Unterwegs
Kopenhagen
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Middelgrundsfortet ist eine bemerkenswerte ehemalige Seefestung im Øresund vor Kopenhagen. Heute trägt die Anlage den Namen **Ungdomsøen („Jugendinsel“) ** und wird vor allem für Jugend-, Bildungs- und Gemeinschaftsprojekte genutzt.
Middelgrundsfortet liegt auf einer künstlich aufgeschütteten Insel im Øresund, ungefähr zwischen Kopenhagen und Malmö, auf dem flachen Riff Middelgrunden. Die Insel wurde in den Jahren 1890–1894 unter König Christian IX. als Teil der modernen Befestigung Kopenhagens errichtet.
Das Bauwerk ist außergewöhnlich groß: Das gesamte Areal umfasst einschließlich der Wellenbrecher etwa 70.000 m². Unter der Anlage befinden sich rund 2,5 km Gänge auf drei Ebenen. Zum Zeitpunkt ihrer Errichtung galt sie als vermutlich größte künstliche, nicht mit dem Festland verbundene Insel der Welt.
Nach dem Abzug des Militärs wurde die Insel zeitweise als Flüchtlings- bzw. Asylzentrum genutzt. 1988 wurde sie für die Öffentlichkeit geöffnet. Ab 2002 befand sie sich in privater Hand und wurde zeitweise als Hotel-, Restaurant- und Konferenzanlage betrieben.
2015 übernahm die Middelgrundsfonden, hinter der unter anderem die dänische Pfadfinderbewegung steht, die Insel. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde sie 2019 als Ungdomsøen neu eröffnet.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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