Beobachtungen des Alltags
Warum Erdbeeren aus der Schale im Auto schon auf dem Heimweg weniger werden
- hochgeladen von Hildegard Grygierek
Jedes Jahr stehen sie wieder an den Straßenrändern - die Erdbeerstände. Und jedes Jahr nimmt man sich fest vor, die kostbaren roten Früchte unversehrt oder unverzehrt nach Hause zu bringen.
Natürlich kauft man gleich zwei Schalen. Man will ja schließlich vorsorgen ..
Vielleicht für einen Kuchen - vielleicht für den Nachtisch - vielleicht auch einfach nur, weil Erdbeeren nun einmal zur Jahreszeit gehören. Doch zwischen Erdbeerstand und heimischer Küche geschehen merkwürdige Dinge.
An der ersten Ampel greift man vorsichtig zur Schale. Nur eine einzige Erdbeere - rein zur Qualitätskontrolle. Man möchte schließlich wissen, ob sich der Kauf gelohnt hat. Ein paar Kilometer weiter folgt die nächste Probe. Es könnte ja sein, dass die oberen Erdbeeren anders schmecken als die darunterliegenden.
Dann im nächsten Kreisverkehr - man schmeißt noch schnell eine kleine hinterher. Jetzt muss nur überprüft werden, ob die Früchte am Boden der Schale genauso süß sind wie die obenauf.
Und spätestens vor der eigenen Haustür stellt man erstaunt fest, dass Erdbeeren offenbar einer ganz besonderen Naturerscheinung unterliegen. Sie werden auf dem Heimweg weniger.
Bis heute ist es der Natur-Wissenschaft nicht gelungen, dieses Phänomen vollständig zu erklären. Manche vermuten Temperaturschwankungen. Andere sprechen von spontaner Verdunstung. Wieder andere halten es für ein unerforschtes Gesetz der Erdbeersaison.
Fest steht nur eines: Keine Erdbeere schmeckt so gut wie die erste direkt nach dem Kauf.
Und wenn am Ende ein paar Früchte fehlen, dann war das keine Nascherei - es war reine Forschung. Und die muss schließlich gewissenhaft durchgeführt werden.
Bürgerreporter:in:Hildegard Grygierek aus Essen |
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