilder

L y r i k
Jugendlied VIII von "Zwölf Jugendliedern" - Emanuel Geibel (1815 - 1884)

So bist du's wieder, vertrauter Raum? Die Jahre schwanden, mir ist's, wie Traum. Noch zieht, wie damals im Tal der Fluss, es rauscht der Garten mir seinen Gruß; Am Fenster grünt noch der Reben Kranz – Nur wir, wie sind wir verwandelt ganz! Die wir uns bauten mit kühnem Sinn, die goldnen Schlösser, wo sind sie hin! Die goldnen Träume, von Lieb' und Lust – Und doch, was wogst du, beklemmte Brust? Emanuel Geibel war im 19. Jahrhundert der populärste Lyriker Deutschlands und wurde zu Lebzeiten oft...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 14.02.26
  • 36
  • 11
Poesie
6 Bilder

G e d i c h t
Einkehr ... - Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), verfasst im Jahre 1811 ...

Bei einem Wirte wundermild, da war ich jüngst zu Gaste; Ein gold'ner Apfel war sein Schild an einem langen Aste. Es war der gute Apfelbaum, bei dem ich eingekehret; Mit süßer Kost und frischem Schaum hat er mich wohl genähret. Es kamen in sein grünes Haus viel leichtbeschwingte Gäste; Sie sprangen frei und hielten Schmaus und sangen auf das beste. Ich fand ein Bett zu süßer Ruh auf weichen, grünen Matten; Der Wirt, er deckte selbst mich zu mit seinem kühlen Schatten. Nun fragt ich nach der...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 09.11.25
  • 55
  • 8
Poesie
12 Bilder

G e d i c h t
"Lebensmotto ... " - Louise Franziska Aston (1814 - 1871), deutsche Frauenrechtlerin und Schriftstellerin

Fromme Seelen, fromme Herzen, himmelssehnend, lebenssatt; Euch ist rings ein Tal der Schmerzen, eine finst're Schädelstatt! Mag in schreckenden Gesichtern bang vor mir das Schicksal steh'n; Nie soll mich der Schmerz vernichten, nie zerknirscht und reuig seh'n! Freiem Leben, freiem Lieben, bin ich immer treu geblieben! Übrigens: Zum 200. Geburtstag Louise Astons am 26. November 2014 führte das Stadttheater Freiburg im Breisgau im Juni 2014 das Theaterstück "Mag der Thron in Flammen glühn ... "...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 02.11.25
  • 85
  • 10
Poesie

Träumerein
Mittagsschlaf

Sonntagnachmittag Der Wind spielt mit der Gardine eine Wespe summt aufgeregt angelockt vom süßen Apfelduft sonst ist es still Sonne und Wolken necken sich zaubern wechselndes Licht und ich träume: Zwei Schlafbäckchen kullern durch das Zimmer eine hellblaue Schleife flattert in meinen Schoß ein Teddybär saust hinterher ein Zöpfchen kitzelt mein Gesicht ein Wimpernpaar streift meine Wange – Plötzlich läutet das Telefon ich taumle aus meinen Traum und höre aus der Ferne eine mir bekannte Stimme:...

  • Thüringen
  • Erfurt
  • 26.10.25
  • 11
  • 8
Kultur
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G e d i c h t
Trübes Wetter ... - Gottfried Keller (1819 - 1890), Schweizer Dichter und Romanautor

Es ist ein stiller Regentag, so weich, so ernst - und doch so klar, wo durch den Dämmer brechen mag die Sonne weiß und sonderbar. Ein wunderliches Zwielicht spielt beschaulich über Berg und Tal und die Natur, lind abgekühlt, sie weint und lächelt allzumal! Wie ein Kristall, von Flor umhängt, erglänzt geheimnisvoll die Luft, der Tag glimmt spärlich und bedrängt, wie Lampenschein in einer Gruft. Die Hoffnung, das Verlorensein sind gleicher Stärke in mir wach; das Leben und die Todespein, sie...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 26.10.25
  • 40
  • 9
Poesie
Die 'Hortensie' (Hydrangea) als Zeichen für bleibende Erinnerungen ...
2 Bilder

S e p t e m b e r
Try to remember the kind of September, when life was slow and oh so mellow ...

... ist ein Lied über Nostalgie aus dem Musical "The Fantasticks", das von 1960 bis 2002, also 42 Jahre lang am Off-Broadway New York lief und an die unschuldigen Tage der Jugend erinnert. Den Text schrieb der amerikanische Librettist Thomas Collins Jones (* 17. Februar 1928 in Littlefield, Texas; † 11. August 2023 in Sharon, Connecticut), während die Musik von Harvey Lester Schmidt (* 12. September 1929 in Dallas, Texas; † 28. Februar 2018 in Tomball, Texas) komponiert wurde. - Quelle:...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 03.09.25
  • 41
  • 9
Poesie
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Träume
Träume

