Umwelt Katastrophe immer noch möglich
Zeitbombe vor Rügen und wir alle zahlen
- Im Nebel links der Zoll (Küstenwache) Rechts die Eventin
- Foto: Umbehaue
- hochgeladen von Thomas Umbehaue
Da war doch was, in den Medien wird nicht mehr berichtet.
Das Problem ist immer noch da und Deutschland trägt alle Kosten.
Der Tanker „Eventin“ liegt seit Januar vor Rügen, ein Dauerproblem
zwischen Sanktionen, Recht und Kosten für den Steuerzahler.
Im Januar wurde der Tanker, der zu der russischen Schattenflotte gehören soll auf die Küste von Rügen zugetrieben. An Bord des Tankers Öl im Wert von 40 Millionen Euro.
Der Öltanker Eventin, wird oft fälschlich als Eventim geschrieben. Er geriet Anfang Januar 2025 in den Fokus der Öffentlichkeit, als er auf der Route vom russischen Hafen Ust-Luga, Richtung Suezkanal einen technischen Ausfall erlitt und manövrierunfähig vor der Insel Rügen trieb.
Notfallschlepper brachten das rund 274 Meter lange Schiff anschließend auf eine Position vor Sassnitz, wo es seitdem auf Reede liegt und bewacht wird.
Warum liegt der Tanker noch immer vor Rügen?
Die kurze Antwort: juristische Blockade!
• Der deutsche Zoll beschlagnahmte Schiff und Ladung zunächst auf Basis von EU-Sanktionen.
• Russland klagte dagegen und berief sich auf das Nothafenrecht (Notlage → Einfahrt in Hoheitsgewässer erlaubt).
• Gerichte (u. a. Finanzgericht und Bundesfinanzhof) stoppten die Einziehung vorläufig, da dass Schiff in die Gewässer geschleppt wurde und nicht selbst angelaufen hat.
Ergebnis:
Weder darf Deutschland das Schiff verwerten oder einfach wegschicken.
Gleichzeitig kann es wegen Sicherheits- und Umweltbedenken nicht einfach weiterfahren.
Experten gehen davon aus, dass die „Eventin“ noch Monate oder länger vor Rügen liegen könnte, bis ein Hauptsacheverfahren entschieden ist.
Warum trägt Deutschland alle Kosten?
Deutschland trägt die laufenden Kosten aus einem einfachen Grund, staatliche Verantwortung für ein festgesetztes Schiff in eigenen Gewässern.
Konkret:
Nach der Sicherstellung ist der Staat faktisch verantwortlich für Sicherheit, Versorgung und Überwachung.
Die Crew muss versorgt werden (Lebensmittel, Wasser, Personalwechsel).
Ein Versorgungsschiff bringt regelmäßig Nachschub, Treibstoff und Verpflegung, bezahlt vom Zoll bzw. Staat. Also von und allen.
Hinzu kommen:
Überwachung durch Küstenwache, diese Kostet pro Tag 30000€ seit Januar.
Absicherung gegen Umweltgefahren
Verwaltungskosten im laufenden Rechtsstreit
Das alles fällt an, solange die Eigentumsfrage ungeklärt ist und Deutschland das Schiff nicht freigeben oder verwerten darf.
Wie hoch sind die bisherigen Kosten?
Konkrete, offiziell bestätigte Gesamtsummen sind bislang nicht transparent veröffentlicht worden.
Da das Verfahren noch läuft, steigen die Kosten weiter, ein klassisches Beispiel für einen teuren Schwebezustand.
Wie geht es weiter?
Drei Szenarien sind realistisch:
1. Gericht bestätigt Einziehung
Deutschland könnte Schiff und Öl verwerten (z. B. Verkauf oder Verschrottung).
Kosten könnten teilweise kompensiert werden.
2. Eigentümer gewinnt
Tanker müsste freigegeben werden.
Deutschland hätte die Kosten vermutlich ohne Rückerstattung zutragen.
Warum ist der Fall so problematisch?
Der Fall „Eventin“ zeigt mehrere strukturelle Probleme:
Sanktionsdurchsetzung ist juristisch schwierig
Schattenflotte operiert in Grauzonen
Küstenstaaten tragen Risiken und Kosten
Umweltgefahr bleibt dauerhaft bestehen, man denke nur an Alaska!
Für die Region Rügen bedeutet das:
Ein großes Schiff mit potenziell katastrophalen Folgen liegt seit Monaten quasi „geparkt“ vor der Küste, ohne klare Lösung.
Da die Ladung, dass Öl flüssig gehalten werden muss, laufen die Maschinen des Tankers konstant weiter. Gelber Rauch aus dem Schornstein treibt über die Region. Luftverschmutzung und CO² Ausstoß.
Alles was der Staat von uns Bürgern verlangt, lässt er hier zu.
Fazit
Der Tanker „Eventin“ ist kein Einzelfall, sondern ein Symbol für die geopolitischen und rechtlichen Probleme rund um Russlands Schattenflotte. Deutschland zahlt aktuell die Kosten, weil es rechtlich und praktisch in der Verantwortung steht, ohne jedoch frei über das Schiff entscheiden zu können.
Solange die Gerichte keine endgültige Entscheidung treffen, bleibt die Lage festgefahren und teuer. Der Staat muss sparen und haut hier das Geld raus. Der Steuerzahler freut sich.
Bürgerreporter:in:Thomas Umbehaue aus Essen |
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