Städtetour
L wie Ciao da Lecce, la città che brilla!
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Ein Tag in Lecce fühlt sich an wie ein Spaziergang durch ein sonnendurchflutetes Barocktheater, warm, golden, ein bisschen übertrieben schön. Hier ist ein möglicher Rundgang, der euch die Stadt wirklich spüren lässt.
Startet euren Spaziergang auf der Piazza Sant’Oronzo, dem lebendigen Herzen der Stadt. Der Platz ist ein Mix aus Epochen: römisches Amphitheater, mittelalterliche Säulen, moderne Cafés.
Holt euch einen caffè leccese, Espresso mit Eis und Mandelmilch und beobachtet das Treiben. Lecce wacht langsam auf, aber immer mit Stil.
Geht dann Richtung Basilica di Santa Croce.
Sie ist das barocke Aushängeschild der Stadt: Engel, Tiere, Ornamente, alles so fein gearbeitet, dass man minutenlang davor stehen bleibt. Innen wirkt sie überraschend ruhig, ein schöner Kontrast zur Fassade.
Später Vormittag: Durch die Altstadt schlendern
Von hier aus treiben lassen. Lecce ist perfekt dafür.
Die Gassen sind schmal, hell, und überall findet ihr kleine Werkstätten, die mit Pietra Leccese, dem weichen, warmen Sandstein, arbeiten.
Highlights auf dem Weg:
Porta Napoli – ein triumphbogenartiges Stadttor
Obelisco – ein eleganter Orientierungspunkt
Universitätsviertel – jung, entspannt, voller Bars und Buchläden
Mittag: Salento auf dem Teller
Sucht euch eine Trattoria in der Nähe der Piazza del Duomo.
Typische Gerichte, die ihr probieren solltet:
Orecchiette alle cime di rapa
Ciceri e tria (Kichererbsen mit frittierten Nudeln)
Rustico leccese (Blätterteig mit Tomate und Mozzarella – perfekt für zwischendurch)
Danach lohnt sich ein kurzer Besuch im Duomo selbst. Der Platz wirkt wie eine Bühne, komplett umschlossen von barocken Fassaden. Einer der schönsten Plätze Süditaliens.
Nachmittag: Ruhe und Handwerk
Geht weiter zur Villa Comunale, dem Stadtpark.
Schattige Wege, Palmen, Springbrunnen – ideal für eine Pause.
Wenn ihr Lust auf Kultur habt:
Museo Faggiano – ein Haus, unter dem zufällig 2000 Jahre Geschichte entdeckt wurden
Castello Carlo V – mächtig, kühl, beeindruckend
Oder ihr besucht eine der vielen Papiermaché-Werkstätten. Lecce ist berühmt dafür, und die Künstler lassen sich oft gern über die Schulter schauen.
Abend: Golden Hour in Lecce
Zurück in die Altstadt, wenn das Licht warm wird und der Stein zu glühen scheint.
Setzt euch auf die Piazza Sant’Oronzo oder in eine Bar in den Seitengassen.
Ein Spritz al limone oder ein Glas Primitivo passt perfekt.
Zum Abschluss ein Gelato – vielleicht Pistazie oder Mandorla – und ein letzter Spaziergang durch die ruhigen Gassen. Lecce ist nachts fast noch schöner als am Tag.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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