Maritime Momente
Faszination am Horizont: Zum Tag des Leuchtturms am 7. August
- hochgeladen von Winfried Paltian
Heute, am 7. August, wird weltweit der „Tag des Leuchtturms“ (Lighthouse Day) gefeiert. Seit Jahrhunderten üben diese stolzen Bauwerke an den Küsten eine ganz besondere Faszination auf uns Menschen aus. Sie sind Symbol für Orientierung, Sicherheit und die Sehnsucht nach dem Meer.
Doch wie fing das eigentlich an und wer hat die Leuchttürme erfunden?
Die Geschichte der Leuchttürme reicht weit bis in die Antike zurück. Einen einzelnen Erfinder gibt es nicht, denn schon in der Frühzeit entzündeten Küstenbewohner einfache Feuer an Höhenzügen, um Seefahrern den Weg zu weisen. Als berühmtestes Ur-Modell der Geschichte gilt jedoch der Pharos von Alexandria in Ägypten, der um 280 v. Chr. vom griechischen Architekten Sostratos erbaut wurde. Er galt als eines der sieben Weltwunder der Antike und wies den Schiffsbesatzungen mit einem riesigen Holzfeuer den Weg in den Hafen.
Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Technik rasant weiter:
Von offenen Holz- und Kohlefeuern ging es im 18. und 19. Jahrhundert zu Öl- und Gaslampen über.
Ein gewaltiger Meilenstein war 1822 die Erfindung der Fresnellinse durch den französischen Physiker Augustin Jean Fresnel. Durch diese speziellen Linsen konnte das Licht extrem gebündelt und über Dutzende Kilometer über das Meer geworfen werden.
Später hielt die Elektrizität Einzug, und heute werden viele Anlagen automatisch oder per Satelliten-Navigationssystemen unterstützt.
Obwohl moderne Schiffe heutzutage meist über GPS navigieren, bleiben Leuchttürme als optische Orientierungspunkte unverzichtbar – und sind als romantische Zeitzeugen der Seefahrt begehrte Ausflugsziele.
Auf meiner kleinen Collage ist übrigens einer der bekanntesten Leuchttürme Deutschlands zu sehen: der Leuchtturm Westerheversand mit seinen beiden markanten Wärterhäuschen auf der Halbinsel Eiderstedt.
Mögen diese stolzen Orientierungspunkte uns auch weiterhin stets ein sicheres Zeichen der Hoffnung und Gelassenheit an den Küsten bleiben.
Herzliche Grüße
Winfried
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