FREIE WÄHLER-Fraktion
Bayern braucht Bund als zuverlässigen Partner im Naturschutz // Jakob: Kürzungen gefährden erfolgreichen kooperativen Naturschutz
- Foto: (c) Katrin Zagel
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München. Landschaftspflegeverbände sind bedeutende Partner für den Naturschutz in Bayern. Sie sind eine bayerische Erfindung und haben sich inzwischen als bundesweites Erfolgsmodell etabliert. Gemeinsam mit den Kommunen leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaften. Doch die wertvolle Arbeit dieser Verbände ist akut bedroht. Die neue Bundesregierung zeigt bislang keine Bereitschaft, die massiven Kürzungen der Ampelregierung im Bereich Naturschutz zurückzunehmen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat sich deshalb in einem Brief mit klaren Forderungen an Bundesumweltminister Christian Schneider und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gewandt.
Dazu Marina Jakob, umweltpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion: „Wir FREIE WÄHLER unterstützen das Anliegen von Minister Glauber ausdrücklich. Die Kürzungen des Bundes haben massive Auswirkungen auf den ländlichen Raum. Der kooperative Naturschutz, der Landwirtschaft, Kommunen und Naturschutz vereint, ist gefährdet. Die wegfallenden Bundesmittel kann der Freistaat nicht dauerhaft kompensieren. Deshalb muss der Bund wieder mehr Geld in den Naturschutz investieren – sonst wird sich die Kulturlandschaft in Bayern, wie wir sie kennen und schätzen, zu unserem Nachteil verändern.“
Hintergrund der Kritik sind die Einschnitte des Bundes bei der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Diese haben dazu geführt, dass dem Freistaat seit 2024 ein zweistelliger Millionenbetrag für Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes und der Landschaftspflege fehlt.
Jakob weiter: „Wenn sich der Bund zurückzieht, fehlt das Geld für einen starken kooperativen Naturschutz in Bayern. Sehr erfolgreiche Programme, die dem bayerischen Grundsatz ‚Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht‘ folgen, können vom Freistaat nicht mehr in gewohntem Umfang finanziert werden. Wir brauchen dazu den Bund als verlässlichen Partner. Wir setzen darauf, dass sich auch unsere Landschaftspflegeverbände in Berlin für diese Haltung stark machen.“
Bürgerreporter:in:Marina Jakob, MdL |
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