Giftiges Gemüse, aber trotzdem gesund
Die Giftpflanze des Jahres 2026 - die Gartenbohne
- hochgeladen von Barbara Steffens
Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) ist die Giftpflanze des Jahres 2026. Sie wurde vom Botanischen Sondergarten Wandsbek in Hamburg ausgezeichnet, da rohe Bohnen das giftige Eiweiß Phasin enthalten, das zu Verklumpungen im Blut führen kann.
Aus diesem Grund ist die Gartenbohne giftig:
Die rohen Hülsen und Samen der Gartenbohne, also eben jene, die später auf dem Teller landen, enthalten Phasin, ein Lektin-Gemisch, bei dem es sich um eine Eiweiß-Kohlenhydrat-Verbindung handelt. Phasin lässt die roten Blutkörperchen verklumpen und kann bei großer Menge auch zum Tod führen. Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall treten meist 2–3 Stunden nach dem Verzehr auf.
Die frischen Bohnen müssen etwa 15 Minuten gekocht werden,
dann wird das Gift unschädlich und es wird zu einem wertvollen,
vitaminreichen und gesunden Gemüse.
Ausnahme: Dosenbohnen müssen nur erwärmt werden
Auch Tiefkühlbohnen müssen nicht lange gekocht werden, da sie schon
blanchiert wurden. Sie kommen gleich gefroren ins kochende Wasser
und brauchen etwa 5 bis 10 Minuten, bis sie gar sind.
Diese Hülsenfrüchte dürfen ebenfalls nicht roh verzehrt werden:
Alle Bohnenarten: Ob grüne Gartenbohnen, Buschbohnen, Kidneybohnen, weiße Bohnen oder Feuerbohnen – sie besitzen viel Phasin und müssen mindestens 10 bis 15 Minuten gekocht werden. [1]
Kichererbsen: Enthalten ebenfalls Giftstoffe und müssen vor dem Verzehr gründlich eingeweicht und gekocht werden.
Linsen: Roh ungenießbar und giftig, müssen durcherhitzt werden (rote und geschälte Linsen garen recht schnell).
Sojabohnen: Dürfen niemals roh verzehrt werden, da sie hochgradig giftige Inhaltsstoffe und Verdauungshemmer besitzen
Bürgerreporter:in:Barbara Steffens aus Bochum |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.