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Beiträge zum Thema Nahaufnahme

Poesie
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G e d i c h t
Blaue Hortensie - Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

So wie das letzte Grün in Farbentiegeln sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh, hinter den Blütendolden, die ein Blau nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln. Sie spiegeln es verweint und ungenau, als wollten sie es wiederum verlieren und wie in alten blauen Briefpapieren ist Gelb in ihnen, Violett und Grau; Verwaschenes wie an einer Kinderschürze, Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht: wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze. Doch plötzlich scheint das Blau sich zu...

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bochum
  • 12.05.26
  • 33
  • 7
Poesie
Übrigens: Aufgrund der stacheligen Blätter galt die Stechpalme (Ilex) in vorchristlicher Zeit als Schutz vor allen bösen Gedanken und Taten.
Das Schneeglöckchen steht für den Sieg des Frühlings über den Winter.
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G e d i c h t
"Gebetchen ..." - Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)

Man betet so sein Tischgebet, man betet, wenn man schlafen geht, vor Gräbern und vor dem Altar. Gut! Betet, wenn ihr’s selber wollt, dann aber mutig und ganz wahr und lasst euch keines Falles dann sagen, was ihr beten sollt. Gott kennt euch und weiß alles. Vertraut ihm euer Herzeleid und dankt ihm, wenn ihr glücklich seid. Und schämt euch nicht, nein, lacht sogar, weil beten nützt, wenn’s ehrlich war ......

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  • 26.02.26
  • 33
  • 7
Poesie
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L y r i k
Jugendlied VIII von "Zwölf Jugendliedern" - Emanuel Geibel (1815 - 1884)

So bist du's wieder, vertrauter Raum? Die Jahre schwanden, mir ist's, wie Traum. Noch zieht, wie damals im Tal der Fluss, es rauscht der Garten mir seinen Gruß; Am Fenster grünt noch der Reben Kranz – Nur wir, wie sind wir verwandelt ganz! Die wir uns bauten mit kühnem Sinn, die goldnen Schlösser, wo sind sie hin! Die goldnen Träume, von Lieb' und Lust – Und doch, was wogst du, beklemmte Brust? Emanuel Geibel war im 19. Jahrhundert der populärste Lyriker Deutschlands und wurde zu Lebzeiten oft...

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  • 14.02.26
  • 36
  • 11
Poesie

G e d i c h t
"Rose, wie bist du reizend und mild ..." - Johann Jakob Ihle (1702 - 1774)

Rose, wie bist du reizend und mild! Du bist der Unschuld liebliches Bild. Rose, du trinkest himmlischen Tau, schmückest den Busen, Garten und Au. Du, die zur Gabe ich mir erkor, lächelst aus Dornen freundlich hervor. Sendest noch sterbend Düfte uns zu Rose, du Holde! Leben und sterben will ich wie du. Übrigens: Eine Kombination aus weißen Rosen und Eukalyptus steht symbolisch für Reinheit, Neuanfang, Hoffnung und aufrichtige Liebe (weiße Rose) sowie für Trost und Heilung ... (Eukalyptus) Für...

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  • 25.10.25
  • 43
  • 9
Natur

F o o d t r e n d ' S w i c y ' (sweet & spicy)
Erdbeere und 'Thunder Mountain Longhorn Chili' ...

Was wir als "scharf" empfinden, ist in Wirklichkeit kein Geschmack, sondern eine Schmerzreaktion auf den Stoff Capsaicin, der die Hitze- und Schmerzrezeptoren im Mund reizt. PS: Die 'Thunder Mountain Longhorn Chili' (Capsicum annuum) ist eine beliebte Chili-Sorte aus der chinesischen Provinz Guizhou. In dieser Region befindet sich der Berg Leigong, was 'God of Thunder' bedeutet. Das Ungewöhnliche an dieser Sorte sind die extrem langen und superdünnen Schoten, die eine beeindruckende Länge von...

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  • 28.08.25
  • 35
  • 9
Natur
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G e d i c h t
Lebenskunst ... - Christian Reuter (1665 - 1712)

Ach, was sind wir dumme Leute - wir genießen nie das Heute. Auf des Lebens Stufenleiter eilt man weiter, immer weiter. Nutz den Frühling deines Lebens, leb im Sommer nicht vergebens, denn gar bald stehst du im Herbste bis der Winter naht, dann sterbste. Und die Welt geht trotzdem heiter immer weiter, immer weiter ...

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  • 19.08.25
  • 32
  • 11
Natur
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W i s s e n s w e r t e s
Die 'Mispel' (Mespilus germanica) ist ein selten gewordener Anblick in unseren Gärten ...

... in Italien und anderen Mittelmeerländern ist sie dagegen sehr beliebt. Ihren typischen, angenehm süß-säuerliches Geschmack entfalten die Früchte erst nach Frosteinwirkung oder ersatzweise nach 2 bis 3 Tagen in der Tiefkühltruhe oder durch mehrwöchige Lagerung. Infolgedessen werden die enthaltenen Gerbstoffe abgebaut, steigt der Zuckergehalt und das Fruchtfleisch wird weich und aromatisch. ... übrigens: Zwei Mispelfrüchte ersetzen angeblich die Inhaltsstoffe von einem Apfel! Weitere Infos,...

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  • 10.08.25
  • 36
  • 8
Poesie
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B l ü t e n z a u b e r
Die 'Pyramiden-Glockenblume' (Campanula pyramidalis) wird auch gern als Schnittblume und Altarschmuck genutzt ...

