Natur + Garten
Sonnenblumen sind wahre Wunder
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Eine Sonnenblume ist eigentlich ein ganzer Blumenstrauß. Was wie eine einzelne Blüte aussieht, besteht aus hunderten bis über tausend winzigen Einzelblüten. Die braune Mitte ist also keine einzelne Fläche, sondern eine Ansammlung vieler Blüten. Junge Sonnenblumen „tanzen“ mit der Sonne. Sie richten ihre Blätter und Blütenstände tagsüber nach dem Sonnenlicht aus. Dieses Verhalten nennt man Heliotropismus. Überraschenderweise zeigen die meisten großen Blüten schließlich nach Osten, dort, wo morgens die Sonne aufgeht. Das kann für Bestäuber attraktiv sein, weil sich die östliche Blüte morgens schneller erwärmt.
Die Spiralen in der Blütenmitte sind mathematisch verblüffend. Die Anordnung der Samen folgt häufig Fibonacci-Zahlen. Dadurch können besonders viele Samen platzsparend in der Blütenmitte untergebracht werden. Sorten wie der Riesen-Sonnenblumentyp können über 5 Meter hoch werden. Der Rekord liegt sogar deutlich darüber. Sonnenblumen können den Boden verändern. Sie nehmen bestimmte Schadstoffe und Schwermetalle aus dem Boden auf. Deshalb wurden sie beispielsweise nach der Katastrophe von Tschernobyl und nach Fukushima zur Unterstützung der Boden- bzw. Wasserreinigung eingesetzt.
Es gibt Sonnenblumen mit roten, orangefarbenen, bronzefarbenen, cremefarbenen oder fast schwarzen Blütenblättern. Die Blütenmitte ist ein Insekten-Hotel mit Landeplatz. Die vielen kleinen Blüten produzieren Nektar und Pollen und bilden zusammen eine riesige, gut sichtbare „Landefläche“ für Bienen und andere Bestäuber. Sonnenblumen können überraschend schnell wachsen. Unter guten Bedingungen können manche Sorten mehrere Zentimeter pro Tag zulegen. Die Pflanze ist ein kleiner Chemiker. Sonnenblumen bilden unter anderem Stoffe, die Fressfeinde und Krankheitserreger abwehren. Ihre Samen enthalten außerdem viel Öl, weshalb Sonnenblumen eine wichtige Ölpflanze sind.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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