Work‑Life‑Balance
Alex, ein Kind der Generation Z
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Es war einmal ein Mensch namens Alex, der fest davon überzeugt war, dass Work‑Life‑Balance ein real existierendes Konzept sei – so wie Einhörner, Steuererstattungen oder pünktliche Handwerker.
Eines Morgens beschloss Alex, endlich Ordnung ins Leben zu bringen.
„Heute“, sagte Alex entschlossen, „werde ich arbeiten und entspannen. Beides! In einem Tag!“
09:00 – Der Plan
Alex schrieb eine To‑Do‑Liste:
• Arbeiten
• Leben
• Balance finden
„Das wird ein Kinderspiel“, dachte Alex. Ein fataler Fehler.
09:15 – Die Arbeit
Kaum war der Laptop geöffnet, meldete sich die Arbeit wie ein übermotivierter Fitnesscoach:
„Nur noch diese eine E-Mail! Und diese! Und die 47 anderen!“
Alex tippte, klickte, seufzte – und merkte irgendwann, dass die Kaffeetasse leer war und die Seele auch.
12:00 – Die Pause
„Jetzt wird gelebt!“, verkündete Alex und setzte sich auf die Yogamatte.
Doch kaum war die erste Atemübung geschafft, meldete sich das Handy:
„Meeting in 10 Minuten.“
Alex atmete tief ein. Und noch tiefer aus. Und googelte „Wie kündigt man höflich?“.
18:00 – Der Feierabend
Alex beschloss zu kochen, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Das Ergebnis war ein Gericht, das aussah wie Work‑Life‑Balance selbst: gut gemeint, aber irgendwie verbrannt.
22:00 – Die Erkenntnis
Bevor Alex ins Bett fiel, murmelte er:
„Morgen mache ich’s besser. Morgen finde ich die perfekte Balance.“
Und irgendwo im Universum lachte ein Einhorn.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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