Rechtsextremismus
Aktionsbündnis „Widersetzen“ will Gründung des AfD-Jugendverbandes in Gießen blockieren
- gesehen auf einer Demo
- hochgeladen von Bea S.
Das bundesweite Aktionsbündnis „Widersetzen“ will die für den 29. und 30. November angekündigte Gründung eines neuen AfD-Jugendverbandes in Gießen verhindern oder verzögern. Dazu plant das Bündnis eine große Protestaktion rund um die Hessenhallen, bei der Zehntausende Menschen eine menschliche Absperrung bilden sollen.
Hintergrund: Die bisherige Jugendgruppe, die Junge Alternative (JA), war ein eigenständiger Verein, den der Verfassungsschutz als »gesichert rechtsextremistisch« eingestuft hatte – ebenso wie mittlerweile auch die AfD selbst. Die JA löste sich im März auf, nachdem die AfD auf einem Parteitag beschlossen hatte, sich von ihr zu distanzieren. Ein möglicher Grund dafür war das drohende Verbot des Vereins.
Die neue Jugendorganisation soll enger an die Partei angebunden sein; eine Mitgliedschaft in der AfD wird verpflichtend. Politische Beobachter bezweifeln jedoch, dass sich der neue Verband moderater präsentieren wird – unter anderem wegen der vermuteten Personalien und dem weiterhin spürbaren Einfluss des offiziell aufgelösten, rechtsextremen »Flügels« innerhalb der Partei.
Laut Bündnis-Sprecherin Laura Wolf wolle die AfD mit der Neugründung die JA quasi wiederbeleben. Die Proteste sollen friedlich, vielfältig und familienfreundlich sein – mit Blockaden, Demonstrationen und einer Kulturkundgebung in der Innenstadt. Einzelhändler sorgen sich um Umsatzeinbußen, doch für Wolf ist klar: „Der einzige Grund, besorgt zu sein, ist die AfD.“
https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/afd-blockade-mit-ansage-93968160.html
Bürgerreporter:in:Bea S. aus Gießen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.