Algertshausen erwacht aus dem Dornröschenschlaf
Neuer Dorfverein in Gründung
- Gründung Dorfgemeinschaft Algertshausen e.V.
- Foto: Andreas Matthes
- hochgeladen von Andreas Matthes
Algertshausen zählt zu den größten Ortsteilen Aichachs – und doch gab es bislang keinen aktiven Verein, der sich ausschließlich um das Dorfleben kümmert. Während andere Ortsteile auf Feuerwehr, Schützenverein, Heimatverein oder Bürgerhaus als Treffpunkte bauen können, fehlte bislang eine feste Struktur für gemeinschaftliches Engagement. Das soll sich nun ändern. Vor wenigen Wochen wurde die Dorfgemeinschaft Algertshausen gegründet. Die Eintragung ins
Vereinsregister dauert noch etwas, Mitgliedsanträge können jedoch bereits jetzt gestellt werden. Das Interesse ist groß – und schon jetzt zeigt sich: Der neue Verein trifft den Nerv vieler Algertshausenerinnen und Algertshausener, die sich mehr Begegnung und ein lebendiges Dorfleben wünschen.
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Zur Vorsitzenden wurde Nicole Matthes gewählt. Die Stadträtin und Sozialreferentin der Stadt Aichach lebt seit 2019 in Algertshausen und engagiert sich seit vielen Jahren in verschiedenen Vereinen und Initiativen, mehrfach auch als Gründungsmitglied. „Große Projekte gelingen nur, wenn Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen. Genau dafür möchten wir eine Grundlage schaffen“, sagt Matthes. Besonders beeindruckt sie der Zusammenhalt im Ort: „Hier braucht oft nur einer eine Idee und plötzlich helfen ganz viele mit. Dieses Potenzial müssen wir nutzen – Algertshausen kann noch viel mehr.“
Als stellvertretende Vorsitzende bringt Ulrike Stepp ihre Erfahrung als Mitinitiatorin des Bolzplatzgrillens ein. Während der Corona-Zeit entstand die Idee, den Bolzplatz als Treffpunkt für das Dorf zu nutzen. Aus einem kleinen Grillabend entwickelte sich eine Veranstaltung, die inzwischen zum festen Bestandteil des Dorflebens geworden ist. Künftig möchte Stepp noch mehr Angebote schaffen – insbesondere für Kinder und Familien, darunter einen Flohmarkt und einen kleinen, stimmungsvollen Mini-Weihnachtsmarkt am Weiher. Schatzmeister Andreas Geisler kennt Algertshausen seit seiner Kindheit. Aus Erzählungen seiner Familie erinnert er sich an ein Dorf mit Gastwirtschaft, Dorffesten und Maibaum. „Früher gab es mehr Gelegenheiten, sich zu treffen. Wir hatten eine Dorfmitte und kamen regelmäßig zusammen. Daran möchten wir wieder anknüpfen“, sagt er. Seine Frau Carmen Geisler unterstützt die Idee: „Es wäre schön, Menschen nicht nur vorbeifahrend aus dem Auto auf dem Weg zur Arbeit zu sehen, sondern Möglichkeiten zu haben, sich kennenzulernen. So entstehen Freundschaften.“ Auch Teresa Wörle-Stimm, die ihre Kindheit in Algertshausen verbrachte, möchte ihre Freude am Organisieren einbringen und Angebote schaffen, an die sich Menschen noch Jahre später gerne erinnern. Werner Rausch, Markus Rampelt und Maximilian Lechner waren ebenfalls sofort bereit, den neuen Verein zu unterstützen. Jeder bringt dabei seine eigenen Stärken ein – von Organisation und Tatkraft bis hin zu technischer Unterstützung und Infrastruktur. Und eines der ersten großen Projekte dürfte viele überraschen: Nach fast zwei Jahrzehnten soll Algertshausen wieder einen Maibaum bekommen. Die Dorfgemeinschaft möchte diese Tradition wiederbeleben und mit einem gemeinsamen Maibaumfest verbinden. Der Maibaum steht dabei symbolisch für das Ziel des Vereins: Menschen zusammenbringen, Traditionen pflegen und neue Gemeinschaftserlebnisse schaffen.
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Bürgerreporter:in:Andreas Matthes |
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