Im alten Bücherbasar in Istanbul
Bücherbasar “Sahaflar Çarşısı"
- hochgeladen von Kocaman (Ali)
Der Bücherbasar in Istanbul, auch bekannt als Sahaflar Çarşısı, befindet sich in Beyazit, zwischen dem Großen Basars und der Beyazit-Moschee.
Es ist ein historischer Markt, der für seine große Auswahl an gebrauchten Büchern und antiquarischen Schätzen bekannt ist.
Der Markt hat eine lange Geschichte und soll bereits zur byzantinischen Zeit ein Ort für den Verkauf von Büchern und Papier gewesen sein.
Der Sahaflar Çarşısı ist ein beliebter Treffpunkt für Buchliebhaber und Intellektuelle.
Hier kann man nicht nur nach Büchern suchen, sondern auch in die Atmosphäre vergangener Zeiten eintauchen.
Der Markt bietet eine vielfältige Auswahl, von alten Manuskripten bis hin zu moderner türkischer Literatur und internationalen Werken.
Auch religiöse Bücher, Fachliteratur und historische Karten sind hier zu finden.
Des weiteren werden Postkarten, alte Briefmarken und Münzen, Kopien osmanischer Miniaturen und mit Koransprüchen verzierte Schilder verkauft.
Bereits im Byzantinischen Reich soll hier ein Büchermarkt gewesen sein, zu osmanischer Zeit wurden zunächst lange Zeit nur Handschriften, ab 1729 auch gedruckte Bücher verkauft.
Der Bücherbasar ist ein lebendiger Ort, an dem man die Geschichte Istanbuls spüren kann.
Er ist ein Muss für jeden, der sich für Bücher, Geschichte und Kultur interessiert.
Da die Türken die Katzen lieben, sitzen und liegen sie überall sogar auf den Büchern.
Auf dem historischen und lebendigen Basar gibt es große Auswahl an alten Büchern, Antiquitäten und historischen Schätzen.
Hier ist auch die Büste vom İbrahim Müteferrika (zwischen 1674 in Kolozsvár † 1745) war ein osmanischer Gelehrter und Diplomat ungarischer Herkunft.
1726 beantragte er die Errichtung einer Druckerei und erhielt 1727 von Sultan Ahmet III. die Erlaubnis zum Betrieb einer Druckerpresse zur Erzeugung nichtreligiöser Druckwerke.
1729 nahm er die erste osmanische Druckerpresse in arabischer Schrift in Betrieb.
Zuvor hatte es im Osmanischen Reich nur hebräische und armenische Druckereien gegeben.
Das erste gedruckte Werk war Vânkulı Lügatı, ein arabisch-türkisches Wörterbuch.
Müteferrika druckte sowohl seine eigenen Werke als auch Übersetzungen wissenschaftlicher und historischer Werke aus dem Lateinischen.
Ein weiteres wichtiges Druckwerk war der Cihân-nümâ, ein Weltatlas von Kâtib Çelebi.
In lateinischer Schrift druckte er eine französischsprachige Grammatik der türkischen Sprache.
Bis 1742 gab Müteferrikas Druckerei insgesamt siebzehn Werke mit einer durchschnittlichen Auflage von 500 bis 1000 Stücke heraus.
Sein ungarischer Name ist nicht bekannt.
Wie er an den osmanischen Hof gelangte, ist auch unklar.
Text: Wikipedia
Immer wenn ich in Istanbul bin muss ich am historischen Büchermarkt vorbeischauen.
Bürgerreporter:in:Kocaman (Ali) aus Donauwörth |
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