Ist die CDU nur noch eine Anti-AfD-Partei?
Boris Rhein will Richtungswechsel der CDU hin zu "Back to the roots" und ist gegen eine Ausgrenzung der AfD
- Foto: KI-generierte Fotomontage
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In einem Interview im "Stern" hat sich Boris Rhein zur zukünftigen strategischen Ausrichtung der CDU geäußert.
Er trifft mit seinen Äußerungen den Nerv der CDU wie kaum ein anderer: Die Partei hat sich derart in ihrer Anti-AfD-Hysterie verrannt, dass sie völlig vergessen hat, wofür sie eigentlich selbst steht. Eine Partei, die nur noch weiß, was sie nicht ist, aber nicht mehr, was sie sein will, ist auf dem Weg zur Bedeutungslosigkeit.
Rheins Ruf nach einer konservativeren CDU ist eine Kampfansage an die eigene Parteispitze. Er erinnert an Kohl, Dregger, Strauß, an eine Zeit, in der die Union konservative Positionen nicht als Makel, sondern als Stärke begriff. Seine Warnung könnte kaum deutlicher sein: Wer sein eigenes Profil weiter verwässert, der kapituliert nicht nur vor der AfD, der räumt ihr kampflos jene Felder, auf denen die CDU einst zu Hause war.
Auch beim Umgang mit der AfD bricht Rhein mit einem Teil des bisherigen CDU-Kurses. Er will der Partei parlamentarische Rechte entsprechend ihrer Stärke zugestehen, lehnt ein Verbotsverfahren ab und setzt stattdessen auf politische Auseinandersetzung mit klaren Grenzen. Das ist vor allem eine Absage an die Vorstellung, man könne die Konkurrenz dauerhaft durch Abgrenzung kleinhalten..
Rhein stellt die CDU vor eine unbequeme Wahrheit: Macht sie noch Politik aus eigener Kraft, oder bestimmt die AfD längst die Agenda? Wer konservative Positionen aus Angst verschweigt, verliert nicht nur Wähler. Er verliert sich selbst.
mithilfe der KI sprachlich geglättet
Bürgerreporter:in:Mitgliedsname H.-H. B. aus Essen |
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