Burger und Schlösser
Über dem Inn thront die Festung Kufstein
- Hoch über dem Inn: Die Festung Kufstein
- hochgeladen von Jens Schade
Auf einem Felsen- rund 90 Meter über dem Fluss Inn – ließen wohl die Bischöfe von Regensburg einst eine Burg errichten. Anno 1205 wurde diese Anlage jedenfalls als bischöfliches „Castrum Caofstein“ erwähnt. Heute ist die Festung das Wahrzeichen der Stadt Kufstein und zählt zu den imposantesten mittelalterlichen Bauwerken Tirols.
Kriegerische Auseinandersetzung im alten deutschen Reich gab es viele. Kufstein gejörte mal zu Tirol, mal zu Bayern, mal zum Herzogtum Österreich. Als die Herzogin von Tirol, Margarete, im Jahr 1363 ganz Tirol an den Habsburger Rudolf IV. übergibt, fordern die Bayern die Burg Kufstein zurück. Margarete hatte die Anlage einst von ihrem Gatten Ludwig dem Brandenburger als Morgengabe erhalten. Bayrische Truppen fallen erfolgreich in Kufstein ein. 1504 kreuzte man im Landshuter Erbfolgekrieg wieder die Waffen Der spätere römisch-deutsche Kaiser Maximilian I. - damals "nur" Erzherzog von Österreich - eroberte im Rahmen dieser Auseinandersetzung die Burg und ließ sie zur Festung ausbauen.
1703 kam die Festung dann erneut in bayrischen Besitz (damals wurde im spanischen Erbfolgekrieg gekämpft). Die Bayern erfreuten sich aber nicht lange der Burg. Bereits 1704 mussten ihre Soldaten die Burg nach einem Bauernaufstand wieder räumen. Hundert Jahre später – 1805 – gelangte ganz Tirol wieder zu Bayern. 1814 fällt Tirol wieder an Österreich.
Heute befindet sich in der trotz der vielen Kämpfe guterhaltenen Anlage ein Museum.
Bürgerreporter:in:Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld |
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