Trockenheit
Und was wäre, wenn die Talsperren in NRW alle gleichzeitig plötzlich leer würden?
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Dann wäre das Szenario deutlich dramatischer. Man könnte sich NRW ungefähr so vorstellen:
Tag 1–3:
Die meisten Menschen würden vermutlich zunächst kaum etwas bemerken. Die Wasserversorgung besitzt Speicher und Verbundsysteme.
Nach einigen Tagen/Wochen:
Wasserwerke, Landwirtschaft und Industrie müssten stärker auf alternative Quellen zurückgreifen. Je nach Region könnten erste Einschränkungen auftreten.
Nach mehreren Wochen ohne ausreichenden Regen:
Die Flüsse würden zunehmend Niedrigwasser führen. Trinkwasserversorger müssten Maßnahmen ergreifen und den Verbrauch möglicherweise begrenzen.
Nach Monaten:
Bei gleichzeitig anhaltender Dürre wäre es eine ernsthafte Versorgungskrise. Besonders Regionen, die stark von Talsperren abhängig sind, wären betroffen.
Kommt dagegen direkt ein extremes Regenereignis:
Dann wäre die Situation kurioserweise zunächst umgekehrt: Die leeren Talsperren hätten sehr viel freien Speicherraum und könnten große Wassermengen aufnehmen. Das würde den Hochwasserschutz teilweise sogar verbessern, sofern die betreffende Talsperre dafür ausgelegt und entsprechend betrieben wird. Talsperren sind allerdings nicht beliebig große Hochwasserschutzbecken.
Bemerkung zu den Fotos: Ende November 2017 wurde das Wasser des Stausees der Glöretalsperre bei Breckerfeld abgelassen. Die Bilder zeigen den Leerstand im Juli 2018.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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