Unterwegs
Rom
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Agrippa hatte auf dem Marsfeld seine berühmten Thermen des Agrippa errichten lassen. Das Aquädukt lieferte Wasser dorthin und versorgte gleichzeitig weitere Bereiche der Stadt Rom. Historische Rekonstruktionen gehen davon aus, dass die Aqua Virgo mehrere Stadtregionen mit Wasser versorgte.
Der römische Schriftsteller Frontinus berichtet eine Geschichte über die Entdeckung der Quelle:
Römische Soldaten suchten nach einer neuen Wasserquelle. Ein junges Mädchen soll ihnen eine Stelle gezeigt haben, an der klares Wasser aus dem Boden trat. Die Römer fanden dort tatsächlich die Quelle und nannten das Wasser Aqua Virgo, also „Jungfrauenwasser“. Diese Geschichte ist später sogar im Trevi-Brunnen dargestellt. Wenn du vor dem Trevi stehst, kannst du ein Relief sehen, auf dem die Jungfrau den Soldaten die Quelle zeigt. Daneben ist Agrippa dargestellt, der den Bau des Aquädukts anordnet.
Das Wasser musste kontinuierlich bergab fließen. Deshalb wurde die Trasse so angelegt, dass das Gefälle möglichst gleichmäßig blieb. Die Aqua Virgo verlief:
Quelle bei Salone → Via Collatina → nordöstliches Rom → Villa Ada/Villa Borghese → Pincio → Piazza di Spagna → Trevi → Marsfeld/Pantheon-Gegend Ein großer Teil davon befindet sich bis heute unter der Erde.
Der Trevi-Brunnen markiert den Endpunkt der antiken Aqua Virgo. Der Trevi-Brunnen sieht aus wie ein riesiges Kunstwerk, aber dahinter befindet sich eine moderne technische Anlage. Bei einer Führung hinter den Kulissen wurden die Wasserkammern des Trevi gezeigt. Dort sorgen unter anderem Pumpen dafür, dass ungefähr 126 Liter Wasser pro Sekunde im Kreislauf des Brunnens bewegt werden. Ein Teil der Technik befindet sich direkt hinter der monumentalen Fassade.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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