Valletta
Mitten drin im Mittelmeer
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Valletta steckt voller skurriler, kurioser und fast schon geheimnisvoller Details – von Skelett‑Grabplatten über vergessene Unterwelten bis hin zu jahrhundertealten Klostergeheimnissen.
In der St. John’s Co‑Cathedral besteht der gesamte Boden aus kunstvoll gestalteten Grabplatten maltesischer Ritter – viele davon mit Skeletten, Totenköpfen und Memento‑Mori‑Symbolen. Ein barockes Gesamtkunstwerk, das gleichzeitig prachtvoll und makaber wirkt.
Unter Valletta liegt ein Jahrhunderte altes Labyrinth aus Tunneln, das lange Zeit kaum jemand kannte. Diese Gänge dienten als Fluchtwege, Wassersysteme und später als Schutzräume. Heute kann man Teile davon wieder besichtigen – ein echtes Abenteuer für Fans des Unterirdischen.
Das Mysterium Fidei war über vier Jahrhunderte komplett der Öffentlichkeit entzogen. Erst kürzlich wurde es geöffnet – inklusive geheimer Gärten und unterirdischer Klostergänge, die wie eingefroren in der Zeit wirken.
Mit nur rund 6000 Einwohnern und weniger als einem Quadratkilometer Fläche ist Valletta die kleinste Hauptstadt der Europäischen Union – und trotzdem UNESCO‑Weltkulturerbe und Kulturhauptstadt gewesen. Ein kurioser Rekord für eine Stadt voller Monumente.
Die typischen maltesischen Holzbalkone, die Gallariji, wirken wie kleine bunte Kästen, die über den Straßen hängen. Sie sind ein Markenzeichen der Stadt – und entstanden ursprünglich, um Frauen zu ermöglichen, das Straßenleben zu beobachten, ohne selbst gesehen zu werden.
Kurios, aber wahr: Valletta wurde am Reißbrett entworfen, mit schnurgeraden Straßen und einem streng geometrischen Raster. Für eine Stadt aus dem 16. Jahrhundert ist das extrem ungewöhnlich – und macht sie zu einer der ersten „Planstädte“ Europas.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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