Es brennt im Harz!
Von Waldwirtschaft und Feuerwehren zum "lukrativen" Waldbrand.

Es brennt im Harz!

Die Zahl der gemeldeten Brände und Waldbrände in Niedersachsen schwankt stark und hat sich beispielsweise in den Jahren mit besonders trockenen Sommern phasenweise verdoppelt (z.B. ein Anstieg auf über 450 Feuer). Bundesweite Daten zeigen, dass Niedersachsen beim Waldbrandrisiko regelmäßig zu den am stärksten betroffenen Bundesländern zählt.

Die Aufklärungsquote bei Brandstiftungsdelikten (Straftaten nach §§ 306 ff. StGB in Niedersachsen liegt konstant zwischen 40 % und 50 %. Seit 1990 hat sich die absolute Zahl der erfassten Brandstiftungen in Deutschland (als Höchstwert bei knapp über 30.000 im Jahr 2003) bundesweit deutlich verringert.

Übersetzt heißt das, die Zahl der Brände (und Brandstiftungen) ist exponentiell angestiegen, aufgeklärt wird kaum noch ein Brand. Die Feuerwehren löschen Tag und Nacht, Brandaufklärung Fehlanzeige. Ob Feuerwehrleute Statistiken erhalten oder nicht, darüber existieren unterschiedliche Aussagen. Fakt ist, sie werden nicht als Zeugen geladen. Zum Waldbrand am Brocken im September 2024 wurden durch die Polizei und die Staatsanwaltschaft keine Feuerwehrleute als offizielle Zeugen befragt.Die feuerwehrtechnische Grundausbildung in Niedersachsen enthält keine spezielle Ausbildung für die Erkennung von Brandursachen.

Das heißt aber nicht, dass es in den Wehren keine ausgebildeten Spezialkräfte für Brandermittlung gibt. In manchen Feuerwehren (insbesondere bei Berufsfeuerwehren) gibt es nebenamtliche Brandsachverständige oder Führungsdienste, die eine Zusatzausbildung zum Brandursachenermittler absolvieren. Der primäre Fokus der Einsatzkräfte im Einsatzdienst liegt auf der Menschenrettung und Brandbekämpfung. Um Spuren für die spätere Ermittlung zu schützen, lernen Feuerwehrleute jedoch im Rahmen der Ausbildung, den Einsatzort möglichst unverändert zu lassen und Auffälligkeiten zu dokumentieren (Quelle google). Zusammengenommen wird man die Aussage treffen können, dass ein normal ausgebildeter Feuerwehrmann in der Lage ist, mehrere Brandherde, die an verschiedenen, unzusammenhängenden Orten gleichzeitig ausbrechen, als starkes Indiz für Brandstiftung einzustufen. Das Areal des Brockens, das von den Brandermittlern als unzugänglich eingestuft worden ist, trägt diese Einstufung nicht aus dem Grund, dass man dort nicht hinkommt. Das Areal des Königsbergs im Harz (südlich des Brockens bei Wernigerode/Schierke) ist für Wanderer strikt und ergreifend gesperrt. Der Berg liegt in der Kernzone des Nationalparks Harz, weshalb das Verlassen der markierten Wege oder das Betreten des Massivs verboten ist Aus diesem Betretungsverbot hat man anschließend die "Unzugänglichkeit" des Geländes abstrakt-generell formuliert, woraus der Eindruck der technischen Unerreichbarkeit der Orte entsteht, an denen die acht Brände gleichzeitig entstanden sind. In Wahrheit konnten die acht Brände selbstverständlich durch Brandstiftung entstanden sein. Die Indizwirkung des gleichzeitigen Ausbruchs an den Eckpunkten der höchtwahrscheinlichen Branderweiterung spricht eindeutig dafür. Die Brandherde im Bereich des Brockens lagen an topografisch und ökologisch hochsensiblen Punkten. Steilhänge und mooriges Gelände in Kombination mit großen Mengen an Totholz (verursacht durch Dürre und Borkenkäfer) sowie starker Wind begünstigten die rasche und unkontrollierte Ausbreitung der Feuerfronten (Quelle. Harzer Tourismusverband).

https://www.deutschlandfunk.de/grossbrand-am-brocken-unterschiedliche-einschaetzungen-zur-brandursache-102.html

