400 Kilo Schlachtabfälle - wer macht so etwas?
400 Kilo Schlachtabfälle im Naturschutzgebiet - ich bin fassungslos!

Das Foto zeigt das Venner Moor - leider nicht den Ort des Geschehens
  • Das Foto zeigt das Venner Moor - leider nicht den Ort des Geschehens
  • hochgeladen von Hildegard Grygierek

Also, manchmal fehlen einem wirklich die Worte! Da entsorgt doch tatsächlich jemand rund 400 Kilo Schlachtabfälle in einem Naturschutzgebiet in Langenfeld. Einfach in Plastiksäcken ins 'Further Moor' geworfen. Du lieber Himmel - wie kommt man auf so eine Idee? Und vor allem - was geht in solchen Köpfen vor?

Als Moritz Schulze von der Biologischen Station Haus Bürgel die Abfälle entdeckte, dachte er zunächst, dort liege eine Leiche im Unterholz. Das kann man sich doch kaum vorstellen, oder?!
Aber damit hört die Geschichte ja nicht auf. Die Beseitigung dieser ekelerregenden Hinterlassenschaft war ein Riesenaufwand. Es mussten überhaupt erst Dienstleister gefunden werden, die bereit waren, diese Arbeit zu übernehmen. Bei solchen Mengen und dem Zustand der Abfälle ist das schließlich keine Sache, die man mal eben mit ein paar Müllsäcken erledigt. Die Schlachtabfälle mussten fachgerecht entsorgt und verbrannt werden.
Und wer bezahlt das Ganze? Die Allgemeinheit, natürlich! Rund 10.000 Euro soll die Beseitigung kosten. Geld, das die Stadt für andere Dinge einsetzen könnte. Stattdessen müssen Menschen dafür sorgen, dass andere ihren Dreck nicht einfach in der Natur zurücklassen. Da könnte ich wirklich an die Decke gehen!

Wir reden hier nicht über eine achtlos weggeworfene Getränkedose oder einen gefüllten Hundekotbeutel. Hier hat jemand eine gewaltige Menge Schlachtabfälle illegal entsorgt und damit die Natur und möglicherweise auch Tiere und Menschen gefährdet. Von der Belastung für die Umwelt ganz zu schweigen. Und dann liest man unter dem WDR-Beitrag noch Kommentare, die das Ganze ins Lächerliche ziehen. Ehrlich gesagt, finde ich daran überhaupt nichts lustig. Vielleicht sollte man sich erst einmal klarmachen, was hier passiert ist und welche Folgen so eine Tat haben kann.
Was mich besonders wütend macht - der oder die Verantwortlichen sind einfach verschwunden. Andere dürfen sich nun mit dem Ekel, dem Aufwand und den Kosten herumschlagen. So einfach kann man es sich doch nicht machen ... 

Ich hoffe sehr, dass jemand etwas beobachtet hat und die Verantwortlichen gefunden werden. Wer so etwas tut, sollte sich nicht darauf verlassen können, dass die Natur alles schluckt und am Ende schon irgendjemand für die Beseitigung aufkommt. Aber vermutlich ist es den Tätern sowieso wurscht! Hauptsache, sie sind ihren Dreck los und andere dürfen sehen, wie sie damit klarkommen.
Meine Güte - die Natur ist doch kein Müllplatz! Und schon gar keiner für 400 Kilo Schlachtabfälle.

Ich bin jedenfalls fassungslos. Wie seht ihr das? Was muss eigentlich noch passieren, bis manche Menschen begreifen, dass wir alle Verantwortung für unsere Umwelt tragen?

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