Kunstpreis 2026 im Landkreis
Autorin Veronika Raila erhält Auszeichnung
- Landrat Martin Sailer (Mitte) überreichte kürzlich den Kunstpreis 2026 an die Königsbrunner Autorin Veronika Raila (Mitte) für ihre herausragenden Leistungen im Bereich Belletristik. Begleitet wurde die Preisträgerin von ihren Eltern, Dr. Petronilla Raila (links) und Uwe Raila (rechts).
- Foto: Julia Pietsch
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Der Landkreis Augsburg hat kürzlich den Kunstpreis 2026 im Bereich Belletristik an die Königsbrunner Autorin Veronika Raila verliehen. Der mit 3.500 Euro dotierte Preis wird seit 1989 jährlich vergeben und würdigt im Wechsel herausragende Leistungen in den Kategorien Darstellende Kunst, Bildende Kunst zweidimensional, Bildende Kunst dreidimensional, Musik und – wie in diesem Jahr – Belletristik. Die Wahl der Jury fiel einstimmig auf Veronika Raila als diesjährige Preisträgerin, deren literarisches Schaffen weit über das Augsburger Land hinaus Anerkennung gefunden hat.
Die Autorin ist seit ihrer Kindheit eng mit der Region verbunden. Sie besuchte das Gymnasium Maria Stern in Augsburg und war später Gaststudentin an der Universität Augsburg. Ihre Werke zeichnen sich durch poetische Bildsprache, philosophische Tiefe und eine unverwechselbare literarische Stimme aus. Zu ihren Veröffentlichungen zählen unter anderem „Vronis Wunder“, „Vronis Wandlung“ sowie zahlreiche Beiträge im Literaturmagazin „schauinsblau“. Darüber hinaus wirkte sie am vielfach ausgezeichneten Filmprojekt „Sandmädchen“ mit, das auf einem ihrer Texte basiert.
Literatur als Brücke zwischen Menschen und Lebenswelten
In seiner Rede würdigte Landrat Martin Sailer die Kraft ihres literarischen Schaffens: „Mit ihren Texten zeigt uns Veronika Raila eindrucksvoll, wie Literatur Brücken schlagen kann zwischen Erfahrungen, Gedankenwelten und Menschen. Ihre Werke eröffnen neue Perspektiven, regen zum Nachdenken an und bereichern unsere Kulturlandschaft auf ganz besondere Weise. Sie ist eine außergewöhnliche literarische Stimme, die weit über die Grenzen unseres Landkreises hinaus Gehör findet.“
Die Laudatio hielt Dr. Stefan-Alexander Bronner, Leiter des Literaturhauses Augsburg und Mitglied der diesjährigen Jury. Diese hob insbesondere die hohe literarische Qualität von Railas Arbeiten hervor:
Ihre Texte greifen Motive aus Volksliedern auf, stellen Bezüge zur deutschsprachigen Hochliteratur her und entwickeln daraus eine eigenständige, unverwechselbare Sprache. Das Schreiben ist für die Autorin dabei weit mehr als ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Da Veronika Raila aufgrund einer körperlichen Behinderung und ihres Autismus nicht sprechen kann, ist das Schreiben mithilfe eines computergestützten Kommunikationsprogramms ihre wichtigste Möglichkeit, mit ihrer Umwelt in Austausch zu treten. Ihre Literatur entsteht daher aus einem unmittelbaren Bedürfnis, Gedanken und Wahrnehmungen in Sprache zu verwandeln.
„Mit der Auszeichnung würdigt der Landkreis Augsburg das bisherige Werk von Veronika Raila sowie ihr außergewöhnliches Talent“, so Landrat Sailer.
(Text: Landratsamt Augsburg)
Bürgerreporter:in:myheimat Redaktionsteam aus Augsburg |
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