Zitat: Der Harzer Nationalparkchef Pietsch geht nicht von Brandstiftung aus. Pietsch sagte der Deutschen Presse-Agentur, aufgrund der Unzugänglichkeit des Geländes halte er es für unwahrscheinlich, dass dort an acht Stellen in naher zeitlicher Reihenfolge Feuer gelegt werden konnten. Der Harzer Kreisbrandmeister Lohse hält es dagegen für möglich, dass das Feuer bewusst gelegt worden ist. Zwei Zeugen (Wanderer) wurden befragt. Deren Aussagen beinhalteten Rauchentwicklung nach Durchfahrt der Brockenbahn. Keine Erklärung für acht nachgewiesene Brandherde. Die Entwicklung des Feuers über acht Brandherde ist damit kausal nicht erklärt. Die Staatsanwaltschaft Halberstadt hat damit keine plausible Erklärung für die Entwicklung des Brandes geführt. Die Zigarette oder der Funkenschlag ist Schwachsinn, weil diese Funken sich alle (acht bis zehn Brandherde) dann direkt an den Gleisen der Brockenbahn hätten entzünden müssen. Das setzt einerseits voraus, dass direkt an den Gleisen größere Reisighaufen über eine längere Strecke direkt an der Trasse gelegen hätten. Das ist an den Haaren herbeigezogen, um die wahre Brandursache zu verdecken. Insbesondere ins Gewicht fällt hierbei die Aussage des Kreisbrandmeisters, der sich den Schwachsinn nicht zu eigen gemacht hat. Die Staatsanwaltschaft deckt die wahre Brandursache ab. Ermittlungen wurden sehr schnell eingestellt. Auffällig ist bei Großkatastrophen am Brocken und im Harz, dass die Staatsanwaltschaften immer denjenigen Glauben schenken, die von kausalen Zusammenhängen von strafrechtlichem Belang wegführen. Alles ein großes Unglück! Schon der Borkenkäfer war die erste "Naturkatastrophe, die "Gott gemacht" war, obwohl altbekannte forstwissenschaftliche Erkenntnisse außer Kraft gesetzt und (politisch) ins Gegenteil gekehrt worden waren.

BILD: Bei dem schweren Waldbrand im September 2024 am Brocken (Harz) wurden zunächst acht separate Brandherde am Königsberg entdeckt. Diese entfachten sich rasch zu einer größeren Feuerfront. Die Feuerfront braucht aber Wind! Welcher Wind? Der der Bahn oder der der Luft? Luftverwirbelungen gleichen Ausmaßes an acht bis zehn verschiedenen Orten, die zu einer Flammenwand führten, dann also? Acht bis zehn Funken bei acht bis zehn gleichförmigen Luftwirbeln erzeugen acht bis zehn Feuer, die sich anschließend blitzschnell vereinen. Also nicht ein Feuer, sondern acht bis zehn Feuer in Blitzzeit (danach ohne Brandbeschleuniger).

Acht bis zehn Brandherde. Bis heute keine plausible Erklärung , in der Öffentlichkeit ist das Thema längst eingeschlafen. Im Nationalpark Harz wird Totholz am Brocken grundsätzlich weiterhin belassen, da die Natur sich selbst überlassen bleibt.

Exkurs: Es gibt zwei Rechtsgebiete, die in diesem Fall öffentlich-rechtlich relevant und zwingend zu beachten sind: Einerseits das Naturschutzrecht des Bundeswaldgesetzes, Bundesnaturschutzgesetz und Ländergesetze sowie Richtlinien über die Handhabung des Nationalparks Harz. Diese Gesetzte zum Schutz der Natur gelten. Darüber stehen aber die öffentlich-rechtlichen Gesetzte der Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz, die vorrangig zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt (vor großen Sachschäden und Personenschäden) zu beachten sind. Diese Gesetze hat man im Nationalpark außer Kraft gesetzt. Jede Regelung eines Naturschutzbelanges muß immer dem allgemeinen Schutz der Allgemeinheit vor Gefahren unterworfen werden, da die Gefahren der Allgemeinheit höher wiegen als die des Naturschutzes abtrakt.generell. Diese Normen sind faktisch außer Kraft gesetzt worden als man begonnen hat, Totholz als Dünger in den Wäldern zu belassen. Rechtlich zulässig ist dies unter keinem Gesichtspunkt.

Ermittlungen eingestellt. Alle Ermittlungen wegen Brandstiftung werden in Südniedersachsen und Thüringen eingestellt. Ob überhaupt sachgerecht ermittelt wird, ist auch über Zeugenaussagen der Brandstiftung in der Steinaer Sraße 49 in Bad Sachsa zu verneinen. Dort hatten Zeugen gesehen, wie bei Sturm und Regen im Herbst nachts polötzlich riesige Flammen hochschlugen, die in Anbetracht tagelanger Regenfälle nur über Brandbeschleuniger hervorgerufen sein worden können. Ermittlungen trotz Tatsache, dass bereits neue "Baupläne" für das denkmalgeschützte Haus vorlagen, eingestellt. Alles klar!

