Kuriose Geschichte
Fledermausmenschen auf dem Mond: Der große Mondschwindel von 1835!
- Historischer Schwindel in Buchform: Die angeblichen astronomischen Entdeckungen von Sir John Herschel.
- Foto: Kuriose-Feiertage
- hochgeladen von Winfried Paltian
Habt ihr gewusst, dass am 25. August an eines der verrücktesten Zeitungsereignisse der Geschichte erinnert wird? Am 25. August 1835 startete die New Yorker Zeitung The Sun eine sechsteilige Artikelserie, die als der sogenannte „Great Moon Hoax“ (der große Mondschwindel) in die Geschichte einging.
Was war passiert?
Die Zeitung behauptete steif und fest, der berühmte Astronom Sir John Herschel habe mit einem neuartigen, riesigen Teleskop das Leben auf dem Mond entdeckt. In den Beiträgen – angeblich verfasst von einem Assistenten namens Richard Adams Locke – wurde detailliert beschrieben, was dort zu sehen sei: fantastische Landschaften, Einhörner, zweibeinige Biber und sogar geflügelte Fledermausmenschen (Vespertilio-homo), die friedlich zusammenlebten.
Warum das Ganze?
Ziel der Zeitung war es schlichtweg, die Auflage zu steigern – mit überwältigendem Erfolg! Die Menschen rissen den Boten die Zeitungen förmlich aus den Händen, und die Berichte wurden sogar in Europa übersetzt und nachgedruckt.
Erst Wochen später flog das wissenschaftliche Märchen auf, als die Redaktion zugeben musste, dass alles frei erfunden war. Der Beliebtheit der Zeitung tat das keinen Abbruch: Die Leser verziehen den Streich und schmunzelten über die eigene Leichtgläubigkeit.
Kanntet ihr diese historische Anekdote bereits? Was meint ihr: Würde man heute noch auf so eine Geschichte hereinfallen?
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