Mein kleiner Garten
Morgendliche Gedanken bei einer Tasse Kaffee im kleinen Gartenparadies
- hochgeladen von Hildegard Grygierek
Manchmal liegt das Glück in den überschaubaren Dingen. Mein Garten ist nicht groß - ganz bewusst nicht. Eher ein kleines Stückchen Welt, das sich freundlich verhält und nicht ständig nach Aufmerksamkeit ruft. Manche Dinge dürfen im Leben ruhig handlich bleiben...
Heute Morgen begrüßt mich zuerst eine Biene, die offenbar mein buntes Schlafshirt für ausgesprochen ansprechend hält - Geschmack hat sie jedenfalls. Über mir kreischen die Mauersegler voller Lebenslust, werden kurz vom tiefen Gegurre der Taube unterbrochen, bevor die Singdrossel wieder übernimmt. Unermüdlich singt sie ihr Lied vom Maien - vermutlich mit Verlängerung bis in den Juni. Ich liebe ihren Gesang und bin voller Dank für diese kleinen, kostbaren Morgenmomente.
Der Lavendel hält sich noch etwas zurück, verschlafen und halb geschlossen, als wolle auch er erst den Kaffee abwarten. Aber - sein Duft lässt erahnen, was da noch kommt. Die Wiese trägt noch den Tau der Nacht, kühl und klatschnass, als wolle sie erinnern, wie gut es tut, den Morgen barfuß zu spüren - Schritt für Schritt, Gras zwischen den Zehen und den Tag noch ganz unberührt.
Wie schön doch diese Jahreszeit ist. Wenn der Morgen noch leise spricht, die Natur ihre kleinen Geschichten erzählt und man merkt "mehr braucht es manchmal gar nicht." Oder etwa nicht?
Bürgerreporter:in:Hildegard Grygierek aus Essen |
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