Sie zählt zu den größten Glockenblumen überhaupt und erreicht Wuchshöhen von 80 bis 150 cm. Der Gattungsname leitet sich von dem lateinischen Wort "campana" ab, was "Glocke" oder "kleine Glocke" bedeutet. Der Artname beschreibt die typisch aufrechte, pyramidenartige Anordnung der Blütenstände. - Quelle: Wikipedia In der Blumensprache hat die Glockenblume verschiedene Bedeutungen, wobei Dankbarkeit, Bescheidenheit und Zärtlichkeit im Vordergrund stehen. Sie symbolisiert aber auch Ausdauer und...

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  • 16.07.25
  • 32
  • 8
Natur

G e d i c h t
Mir ist, als wäre jede Beere ... - Richard Zoozmann (1863 - 1934)

Mir ist, als wäre jede Beere ein Born der Lebensfreudigkeit, als gäbe sie die große Lehre: "Gedulde dich, es kommt die Zeit ..." Übrigens: Stachelbeeren enthalten u. a. wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium, die für die Knochengesundheit essentiell sind. Der Gattungsname "Ribes" stammt vermutlich aus dem arabischen "ribas", was so viel wie "sauer schmeckend" bedeutet. Der Artname "uva" steht für "Traube" und verweist auf den manchmal leicht traubenartigen Wuchs der Beeren. "crispa"...

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  • 01.07.25
  • 35
  • 7
Natur

W i s s e n s w e r t e s
Der 'Plattpfirsich' (Prunus persica var. platycarpa), auch Teller-, Berg- oder Donutpfirsich genannt ...

... hat seinen Ursprung in China, wo er seit über 2500 Jahren bekannt ist. Die Frucht spielt eine wichtige Rolle im klassischen chin. Roman 'Die Reise nach Westen' aus dem 16. Jahrhundert, in der der Jadekaiser den "Garten der Aufgerollten Pfirsiche" der Göttin Xiwangmu in Besitz nimmt. Der Affenkönig Sun Wukong isst von einer Frucht und gelangt auf diese Weise zum ewigen Leben. Seither steht der Plattpfirsich symbolisch für Unsterblichkeit. - Quelle: Wikipedia

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  • 06.06.25
  • 32
  • 9
Poesie
Tulpe, verfallend
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A p h o r i s m u s
Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst: die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben. - Iwan Sergejewitsch Turgenjew (1818 - 1883)

Iwan Sergejewitsch Turgenjew war einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller. Als einer der ersten griff er in der russischen Literatur die alltäglichen Nöte und Ängste der russischen Gesellschaft auf und thematisierte sie. Sein Werk hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des "melancholischen Impressionismus" in Westeuropa. - Quelle: Wikipedia

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  • 20.05.25
  • 32
  • 7
Natur

A p h o r i s m u s
Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. - Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Die Erdbeeren (Fragaria) sind ein häufiges Motiv in der Bildenden Kunst und Dichtung. Wegen ihrer roten Farbe, ihres Geschmacks und Geruchs verbanden die Römer die Früchte mit der Liebesgöttin Venus und schenkten sie als Fruchtbarkeitssymbol jungen Brautpaaren.  Auch nach der Antike blieb die Erdbeere ein Symbol der Lust, Erotik und der Sinnenfreude. Als solches erscheint sie beispielsweise mehrfach in Hieronymus Boschs Gemälde "Der Garten der Lüste".  Der Gattungsname leitet sich vom lat. Wort...

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  • 15.05.25
  • 32
  • 8
Natur

W i s s e n s w e r t e s
Die 'Tagetes', auch 'Studentenblume' genannt, erhielt ihren Namen nach dem etruskischen Gott Tages, dem Gott der Weisheit ...

Marcus Tullius Cicero, der berühmte Redner des alten Rom berichtet, dass einst ein etruskischer Bauer beim Pflügen eine tiefere Furche als gewöhnlich gezogen habe, woraufhin Tages aus dem Erdreich gestiegen sei. Der Gott habe das Gesicht eines Kindes, aber die Klugheit eines alten Weisen besessen. Vom erstaunten Aufschrei des Bauern angezogen, sei eine große Menschenmenge erschienen, denen Tages erläutert habe, wie sie aus bestimmten Naturerscheinungen die Zukunft ablesen könnten. - Quelle:...

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  • 10.05.25
  • 35
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Poesie

G e d i c h t
Der Schmerz ... - Nikolaus Lenau (1802 - 1850)

Sie ließ sich überraschen von diesem Trauerwort und ihre Tränen waschen die rote Schminke fort. Das Leben täuscht uns lange, du zeigst, der Schminke bar, des Lebens welke Wange, oh Schmerz, wie bist du wahr! - Nikolaus Lenau (1802 - 1850), lt. Wikipedia wichtigster deutschsprachige Dichter des Weltschmerzes und des Pessimismus ...

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  • 23.04.25
  • 31
  • 8
Kultur

G e d i c h t
"Ostern ... " - Ferdinand von Saar (1833 - 1906)

... nach dem dumpfen Grabchorale tönt das Auferstehungslied und empor im Himmelsstrahle schwebt er, der am Kreuz verschied. So zum schönsten der Symbole wird das frohe Osterfest, dass der Mensch sich Glauben hole, wenn ihn Mut und Kraft verlässt. Jedes Herz, das Leid getroffen, fühlt von Anfang sich durchweht, dass sein Sehnen und sein Hoffen immer wieder aufersteht."

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  • Bochum
  • 20.04.25
  • 30
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