Gabriele Krone- Schmalz
Von der Dreistigkeit, Fakten zu verdrehen (3/3)

Drei Russland- Freundinnen

Gabriele Krone- Schmalz, Zaklin Nastic, Sahra Wagenknecht (v.l.n.r.) | Foto: Wikipedia CC BY- SA 4.0
  • Drei Russland- Freundinnen

    Gabriele Krone- Schmalz, Zaklin Nastic, Sahra Wagenknecht (v.l.n.r.)
  • Foto: Wikipedia CC BY- SA 4.0
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Am 02. Juni 2026 veranstaltete die mennonitische Gemeinde in Hamburg ein Forum in der Mennonitenkirche Hamburg- Altona mit Gabriele Krone- Schmalz als Gastrednerin.

Das Forum fand unter dem Titel

"Kriegstüchtig oder friedensfähig
Eine Orientierungssuche"

statt.

Wer sich diese Rede anhören bzw. anschauen möchte, kann das hier tun.

Ich habe mir drei Stellen aus der Rede von Frau Krone- Schmalz herausgesucht, die ich- jeweils einzeln- in drei Beiträgen beleuchten werde.

Teil 1 findet sich hier
Teil 2 findet sich hier

Die dritte und letzte Textstelle lautet wie folgt:

Als wir im vergangenen Herbst erneut über die hohen Industriestrompreise diskutierten – die unserem Wirtschaftsstandort buchstäblich die Luft zum Atmen nehmen –, wies ein Politiker fast entschuldigend darauf hin, dass diese Situation durch den russischen Angriffskrieg "ausgelöst" worden sei – so, als handele es sich um einen Umstand, für den man weder zur Verantwortung gezogen werden könne noch irgendetwas dagegen zu tun vermöge.

Es war nicht Russland, das unsere Gasversorgung kappte oder aufgrund des Krieges nicht mehr in der Lage war, uns mit Gas zu beliefern. Nein, wir haben selbst darauf verzichtet, russisches Gas zu beziehen, um nicht dazu beizutragen, die russische Kriegsmaschinerie – die bis heute weiterläuft – am Laufen zu halten.

Es wurde also keineswegs etwas „ausgelöst“; es war eine bewusste Entscheidung – und diejenigen, die diese Entscheidung getroffen haben, müssen auch die volle Verantwortung für die daraus resultierenden Folgen übernehmen.

Selbstbewusste, gut informierte und verantwortungsbewusste Bürger sollten auf so etwas nicht hereinfallen.

Wer hat wem das Gas abgedreht?

Krone-Schmalz behauptet: „Es war nicht Russland, das unsere Gasversorgung kappte [...] Nein, wir haben selbst darauf verzichtet...“

Das ist historisch und faktisch falsch!

Der Ablauf im Jahr 2022: Deutschland hat im Jahr 2022 zu keinem Zeitpunkt den Import von russischem Pipeline-Gas boykottiert oder sanktioniert. Vielmehr war es der russische Staatskonzern Gazprom, der ab Juni 2022 die Lieferungen durch die wichtigste Pipeline Nord Stream 1 schrittweise drosselte.

Die Begründung: Russland schob technische Probleme und eine angeblich fehlende Siemens-Turbine vor. Der Hersteller Siemens und die Bundesregierung widersprachen dem vehement und stuften das Vorgehen als politisch motivierte Erpressung ein.

Die Bundesregierung und der Hersteller Siemens Energy unternahmen damals enorme Anstrengungen, um die angebliche technische Blockade zu lösen und diese Erpressung deutlich zu machen:

Die diplomatische Intervention: Eine für die Kompressorstation in Portowaja wichtige Gasturbine wurde turnusmäßig im Siemens-Werk in Montreal (Kanada) gewartet. Wegen der kanadischen Russland-Sanktionen durfte sie danach nicht mehr zurückgegeben werden.

Der deutsche Vorstoß: Um Gazprom das Scheinargument für die Drosselung zu nehmen, bat die Bundesregierung (unter Kanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habeck) die kanadische Regierung ausdrücklich um eine Sondergenehmigung. Kanada stimmte schließlich zu und flog die Turbine im Juli 2022 nach Deutschland aus.

Der "Turbinen-Bluff" in Mülheim an der Ruhr: Die Turbine kam Mitte Juli 2022 in Deutschland an und wurde zu Siemens Energy nach Mülheim an der Ruhr transportiert. Von dort sollte sie auf dem Landweg weiter nach Russland gebracht werden.

Die Verweigerung durch Russland: Gazprom schob fortan bürokratische Gründe vor. Der Staatskonzern forderte Dokumente an, die angeblich belegen sollten, dass die Turbine nicht unter Sanktionen falle, und verweigerte die Ausstellung der nötigen russischen Zolldokumente. Die Turbine stand komplett abholbereit und voll funktionsfähig in Deutschland.

Das berühmte Fotomotiv:
Am 3. August 2022 reiste Bundeskanzler Olaf Scholz persönlich nach Mülheim an der Ruhr und und stellte sich demonstrativ vor die Gasturbine.. Er erklärte vor laufenden Kameras, dass die Turbine absolut betriebsbereit sei und Russland sie lediglich abrufen müsse. „Sie ist da, sie ist bereit, es muss nur jemand sagen: Bitte liefern“, so Scholz damals.

Warum das für die Bewertung wichtig ist:
Gazprom reduzierte den Gasfluss durch Nord Stream 1 im Juni auf 40 % und im Juli weiter auf nur noch 20 %, stets mit dem Verweis auf die fehlende Turbine. Als Deutschland und Kanada diese Turbine mit hohem politischen Aufwand lieferten und Russland sie absichtlich im Lager in Mülheim stehen ließ, entlarvte sich die technische Begründung Moskaus als reiner Vorwand.

Das unterstreicht noch einmal das Fazit: Es war eine bewusste Entscheidung Russlands, kein Gas mehr zu liefern, und nicht etwa ein Verzicht der Bundesregierung.

Der finale Stopp: Am 31. August 2022 stellte Gazprom den Gasfluss durch Nord Stream 1 komplett ein. Erst einen Monat danach, Ende September 2022, wurden die Pipelines durch Sabotageakte im Meer zerstört.

Fazit: Russland hat die Gaslieferungen nach Deutschland als politische Waffe schrittweise eingestellt, um den Westen im Zuge der Ukraine-Sanktionen unter Druck zu setzen.

Hier verzerrt Frau Krone- Schmalz keine Fakten. Sie lügt ganz einfach.

Wie sagte sie noch gleich?

"Selbstbewusste, gut informierte und verantwortungsbewusste Bürger sollten auf so etwas nicht hereinfallen."

Das kann bei MyHeimat jetzt auf keinen Fall mehr passieren, stimmt's?

Bürgerreporter:in:

Peter Gross aus Bochum

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