Ob in den Brandgutachten der "Sachverständigen" solche Erwägungen überhaupt einfließen oder eine konkrete technische Begründung für solche Zufälle erfolgt, wissen wir nicht, da diese Sachverhalte alle "Datenschutz" unterliegen, obwohl sie das öffentliche (Sicherheits-) Interesse der Allgemeinheit massiv betreffen.

Die Versicherungen (Privater) und die Kommunen (Brockenbrand) zahlen. Ob diese Gegengutachten herstellen oder eigene Ermittlungen anstellen, ist mehr als unwahrscheinlich. Für den Waldbrand am Brocken im September 2024 belaufen sich die Gesamtkosten für die zuständige Kommune – die Stadt Wernigerode – auf rund 1,84 Millionen Euro. Die Kosten für den Betrieb und die Ausstattung der Feuerwehren sind für Städte und Gemeinden massiv gestiegen. (Hauptursachen sind drastisch verteilte Beschaffungspreise für Fahrzeuge und Technik sowie gestiegene Baukosten für Feuerwehrhäuser.)

1.Ob seit diesen Ereignissen irgendeine Maßnahme zur Veränderung dieser Situation durchgeführt worden ist, kann bezweifelt werden. Man baut neue Feuerwehrhäuser und schafft neue Fahrzeuge an. Kostenträger: Hauptsächlich Kommunen.

2. Die Verbringung und Belassung von Totholz im Harz ist weiterhin Usus, obwohl diese Form von Waldwirtschaft aufgrund der Waldbrandgefahr über Jahrhunderte teilweise verboten war, oft aber auch aus wirtschaftlichen Gründen der Nutzung (und damit lukrativeren Verwertung) nicht praktiziert wurde. Früher war es wissenschaftlich unter Forstwirtschaftlern unumstritten, dass von Borkenkäfern befallene Bäume im Frühstadium erkannt und gefällt worden sind, um die Ausbreitung des Käfers gezielt zu verhindern. Dies war im Harz gängige Praxis und wissenschaftlich anerkannt (Quelle: Forstrat a. D. Schüler, Harzinfarkt) Daraus folgt, dass man eine funktionierende Praxis der Käferbekämpfung letztlich zugunsten einer Käferbegündtigung ausgetauscht hat, um die Wälder wirtschaftlich verwerten zu können, während das früher wirtschaftlich wertvolle Totholz wirtschaftlich nicht verwertet wird. Die Jahrhunderte alte Gefahrenabwehr von Totholz ist heute technisch und rechtlich außer Kraft gesetzt.

Für die Zukunft bedeutet das weitere, größere Waldbrandgefahren im Harz mit der Wahrscheinlichkeit, dass kommende Waldbrände nicht aufgeklärt werden, weil die Ursachen nicht oder falsch ermittelt werden. Wenn Brandursachen gezielt und bewußt verschleiert (und bezahlt) werden, dann ist die Frage, ob hier irgendeiner von solchen Ereignissen profitiert, überflüssig.

In Deutschland kann man offensichtlich anzünden, was man will. Das ist jetzt so. Abriß- und Baugenehmigungen nach Bränden sind sehr häufig in kürzester Zeit erhältlich. Versicherungen und Kommunen zahlen offensichtlich ohne weitere Fragen. Haftung Fehlanzeige. Es gibt keine offizielle Gesamtschadenssumme für alle Wald- und Brandschäden im Harz seit 2010. Schätzungen fokussieren sich meist auf die hohen reinen Einsatzkosten einzelner Großbrände: Allein der einwöchige Löscheinsatz im September 2022 wurde auf 6 bis 9 Millionen Euro geschätzt. Die Bekämpfung des Feuers am Brocken im Herbst 2024 kostete die Stadt Wernigerode rund 1,8 Millionen Euro. Eine grobe Gesamtschätzung für die volkswirtschaftlichen Gesamtschäden eines einzigen großen Brockenbrand-Ereignisses (wie 2022 oder 2024) liegt bei ca. 5 bis 10 Millionen Euro. Die Schäden für den Tourismus sind nicht bezifferbar.Der Harz verzeichnet eine spürbare Tourismus-Wende. Nach Jahren des Booms sind die Übernachtungszahlen und Gästeankünfte seit 2019 in vielen Regionen rückläufig, wenngleich noch stabil.

Hier handelt es sich für einige um ein lukratives Geschäftsmodell. Die Niedersächsischen Landesforsten haben 2022 einen Umsatz von 244 Mio Euro getätigt. Die Landesforsten (NLF) erwirtschafteten allein im Jahr 2022 einen Gewinn von 83 Millionen Euro. Dieses Rekordergebnis resultierte vor allem aus einer unplanmäßig hohen Holzproduktionsmenge – bedingt durch Sturmschäden und Borkenkäfer – in Kombination mit einem um 29 % gestiegenen Holzpreis Zusätzlich erhalten die Landesforsten für die Jahre 2020 bis 2025 75 Millionen Euro vom Land Niedersachsen für das Förderprogramm LÖWE+(Quelle Niedersächsische Landesforsten).

