FC Schalke 04
Die Zeit vor dem großen Aufstieg – erzählt vom Spatz und der Maus

Es war einmal ein Frühlingstag in Gelsenkirchen, an dem selbst die Currywurst am Stadion ein bisschen blauer glänzte als sonst. Der Schalke‑Spatz, ein kleiner, aber äußerst selbstbewusster Vogel, flatterte aufgeregt über die Dächer der Stadt. Neben ihm rannte die Schalke‑Maus, die zwar winzig war, aber dafür das größte Schalke‑Herz im ganzen Ruhrgebiet hatte.

„Mausi, haste gehört?“, zwitscherte der Spatz.
„Wat denn?“, piepste die Maus und putzte sich die Schnurrhaare.
„Schalke steigt auf! Heute kann es passieren!“

Die Maus blieb stehen, riss die Augen auf und rief:
„Dat gibt’s doch gar nich! Dann muss ich sofort meine Glücks-Pommes essen!“

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zur Veltins-Arena. Unterwegs trafen sie Fans, die schon seit Stunden sangen, Fahnen schwenkten und sich gegenseitig versprachen, dass diesmal wirklich alles gut wird. Der Spatz setzte sich auf jede Schulter, die er finden konnte, und erzählte stolz, dass er persönlich für den Aufstieg verantwortlich sei. Die Maus nickte immer eifrig dazu, obwohl sie wusste, dass der Spatz eigentlich nur gerne im Mittelpunkt stand.

Als das entscheidende Tor fiel, passierte etwas Magisches:
Der Spatz machte einen Salto in der Luft, der so spektakulär war, dass selbst ein vorbeifahrender Busfahrer kurz vergaß zu bremsen. Die Maus sprang so hoch, dass man sie für einen sehr kleinen, sehr enthusiastischen Känguru-Fan hätte halten können.

„Wir sind wieder da!“, rief die Maus.
„Ich hab’s doch gesagt!“, prahlte der Spatz, der sich jetzt einbildete, er hätte den Ball selbst ins Tor gepustet.

Nach dem Spiel feierten die beiden bis spät in die Nacht. Der Spatz tanzte auf Laternen, die Maus auf Bierdeckeln (natürlich alkoholfrei), und beide sangen so laut, dass sogar der Mond ein bisschen blau wurde.

Und so wurde der Aufstieg des FC Schalke 04 nicht nur ein Fest für die Fans, sondern auch das größte Abenteuer des Schalke‑Spatzen und der Schalke‑Maus. Seitdem erzählen sie jedem, der es hören will – und auch jedem, der es nicht hören will – wie sie „damals“ den Aufstieg miterlebt haben.

Und wenn man heute ganz genau hinhört, kann man sie manchmal noch singen hören:
„Blau und Weiß, wie lieb ich dich…“

Bürgerreporter:in:

Thomas Ruszkowski aus Essen

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