Wertachkliniken - Vortrag in Königsbrunn
Es sind nicht immer die Hämorrhoiden – medizinische Möglichkeiten im Analbereich
- Dr. Joanna Eisenbach, Leitende Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Wertachklinik Schwabmünchen, informiert am 19.02.2025 um 19.30 Uhr, im Vortragsraum des Bürgerservicezentrums (BSZ) Königsbrunn, Marktstraße 3a, in einem Vortrag über Erkrankungen im Analbereich
- Foto: Matthias Baumgartner
- hochgeladen von Doris Wiedemann
Proktologen heißen die Mediziner, die sich mit Enddarmerkrankungen auskennen. Und das Hämorrhoidalleiden ist sicherlich die bekannteste Erkrankung in diesem Bereich. Dabei kann es im Analbereich noch zahlreiche andere medizinische Probleme geben, über die man sprechen sollte.
Dr. Joanna Eisenbach, Leitende Oberärztin der Wertachklinik Schwabmünchen, ist Viszeralchirurgin und Proktologin. Sie sagt: „Viele Menschen leiden oft viel zu lang an verschiedenen Symptomen, weil sie sich scheuen, mit ihrem Arzt über Probleme im Analbereich zu sprechen. Dabei gibt es zahlreiche medizinische Möglichkeiten. In vielen Fällen können einfache Maßnahmen eine große Erleichterung bringen.“
Zahlreiche medizinische Möglichkeiten
Grundsätzlich sollten nicht nur die Symptome, sondern die Ursachen behandelt werden. Dazu benötigt man eine genaue Anamnese, also eine Erhebung der Krankengeschichte, und entsprechende Untersuchungen.
Hautveränderungen und Entzündungen am After sowie im Enddarm sind meist gut behandelbar, in einigen Fällen auch in Zusammenarbeit mit einem Dermatologen. Oftmals sehr schmerzhaft, aber trotzdem gut und sogar meist konservativ, also ohne Operation, behandelbar sind Analfissuren und Analvenenthrombosen. Unter Umständen muss jedoch auch einmal notfallmäßig operiert werden, beispielsweise bei einem Analabszess.
Bei dem bereits angesprochenen Hämorrhoidalleiden gibt es unterschiedliche Ausprägungen und verschiedene therapeutische Möglichkeiten. Und bei der Entscheidung für die eine oder andere Behandlung spielen neben dem Befund auch der Leidensdruck und der Wunsch der Betroffenen eine Rolle.
Hausarzt kann häufig helfen
Zu den eher seltenen Erkrankungen zählen der Mastdarmvorfall und die Stuhlentleerungsstörungen. Deutlich häufiger als gedacht leiden Patienten unter einer Stuhlinkontinenz. Leider erfolgt in vielen Fällen der Arztbesuch aus Scham erst sehr spät. Dabei sind die therapeutischen Möglichkeiten ebenso vielfältig wie die Ursachen, und reichen von gezieltem Muskeltraining bis hin zu operativen Verfahren.
Bei bösartigen Tumoren, beispielsweise dem Enddarm- oder dem Mastdarmkrebs, ist die frühzeitige Diagnose besonders wichtig, weil die Erkrankungen dann besser behandelbar sind. Viele Krebsdiagnosen werden jedoch erst sehr spät gestellt, weil die Betroffenen in dem Glauben, es seien nur die Hämorrhoiden, nicht zum Arzt gehen.
Das Wichtigste ist also, dass man bei Beschwerden am After, beispielsweise bei Blutungen, Brennen, Schmerzen und Nässen, zum Arzt geht. Häufig kann der Hausarzt helfen, ansonsten erfolgt eine Überweisung zum Proktologen.
Dr. Eisenbach erklärt in ihrem Vortrag auch die verschiedenen Möglichkeiten, Beschwerden im Analbereich zu vermeiden. Dazu gehören die richtige Stuhlentleerung und die passende Analhygiene.
Es sind nicht immer die Hämorrhoiden - gesundheitliche Probleme und medizinische Möglichkeiten im Analbereich
Referentin: Dr. Joanna Eisenbach, Leitende Oberärztin der Allgemein und Viszeralchirurgie der Wertachklinik Schwabmünchen
am 19.02.2025 um 19.30 Uhr
im Vortragsraum des Bürgerservicezentrums (BSZ) Königsbrunn, Marktstraße 3a
Eintritt frei
Bürgerreporter:in:Doris Wiedemann aus Schwabmünchen |
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