Schadholz-Preisentwicklung auf dem deutschen Markt (ab 2022)
Zitat: Im Gegensatz zu echtem Brandholz lässt sich normales Schadholz (z. B. durch Borkenkäfer oder Sturm frisch abgestorbene Fichten) auf dem freien Markt verkaufen. Die Erlöse pro Festmeter (fm) bzw. Raummeter entwickelten sich ab 2022 wie folgt: [1]2022 (Energiekrise & Boom): Durch den Ukraine-Krieg und die Gas-Krise explodierten die Preise für Energieholz. Schadholz, das als Brennholz oder für Holzpellets genutzt wurde, erzielte Rekordpreise von 60 bis über 100 Euro pro Festmeter. Hochwertiges Fichten-Schadholz (Käferholz, das noch stabil genug für Sägewerke war) lag phasenweise bei 70 bis 90 Euro pro Festmeter. 2023 bis 2024 (Normalisierung): Der Markt kühlte sich wieder ab. Die Preise für minderwertiges Industrie-Schadholz fielen auf rund 40 bis 50 Euro pro Festmeter. Hauptgrund für den sinkenden Einschlag Ist/war die Erschöpfung der Ressource. Ein Großteil der alten Fichtenmonokulturen im Harz ist durch die Trockenheit und den Borkenkäfer bereits abgestorben und in den Vorjahren geerntet worden. Die Mengen an "frischem" Schadholz, das überhaupt noch gefällt werden konnte, gingen somit zurück.
Der Holzpreis steigt übrigens durch die massiven Abholzungen exponentiell an, weil die Ware Holz in Deutschland über den (zugelassenen) Borkenkäfer und die Feuer auf dem Brocken verknappt worden ist. Holzimporte machen mittlerweile über 50 % des deutschen Gesamtholzaufkommens aus. Deutschland geht das Holz aus.

Fazit:
Die Ursachen und Zusammenhänge der deutschen Waldwirtschaft und damit verbundene Gefahrenabwehr weist signifikante Besonderheiten auf. Hier gibt es Zusammenhänge, die nicht gut aussehen. Auf den ersten Blick erschenit dieser Blickwinkel absurd. Finanziell sprich er aber eine deutliche Sprache: Es gibt einen Zusammenhang der Holzwirtschaft und der Gefahrenabwehr, welche miteinander korrelieren (in Wechselbeziehung stehen). Die Holzwirtschaft hat davon profitiert, dass die Wälder abgebrannt oder vom Borkenkäfer zerfressen worden sind, da sie das Schadholz in großen Mengen versilbert hat. Andere Teile davon wurden im Wald als Totholz liegengelassen und spielten eine Rolle bei den unaufgeklärten Waldbränden. Die Waldbrände und Waldschäden haben zu einer weiteren Verknappung der Ressource Holz, vor allem aber auch zu einem Rückgang der touristischen Wertigkeit geführt. Diese Schäden treffen hauptsächlich die Harzer Kommunen. Rechnet man alle direkten Löschkosten und die unmittelbaren touristischen Folgeschäden für ein einzelnes schweres Waldbrandjahr in diesen Kommunen (Goslar, Werningerode, Schierke und Umkreis) zusammen, ergibt sich eine wirtschaftliche Gesamtbelastung von rund 6,26 Millionen Euro. Geschätzt.
Damit haben die Harzer Kommunen durch diese Politik riesige Summen verloren, während die Forsten trotz oder aufgrund der Borkenkäferschäden zum Teil noch riesige Gewinne erzielt haben.

Die Feuerwehren im gesamten Harz haben seit 2022 eine historische Modernisierungsoffensive erfahren. Die Gesamtkosten für neue Gebäude und Ausrüstung gehen in die zweistelligen Millionenbeträge, da die Investitionen von den verschiedenen Bundesländern (Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Thüringen) und Kommunen getrennt gestemmt werden.Basierend auf den offiziellen Haushaltsplänen, Landesförderungen und Großprojekten lässt sich das Gesamtvolumen der Modernisierungswelle von 2022 bis 2026 sehr präzise schätzen. Die Gesamtsumme im gesamten Harz bewegt sich im Bereich von 75 bis 95 Millionen Euro.

Falls es noch Fragen geben sollte, wie man den Harz vor die Wand gefahren hat, sollten diese eventuell gestellt werden. Am besten zunächst einzeln und anschließend auch wieder zusammenhängend.

https://www.youtube.com/watch?v=Uxum7cFLwlI&t=229s 
Wenn die Mafia Feuer legt

Bürgerreporter:in:

Claudio Baglioni

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