Manchmal sind Träume wie Seifenblasen schwebend leicht und bunt über Sommerwiesen schillernd der Sonne entgegen verlierend sich im Blau des Himmels Manchmal sind Träume wie Seifenblasen die der Wind für immer davonträgt. Silke Dokter

  • Thüringen
  • Erfurt
  • 16.06.25
  • 12
  • 9
Poesie
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A p h o r i s m u s
Wenn ich nicht schlafen kann, rufe ich meine Gedanken und sage: Kommt, unterhaltet mich, meine Gedanken! - Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916)

Übrigens: Der 'Knoten-Storchschnabel' (Geranium nodosum) ist ein Storchschnabel, der selbst im tiefen Schatten, also auch unter Bäumen noch bestens gedeiht.  Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die trichterförmigen Blüten stehen meist zu zweit und die blassvioletten bis lilarosa Kronblätter zeigen meist drei dunklere Hauptadern. Die typisch storchschnabelartige Frucht spaltet sich bei Reife in ihre fünf behaarten Fruchtklappen auf, um die Samen freizugeben. - Quelle: Wikipedia

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 03.06.25
  • 30
  • 9
Natur
Übrigens: Bis auf die Samen sind alle Teile der Pflanze essbar. Die jungen Triebe und Blütenknospen werden gern gedünstet oder gebraten als Spargelersatz verwendet.
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A p h o r i s m u s
Du bist dort, wo deine Gedanken sind. Sieh zu, dass deine Gedanken da sind, wo du sein möchtest. - Rabbi Nachman von Bratzlaw (1772 - 1810)

Der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis) gehört zu der großen Familie der Korbblütler. Die schirmartigen Fortsätze an den Nussfrüchten sind stabiler als die zarten Pusteblumen des Löwenzahns. Dadurch haben sie eine Klettwirkung, bleiben z. B. auch an Tierfell hängen und sorgen auf diese Weise für seine Verbreitung. Der Gattungsname "Tragopogon" leitet sich von den griechischen Wörtern "tragos" (Ziegenbock) und "pogon" (Bart) ab. Der Artname "pratensis" bedeutet "von der Wiese" und deutet auf...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 01.06.25
  • 34
  • 9
Poesie

G e d i c h t
Maienwonne ... - Julius Rodenberg (1831 - 1914)

Was ich auch sage oder singe von duft'ger Blütenherrlichkeit, es scheint mir alles zu geringe für diese sonnige Maienzeit. Ich hab' kein Wort, so blau und duftig wie Veilchenduft am Wiesenhag; Und keines, das so rein und luftig wie Lerchenlied und Drosselschlag. Auch auf die schöne Frühlingssonne find ich den Reim, den echten nicht; Denn für der Welt gemeine Wonne scheint sie zu heiter, sanft und licht. Das ist der Seele best' Empfinden, ich fühl' es meinem eignen an - auf das man keine Reime...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 08.05.25
  • 39
  • 8
Poesie
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D i c h t k u n s t
"Den Fluss hinab ..." - Eduard Stucken (1865 - 1936)

Im Mittagsschein fahr ich im Boot allein den Fluss hinab, der mit mir sinnt und träumt. Kein Laut im Kreis, der Kiel gluckst schläfrig, leis, von Linden ist das Ufer hoch umsäumt. Der Sonne Glut strahlt wider aus der Flut mit Bäumen, deren Kronen abwärts steh'n. Im Fluss erhellt sich eine Spiegelwelt, wieviel auch Wellen kommen und vergeh'n.

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 28.01.25
  • 29
  • 8
Poesie
Stillleben mit Früchten der 'Kamelie' (Camellia japonica), auch "Rose des Winters" genannt ...
2 Bilder

G e d i c h t
"Denk' an deine Jugendsonne, wenn dich's in der Seele friert ..." - Balder vom Berge (19./20. Jhdt.)

Denk' an deine Jugendsonne, wenn dich's in der Seele friert; träum von Jugendglück und Wonne, wenn es Herbst im Herzen wird. Strömt der Sonne Strahlenquelle auch nur einen Augenblick: – bleibt ihr Glanz in Herz und Seele doch noch lange Zeit zurück! Träumst du auch nur für Sekunden von dem Glück, das längst dahin: – ist dir gleich der Traum entschwunden, lang' glüht dir sein Bild im Sinn. Schmückst mit Blumen neu die Liebe, suchst des Freundes treue Brust gleich, als ob sie ewig bliebe, quillt...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 21.09.24
  • 40
  • 11
Kultur

G e d i c h t
"Es war ein Traum ..." - Ferdinande von Brackel (1835 - 1905)

Es war ein Traum - hart war es, zu erwachen, er hatte zu viel Seligkeit gebracht, so folgt wohl auf den ersten Tag im Lenze die eisig kalte Winternacht. Es war ein Traum, jetzt ist er längst vergessen. Dass einst ich träumt’, ich weiß es kaum, zuweilen nur zuckt’s schmerzlich durch die Seele: dann sag’ ich leis: "Es war ein Traum."

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 15.03.24
  • 32
  • 11
  • 1
  • 2

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