Pandemie
Die STIKO empfiehlt aktuell die jährliche Grippeschutzimpfung
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Aber was ist aktuell in Sibirien los?
Ein aktueller Verdachtsfall sorgt für Schlagzeilen.
Ende September 2026 erkrankte eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Pestforschungsinstituts in Irkutsk in Sibirien schwer an einer Lungenentzündung und starb am 2. Oktober. Es kamen Gerüchte auf, sie könnte sich mit Lungenpest infiziert haben oder es könnte einen Laborunfall gegeben haben.
Was offiziell bekannt ist: Russische Behörden geben eine Lungenentzündung unbekannter Ursache als Todesursache an und bestreiten einen Pest-Ausbruch.
Was unklar ist: Die genaue Todesursache ist öffentlich nicht abschließend geklärt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat weitere Informationen angefordert.
Wie hoch ist die Gefahr? Nach den russischen Angaben vom 6. Oktober wurden keine weiteren Pestfälle in Irkutsk bestätigt; die WHO schätzte das Risiko für die Bevölkerung als gering ein.
Das bedeutet: Es gibt einen ernst zu nehmenden, ungeklärten Vorfall, aber bislang keinen belastbaren Beleg für eine neue Pestepidemie oder eine bevorstehende Pandemie.
Könnte die Pest aus dem Permafrost zurückkommen?
Ja, bestimmte Krankheitserreger können lange in gefrorenem Boden überleben. Ein reales Beispiel gab es 2016 auf der sibirischen Jamal-Halbinsel: Ein Milzbrand-Ausbruch betraf Tausende Rentiere und mehrere Dutzend Menschen. Das Auftauen zuvor kontaminierter Böden gilt als wahrscheinlicher Auslöser. Milzbrand ist nicht die Pest. Es sind unterschiedliche bakterielle Erkrankungen.
Nicht jeder uralte Erreger wird wieder gefährlich. Viele überleben das Auftauen nicht oder können Menschen gar nicht infizieren.
Eine neue Pandemie ist nicht automatisch zu erwarten. Die derzeitigen Meldungen aus Irkutsk belegen keine Ausbreitung einer neuen Seuche.
Die Pest selbst wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht. Sie ist heute mit Antibiotika behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Besonders die Lungenpest kann jedoch lebensgefährlich sein.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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