Gabriele Krone- Schmalz
Von der Dreistigkeit, Fakten zu verdrehen (1/3)
- Drei Russland- Freundinnen
Gabriele Krone- Schmalz, Zaklin Nastic und Sahra Wagenknecht (v.l.n.r.) - Foto: Wikipedia, CC BY- SA 4.0
- hochgeladen von Peter Gross
Am 02. Juni 2026 veranstaltete die mennonitische Gemeinde in Hamburg ein Forum in der Mennonitenkirche Hamburg- Altona mit Gabriele Krone- Schmalz als Gastrednerin.
Das Forum fand unter dem Titel
"Kriegstüchtig oder friedensfähig?
Eine Orientierungssuche"
statt.
Wer sich diese Rede anhören bzw. anschauen möchte, kann das hier tun.
Ich habe mir drei Stellen aus der Rede von Frau Krone- Schmalz herausgesucht, die ich- jeweils einzeln- in drei Beiträgen beleuchten werde.
Die erste Textstelle lautet wie folgt:
Kommen wir zur historischen Verzerrung. Es stimmt zwar, dass der Krieg in der Ukraine nicht erst 2022, sondern bereits 2014 begann. Er wurde jedoch nicht – wie heute immer wieder fälschlicherweise sowohl in politischen Äußerungen als auch in der Medienberichterstattung behauptet wird – durch einen russischen Angriff ausgelöst, sondern durch die sogenannte „Anti-Terror-Operation“ Kiews gegen Gebiete im Osten der Ukraine, namentlich Donezk und Luhansk – was in Wirklichkeit nichts anderes als ein Krieg war. Man sollte hier Ursache und Wirkung nicht verwechseln.
Das sollte man in der Tat nicht. Besonders dann nicht, wenn man es selbst praktiziert, wir hier Frau Krone- Schmalz.
Die von Frau Krone- Schmalz zitierte Behauptung entspricht nicht dem historischen und völkerrechtlichen Konsens, wie er von internationalen Organisationen, Historikern und der Berichterstattung dokumentiert wird. Sie vertritt ein Narrativ, das die russische Beteiligung ausblendet und Ursache und Wirkung vertauscht.
Die geschichtliche Chronologie des Jahres 2014 verdeutlicht die tatsächlichen Abläufe:
1. Die völkerrechtswidrige Annexion der Krim (Februar/März 2014)
Bevor im Donbas überhaupt gekämpft wurde, besetzten als „grüne Männchen“ bekannte russische Soldaten ohne Hoheitsabzeichen ab Ende Februar 2014 die ukrainische Halbinsel Krim. Am 18. März 2014 annektierte Russland die Krim völkerrechtswidrig. Damit ging der erste direkte militärische Übergriff eindeutig von der Russischen Föderation aus.
2. Die Destabilisierung des Donbas und die Rolle Igor Girkins (April 2014)
Im April 2014 eskalierte die Situation im Osten der Ukraine. Die Behauptung, Kiew habe grundlos eine „Anti-Terror-Operation“ gestartet, ignoriert den Auslöser:
Am 12. April 2014 besetzte eine schwer bewaffnete, aus der Krim eingereiste paramilitärische Gruppe unter Führung des russischen Ex-Geheimdienstmitarbeiters Igor Girkin (Strelkow) die strategisch wichtigen Städte Slowjansk und Kramatorsk im Donbas.
Girkin selbst erklärte später in Interviews (u. a. in der russischen Zeitung Zavtra), dass er „den Auslöser zum Krieg gedrückt“ habe und die Rebellion ohne seine Einheit schnell in sich zusammengefallen wäre.
3. Der Start der „Anti-Terror-Operation“ (ATO) als Reaktion
Erst nach der gewaltsamen Besetzung von Regierungsgebäuden, Polizeistationen und dem Abschneiden ganzer Regionen durch bewaffnete Gruppen rief die ukrainische Übergangsregierung am 14. April 2014 die militärische „Anti-Terror-Operation“ (ATO) aus. Aus Sicht des Völkerrechts und des ukrainischen Verfassungsrechts handelte es sich dabei um den Versuch, das staatliche Gewaltmonopol gegen bewaffnete, vom Ausland unterstützte Separatisten und Freischärler wiederherzustellen.
4. Der verdeckte reguläre Einmarsch Russlands (August 2014)
Als die ukrainische Armee im Sommer 2014 im Zuge der ATO die Separatisten erfolgreich zurückdrängte und kurz vor dem Sieg stand, griff die russische Armee im August 2014 massiv und direkt mit regulären Truppenverbänden (unter anderem in der Schlacht um Illowajsk) in die Kämpfe ein, um den Zusammenbruch der selbsternannten „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk zu verhindern.
Frau Krone- Schmalz vertauscht Ursache und Wirkung. Die ukrainische ATO war keine Aggression, sondern eine Reaktion auf die verdeckte militärische Intervention Russlands (Annexion der Krim sowie die Entsendung und Bewaffnung von paramilitärischen Truppen im Donbas).
Frau Krone- Schmalz ist es, die ständig Journalisten dazu ermahnt, korrekt und sachlich zu arbeiten.
Von dieser korrekten und sachlichen Arbeit ist sie selbst hier leider meilenweit entfernt.
Bürgerreporter:in:Peter Gross aus Bochum |
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