Tierwelt
Guanako
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Ein Revierkampf der Guanakos ist ein Kräftemessen zwischen Männchen, bei dem der Sieger Zugang zu einem guten Lebensraum und besseren Fortpflanzungschancen erhält.
Ein geschlechtsreifes Männchen versucht, ein eigenes Gebiet zu übernehmen. Dort kann es eine Familiengruppe mit Weibchen und Jungtieren führen oder ein bestehendes Männchen verdrängen. Rivalen begegnen sich häufig mit Imponierverhalten, Körperhaltung, Annäherung und gegenseitigem Einschätzen. Ziel ist meist, den Gegner zum Rückzug zu bewegen. Wenn keiner nachgibt, kann es zu Stoßen, Beißen und Rangkämpfen kommen. Diese Kämpfe entscheiden, welches Männchen das Gebiet behalten darf. Junge Männchen leben zunächst oft in Gruppen ohne Weibchen. Dort üben sie durch Rangkämpfe die später nötigen sozialen Fähigkeiten, bevor sie versuchen, ein eigenes Revier zu erobern.
Interessant ist, dass das Revier nicht nur wegen der Weibchen verteidigt wird: Untersuchungen zeigen, dass territoriale Männchen auch wichtige Ressourcen wie geeignete Weideflächen schützen. Ein territoriales Männchen verbringt trotzdem den größten Teil seiner Zeit mit Nahrungssuche; aggressive Begegnungen machen nur einen kleineren Teil des Verhaltens aus.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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