Als Abgeordneter stets nah am Bürger
Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) zu Gast beim Business Netzwerk Lechfeld.
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Stephan Stracke im Lechfeld: 100 Milliarden-Hilfe für klamme Kommunen und der „Bauturbo“ kommt
Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) war zu Gast beim Business Netzwerk Lechfeld. Im Gespräch beleuchtete er die wichtigsten Themen seiner Arbeit in Berlin und deren direkten Auswirkungen auf die Gemeinden im Lechfeld – von der Finanzkrise vor Ort bis zur dringend benötigten Bauwende.
Das Business Netzwerk Lechfeld hatte kürzlich die Gelegenheit, mit Stephan Stracke, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Ostallgäu (der nun auch Teile des Landkreises Augsburg umfasst), über die aktuellen Herausforderungen der Region zu sprechen. Stracke, der in Berlin als stellvertretender Fraktionsvorsitzender für die wichtigen Bereiche Wohnen und Verkehr zuständig ist, stellte klar: Das Lechfeld sei für ihn „nicht austauschbar, ganz im Gegenteil“.
Kommunalfinanzen unter Druck: Hilfe aus dem Sondervermögen
Als größte aktuelle Sorge der lokalen Bürgermeister und Gemeinderäte nannte Stracke die dramatisch angespannten Kommunalfinanzen, die nach „drei Jahren Rezession“ überall spürbar seien.
Hier stellte der Bundespolitiker konkrete Hilfe in Aussicht: Der Bund plant, 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen zur Verfügung zu stellen, um Länder und Kommunen bei ihren Aufgaben zu entlasten. Stracke betonte, dass es darauf ankomme, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass es den Bürgern und den Kommunen besser gehe.
Das Geld wird zunächst nach dem Königssteiner Schlüssel an Bayern verteilt, woraufhin das Land entscheiden muss, welchen Anteil die Kommunen erhalten. Dennoch sei es ein entscheidender Baustein, um die Handlungsfähigkeit vor Ort zu sichern.
Der „Bauturbo“ soll Wohnen einfacher und bezahlbarer machen
Ein Hauptfokus seiner Arbeit liegt auf der Gesetzgebung im Bereich Bauen. Angesichts explodierender Kosten müsse dringend für bezahlbaren Wohnraum gesorgt werden. Stracke setzt dabei auf zwei zentrale Reformen:
Der „Bauturbo“: Dieses Gesetz soll es Gemeinden erleichtern, einzelne Bauvorhaben schneller zu realisieren, ohne langwierige Änderungen am Flächennutzungsplan oder aufwendige Bebauungspläne durchlaufen zu müssen.
Abweichung von Standards: Projekte wie der „Gebäudetyp E“ sollen es ermöglichen, bewusst von teuren Baustandards abzuweichen, um das Bauen wieder schneller, einfacher und bezahlbarer zu machen.
Der Abgeordnete zeigte sich hoffnungsvoll, dass die notwendigen Reformen im Bauwesen „in diesem Jahr oder spätestens Anfang nächsten Jahres“ (Anm. d. Red.: bezogen auf das Interviewjahr 2025) Realität werden.
Klimaschutz muss bezahlbar sein
Auch beim Klimaschutz forderte Stracke Realismus und bezifferte konkrete Entlastungen. Durch die Absenkung der Übertragungsnetzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage sei für einen Vierpersonenhaushalt eine Entlastung von bis zu 150 Euro im Jahr möglich. Gleichzeitig rief er die Bürger zur Eigeninitiative auf, etwa bei der Wärmeversorgung des Hauses auf erneuerbare Energien zu setzen.
Dringender Appell zur Kommunalwahl
Stracke bekräftigte, als direkt gewählter Abgeordneter stets nah am Bürger zu sein, sei es bei Bürgersprechstunden (zuletzt in Untermeitingen) oder über die sozialen Netzwerke. Die Probleme und Anliegen der Bürger nehme er als „Laufzettel“ mit nach Berlin.
Seinen Besuch nutzte er für einen dringenden Appell an die Einwohner des Lechfelds mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen in Bayern:
„Bitte engagiert euch, macht weiter und gestaltet die Politik vor Ort mit! [...] Die Kommunalwahl ist eigentlich die Königsdisziplin.“
Für Besucher der Region hatte er einen einfachen Tipp: Am besten mit dem Fahrrad durch das Lechfeld fahren und sich in den einzelnen Gemeinden umsehen, um die „tolle Aufenthaltsqualität“ und die Besonderheiten der einzigartigen Region kennenzulernen.
Zum Interview: https://youtu.be/6S4K2CJDKog
Bürgerreporter:in:Wolfgang Weiss aus Untermeitingen |
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