Geschichte
Die schwärzesten Stunden in der Geschichte von Velbert-Langenberg
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Dafür spricht vieles für den 15./16. April 1945, also die letzten Kriegstage vor der Besetzung durch die US-Truppen.
Am 15. und 16. April 1945 wurde Langenberg von amerikanischer Artillerie beschossen. Dabei wurden unter anderem das Rathaus und die Seidenfabrik Colsman & Seyffert zerstört. 37 Langenberger Bürger kamen ums Leben. Am Abend des 16. April wurde Langenberg von amerikanischen Truppen besetzt.
Langenberg war zuvor seit Februar 1945 Lazarettstadt; auf dem heutigen Neuen Evangelischen Friedhof liegen insgesamt 251 Kriegstote. Interessant ist, dass Langenberg im Vergleich zu anderen Städten der Region während des Luftkriegs relativ geringe Gebäudeschäden hatte. Gerade deshalb war der Beschuss am 16. April 1945 ein besonders einschneidendes Ereignis für die Stadt
16. April – die entscheidenden Stunden
Am Morgen und im weiteren Verlauf des Tages wurde Langenberg erneut von amerikanischer Artillerie beschossen. Besonders betroffen war der Bereich der Innenstadt und der Hauptstraße. Zeitzeugenberichte berichten davon, dass zuvor Angehörige der Hitlerjugend versucht hatten, mit einer Panzerfaust auf anrückende amerikanische Panzer zu schießen. Daraufhin geriet die Hauptstraße nochmals unter amerikanisches Feuer.
Für die Bevölkerung muss die Situation besonders dramatisch gewesen sein: Die Front war inzwischen nicht mehr irgendwo „in der Ferne“, sondern bewegte sich mitten auf die Stadt zu.
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Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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