Millionen für Gender-Projekte - wirklich jetzt?
Muss Deutschland wirklich alles mitfinanzieren?

Manchmal liest man eine Nachricht und denkt sich: „Habe ich das jetzt wirklich richtig gelesen?“

Deutschland steckt wirtschaftlich nicht gerade in einer rosigen Lage. Die Kassen sind leer, an allen Ecken und Enden fehlt Geld, Personalmangel wird beklagt, Kommunen müssen sparen und bei Schulen, Straßen, öffentlichem Nahverkehr und anderen Dingen des täglichen Lebens wird der Rotstift angesetzt. Und gleichzeitig ist offenbar weiterhin Geld für Gender-Projekte und Entwicklungshilfe da. Da darf man sich doch einmal verwundert die Augen reiben.

Muss wirklich jedes noch so speziell klingende Projekt mit deutschem Steuergeld gefördert werden? Internationale Gender-Konferenzen, Projekte und Programme - während bei uns die Kassen leer sind, Personal fehlt und überall der Rotstift angesetzt werden soll.
Da kratzt man sich doch irgendwann am Kopf und fragt sich: Ist das wirklich notwendig - oder haben wir einfach noch zu viel Geld übrig?

Ich denke, an dieser Stelle kommt bei mir der gesunde Menschenverstand ins Spiel.
Wenn die Haushaltskasse knapp ist, kauft man normalerweise nicht erst den schicken Blumentopf für den Nachbarn und sagt anschließend den eigenen Kindern, für neue Schuhe sei leider kein Geld da.
Martin Hagen von der FDP nennt die aktuellen Ausgaben ein „fatales Signal an die eigene Bevölkerung“. Er meint, Deutschland könne bei der Entwicklungshilfe jährlich Milliarden einsparen.
Und bevor jetzt wieder jemand mit dem erhobenen Zeigefinger kommt: "Nein, wir sind keine Egoisten." Natürlich kann und soll ein wohlhabendes Land helfen ... wenn Menschen wirklich Hilfe brauchen. Das ist für mich eine Frage von Anstand und Menschlichkeit.
Aber wir sind eben auch keine Millionäre mit einer prall gefüllten Portokasse. Deutschland hat selbst gewaltige Aufgaben vor der Brust. Wenn die Kassen leer sind, Personal fehlt, Familien trotz Arbeit rechnen müssen und Rentner jeden Euro zweimal umdrehen, während gleichzeitig überall der Rotstift angesetzt wird, dann darf man doch einmal fragen: Was muss wirklich sein - und was kann vielleicht auch warten?
Helfen ja. Solidarisch sein ja. Aber muss deshalb wirklich jedes Projekt und jede Konferenz finanziert werden, nur weil irgendwo „Gender“ oder „Entwicklung“ draufsteht?

Vielleicht wäre ein bisschen mehr Augenmaß gerade gar nicht so unsolidarisch.
Nicht: „Was bringt es irgendeinem internationalen Projekt?“ Nicht: „Wie schön klingt das Förderziel?“ Und auch nicht: „Welche wunderbare neue Wortschöpfung steht im Projektantrag?“
Sondern ganz schlicht - 'was bringt es den Menschen, die hier ihre Steuern bezahlen?'
Vielleicht bin ich damit etwas altmodisch. Aber bevor der Staat Geld ausgibt, sollte meiner Meinung nach erst einmal geprüft werden, ob es wirklich notwendig ist. Und wenn die Antwort lautet: „Na ja, eigentlich könnten wir auch darauf verzichten“, dann wäre mein Vorschlag ziemlich einfach - 'dann lassen wir es.' Es geht schließlich nicht um Monopoly-Geld. Es geht um Steuergeld.

Und bei Steuergeld sollte man vielleicht nicht nur großzügig sein, weil man es selbst nicht aus dem eigenen Portemonnaie nehmen muss.

Ich jedenfalls würde mir wünschen, dass unsere Politiker öfter einmal den ganz einfachen Taschenrechner hervorholen. Der braucht keine Gender-Sprache, keine internationale Konferenz und auch keinen Förderantrag.
Der zeigt nämlich einfach nur .. wenn weniger ausgegeben wird, muss auch weniger bezahlt werden.

Eigentlich erstaunlich, wie kompliziert man eine so einfache Sache machen kann.

Bürgerreporter:in:

Hildegard Grygierek aus Essen

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