AOK-Tipps zur Erntesaison
Bitter ist (oft) gesund

Vor dem Anrichten probieren! Denn Gurken können bei heißem und trockenem Wetter verstärkt giftige Bitterstoffe bilden. | Foto: PantherMedia / Dzinnik Darius
  • Vor dem Anrichten probieren! Denn Gurken können bei heißem und trockenem Wetter verstärkt giftige Bitterstoffe bilden.
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Derzeit ist die Ernte auf dem Feld und im häuslichen Garten in vollem Gange. Viele der Pflanzen, die jetzt Saison haben, enthalten Bitterstoffe „Bei den Gemüsen sind das zum Beispiel Artischocken, Chicorée, Endivien, Radicchio und Rucola“, sagt Vorname Nachname bei / von der AOK Musterstadt. Aber auch Kräuter und Gewürze wie Kurkuma, Kümmel, Salbei und Ingwer oder Getränke wie Kaffee und grüner Tee enthalten diese natürlichen Pflanzenstoffe. Sie haben meist eine positive Wirkung auf die Gesundheit, vor allem auf die Verdauung.

Bitter kann gesund sein

Der bittere Geschmack regt den Speichelfluss an, fördert die Ausschüttung von Verdauungssäften und aktiviert die Magen-Darm-Bewegung. „Deshalb ist es gesund, bestimmte bitter schmeckende Nahrungsmittel auf dem Speiseplan zu haben", so Vorname Nachname. Studien zeigen, dass bitterstoffhaltige Lebensmittel dazu beitragen können, hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck und einen zu hohen Blutzuckerspiegel zu vermeiden oder Entzündungen und Tumorbildung zu hemmen, Bakterien zu bekämpfen und Nervenzellen vor Schäden zu bewahren. Um den für viele Menschen nicht auf Anhieb positiv besetzten Geschmack etwas abzumildern, gibt es ein paar Tricks. „Chicoréesalat lässt sich gut mit Obst, zum Beispiel Apfel oder Birne, zubereiten, Rucola und Radicchio kann man mit anderen Gartensalaten mischen oder ebenso wie Artischocken mit einer besonders bekömmlichen Vinaigrette reichen“, rät Vorname Nachname.

Vorsicht bei bitteren Kürbisgewächsen
Es gibt jedoch auch giftige Bitterstoffe. So können Gurken, Zucchini- und Kürbispflanzen bei heißem und trockenem Wetter verstärkt Bitterstoffe bilden. Zudem nimmt ihr Gehalt während der Fruchtreife zu, weshalb Zucchini am besten möglichst jung geerntet werden. Da Zierkürbisse stets eine sehr hohe Konzentration an Bitterstoffen haben, ist es empfehlenswert, die essbaren Kürbisgewächse getrennt von ihnen und nicht in ihrer Nähe anzupflanzen. Es ist wichtig, Zucchini, Gurke, Kürbis und Melonen immer roh und vor dem Würzen zu probieren. „Schmecken sie bitter, bleibt nur, sie zu entsorgen, auch wenn die Anzucht und Pflege viel Zeit und Aufwand gekostet haben“, sagt Vorname Nachname. Je nach aufgenommener Dosis kann es sonst zu Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen und Durchfall kommen.

Im Internet:
· AOK-Gesundheitsmagazin – Chicorée und Co.: So gesund sind Bitterstoffe: https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/bitterstoffe-warum-sind-sie-so-gesund/
· AOK-Gesundheitsmagazin – Vorsicht bei bitter schmeckenden Zucchini, Gurken und Co.: https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/obstgemuese/bittere-zucchini-und-gurken-enthalten-giftiges-cucurbitacin/

Bürgerreporter:in:

myheimat Redaktionsteam aus Augsburg

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