Städtetour
K wie Klausyk! Gruß aus Klaipėda
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Als ich in Klaipėda ankam, wehte dieser typische salzige Ostseewind durch die Straßen der Altstadt. Die Häuser mit ihren Backsteinfassaden wirkten wie aus einer anderen Zeit, und überall roch es nach Meer und Holz, ein Echo der alten Hansestadt.
Ich schlenderte über den Theaterplatz, wo die kleine Statue des „Ännchen von Tharau“ in der Sonne glänzte. Ein Straßenmusiker spielte leise Akkordeon, und für einen Moment schien die Zeit stillzustehen.
Später nahm ich die Fähre zur Kurischen Nehrung. Die Überfahrt dauert nur ein paar Minuten, aber sie fühlt sich an wie ein Übergang in eine andere Welt. Möwen kreisten über dem Wasser, und die Luft wurde mit jedem Meter klarer.
Auf der Nehrung fuhr ich mit dem Fahrrad durch duftende Kiefernwälder, bis ich die Dünen erreichte. Der Sand war warm, fast weiß, und der Wind zeichnete ständig neue Muster hinein. Von oben sah man die Ostsee auf der einen Seite und das Haff auf der anderen, ein schmaler Streifen Land zwischen zwei Welten.
Am Abend zurück in Klaipėda setzte ich mich in ein kleines Café am Hafen. Die Sonne ging langsam hinter den Kränen und Schiffsmasten unter, und das Wasser färbte sich orange. Ein Kellner brachte mir einen heißen Tee mit Honig und Zitrone.
Es war einer dieser Momente, in denen man spürt, dass eine Stadt nicht nur ein Ort ist, sondern ein Gefühl.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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