Wald
Der Pflegebaum sorgt für neues Leben
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Aus Totholz kann erstaunlich viel neues Leben entstehen. Totholz ist kein Zeichen von Verfall, sondern ein Motor für Biodiversität. Sobald ein Baum stirbt, beginnt ein Prozess, der vielen anderen Arten erst das Leben ermöglicht. Pilze zersetzen das Holz und schaffen nährstoffreiche Erde. Insekten wie Käfer, Ameisen oder Wildbienen nutzen es als Brutplatz. Moose und Flechten siedeln sich auf der feuchten, rauen Oberfläche an. Vögel und Kleinsäuger finden Nahrung und Unterschlupf in Höhlen und Spalten.
Neue Pflanzen keimen in der humusreichen Umgebung, die durch die Zersetzung entsteht. Moderholz wirkt wie ein Schwamm.
Baumsamen, die dort landen, haben konstant Feuchtigkeit, was ihre Überlebenschancen enorm erhöht. Hierfür gibt es auch einen Begriff „Nurse logs“ und bedeutet wörtlich übersetzt „Pflegestämme“ oder „Baumpflegestämme“.
Ein Nurse Log bietet jungen Pflanzen ideale Startbedingungen:
- Feuchtigkeitsspeicher: Moderholz hält Wasser wie ein Schwamm.
- Nährstoffquelle: Pilze und Mikroorganismen reichern das Holz mit Nährstoffen an.
- Weniger Konkurrenz: Auf dem Stamm wachsen kaum Gräser oder Sträucher, die Keimlinge verdrängen würden.
- Schutz vor Fäulnis und Frost: Das Holz isoliert und schützt die Wurzeln.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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