Unterwegs
Saaler Bodden
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Der Saaler Bodden ist ein flaches, brackiges Lagunengewässer an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Er bildet den südwestlichen bzw. innersten Teil der Darß-Zingster Boddenkette und liegt östlich der Halbinsel Fischland, etwa 30 km nordöstlich von Rostock.
Ein Bodden ist vereinfacht gesagt ein flaches Küstengewässer, das durch Landzungen, Halbinseln oder Inseln weitgehend von der offenen Ostsee abgeschirmt wird. Dadurch gibt es weniger Wellengang, einen geringeren Salzgehalt und sehr nährstoffreiche Lebensräume. Der Saaler Bodden ist vor allem durch seine flachen Wasserflächen, Schilfgürtel, Boddenwiesen und Feuchtlebensräume geprägt. Die Boddenlandschaft ist ökologisch besonders wertvoll, weil sie zahlreiche Lebensräume miteinander verbindet. Schilfbereiche und flache Wasserzonen bieten vielen Wasservögeln Nahrung und Schutz.
Ein Teil des nordöstlichen Saaler Boddens liegt im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der Nationalpark schützt insgesamt eine sehr große Kombination aus Ostseeküste, Boddengewässern, Dünen, Wäldern, Mooren und Feuchtgebieten. Eine Besonderheit der Boddenregion sind die traditionellen Zeesboote. Das sind historische Segelboote, die früher vor allem zum Fischfang eingesetzt wurden. Heute sind sie ein charakteristisches Element der Boddenlandschaft. Die Tourismusregion beschreibt die letzten historischen Zeesboote mit ihren braunen Segeln, die noch heute auf Saaler, Bodstedter und Barther Bodden unterwegs sind.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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