11. - bis 13. September
Mittelalterliche Markttage zu Aichach

Zwischen den beiden Aichacher Stadttoren herrscht Mitte September wieder mittelalterliches Markttreiben.   | Foto: Matthias Zechel
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  • Zwischen den beiden Aichacher Stadttoren herrscht Mitte September wieder mittelalterliches Markttreiben.
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Anfang September taucht Aichach wieder drei Tage ein ins Mittelalter. Vom 11. bis 13. September herrscht in der Innenstadt reges Markttreiben mit allerlei mittelalterlichen Waren, Speis und Trank. Zahlreiche kleine und größere Lager laden zum Verweilen ein. Dazu kommen ein tolles Bühnenprogramm, buntes Markttreiben, ein Handwerkerhof, Lagerleben und das Kinderspectaculum.
Seit Herbst letzten Jahres ist das Organisationsteam rund um Marktmeisterin Martina Baur an den Vorbereitungen für dieses Fest, die meisten Verträge sind fertig, die Künstlerinnen und Künstler verpflichtet, die Stände über das Marktgelände verteilt. Für Josef Dußmann sind es die ersten Markttage als Bürgermeister der Stadt Aichach. Auch er freut sich schon sehr auf diese drei besonderen Tage: „Die familiäre und entspannte Atmosphäre in unserer Stadt und die engagierten Vorbereitungen aller Teilnehmer machen das Fest jedes Mal wieder zu einem besonderen Erlebnis und Ereignis hier in Aichach“. Zusammen mit Martina Baur wird er am Freitag, 11. September, um 18 Uhr die Mittelalterlichen Markttage auf der Bühne am Schlossplatz feierlich eröffnen.
Ludwig der Bayer
Wie in jedem Jahr erinnern die Markttage an ein bestimmtes Ereignis oder eine Persönlichkeit aus der Stadtgeschichte. Heuer ist es Kaiser Ludwig IV. (1294/1314–1347), genannt „der Bayer“. Der Wittelsbacher hielt sich nachweislich 1324 und 1326 in Aichach auf. Er gewährte der Stadt im Laufe seiner Regierungszeit mehrere Privilegien. So erließ er 1331 den Bürgern die Stadtsteuer von 40 Pfund Münchner Silberpfennige, damit sie den Bau der wohl ersten steinernen Stadtmauer finanzieren konnten. Am 18. Juni 1347 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer „unser Statt Aychach (…) allw die Recht (…) die unser Statt due die Burger ze Munichen (…) habent“. Daran erinnerten die ersten Mittelalterlichen Markttage.
Unter den Wittelsbachern nimmt er einen ersten Platz ein in der Ahnengalerie der „bayerischen Helden“. Über viele Jahrhunderte war er eine Identifikationsfigur der bayerischen Geschichte: als erster Wittelsbacher auf dem Kaiserthron, als Mehrer des bayerischen Herzogtums und als Förderer der Städte.
Mehr über die Wittelsbacher und ihre Verbindung zu Aichach erfahren die Besucher bei einer Führung durch die Ausstellung „Aichach – Wiege der Wittelsbacher“ am Samstag, 12. September, um 13.30 und 16.30 Uhr im FeuerHaus.
Ritter- und Landsknechtlager
An mehreren Stellen in der Innenstadt schlagen Ritter und Landsknechte ihre Lager auf. Die Freunde des Mittelalters sind in diesem Jahr am Büchel zu finden. Neben dem Lagerleben wird Handwerk gezeigt – Porzellanmalerei, Klöppeln und Brettchen weben.
Beim Amtsgericht lagern die Wittelsbacher Ritter und die Freien Landsknechte zu Baar, am Bruderhof die Schiltberger Hofbergritter.
Bei den Paartal Bogenschützen am Kinderspectaculum üben sich Besucher in der Kunst des Bogenschießens.
Erstmals gibt es auch ein Lager am Knollerweg. Vor dem Schützenheim lagern die Bayerischen Herzogritter und zeigen Rüstungs- und Waffenkunde (ca. 14. Jahrhundert). Für Kinder gibt es ein Korkarmbrustschießen.
In der Hubmannstraße ist in diesem Jahr das Lager der Landsknechte und Marketenderinnen Augsburg zu finden. Sie backen mit den Besuchern Stockbrot am Lagerfeuer.
Auch am Jahrtausendweg schlagen wieder mehrere Gruppen ihr Lager auf, unter anderem Vrihals 1150, die Landsknechtsgemeinde "De frommen Rotten 1992 e. V.", die Wittelsbacher Ritter und der Clan Mac Adams An Boier. Auch dort gibt es zahlreiche Aktionen, Kampftraining und Schaukämpfe, Waffenschau, etc.
Und die Wittelsbacher Drachenschützen bieten beim FeuerHaus Spiele und Bogenschießen für das Publikum an.
Handwerkerhof
Am Unteren Stadtplatz zwischen dem gotischen Stadttor und dem historischen Rathaus ist der Handwerkerhof angesiedelt. Den ganzen Tag über gehen die Handwerker ihren Fertigkeiten nach und lassen sich dabei über die Schulter schauen:
• ein Drechsler bearbeitet Holzstücke
• in der Papiermacherei wird Papier noch von Hand geschöpft
• ein Schuster zeigt sein Können
• in einer historischen Feldschmiede entstehen Schmiedearbeiten
• es werden Pinsel und Bürsten aus Tierhaaren und Borsten hergestellt
• in der Sarwürkerei werden Kettenhemden hergestellt
• es kann an einem Nachbau der Gutenberg-Presse gedruckt werden
Öffnungszeiten und Pflasterzoll
Historisches Markttreiben bei den Mittelalterlichen Markttagen zu Aichach herrscht am Freitag, 11. September, von 18 bis 24 Uhr, am Samstag, 12. September, von 11 bis 24 Uhr und am Sonntag, 13. September, von 10 bis 18 Uhr.
Die Mittelalterlichen Markttage zu Aichach bieten ein einzigartiges Programm zu familienfreundlichen Preisen. Der besondere Bonus der Aichacher Markttage: einen Tag zahlen, drei Tage feiern, d.h. an den Folgetagen haben Besucher mit ihrem Button freien Eintritt. Erwachsene zehn Taler, Gewandete und Jugendliche sieben Taler, Kinder bis Schwerthöhe 1,20 m sind frei. An den Stadttoren und -eingängen sind Torwachen postiert, an die das Pflasterzoll zu entrichten ist. (1 Taler = 1 Euro).
Vorverkauf von Buttons und Gutscheinen
Für alle, die es gar nicht mehr erwarten können: Eintrittsbuttons und Gutscheine im Wert von fünf Euro – natürlich auch als Geschenk - können schon vorab in der Stadt-Info (Stadtplatz 37) erworben werden. Die Gutscheine können an allen Ständen der Aichacher Markttage eingelöst werden.
Weitere Informationen zum Programm (das komplette Bühnenprogramm stellen wir Ihnen in der nächsten Ausgabe vor) und allgemein zu den Mittelalterlichen Markttagen finden Sie unter www.markttage-aichach.de.

Zwischen den beiden Aichacher Stadttoren herrscht Mitte September wieder mittelalterliches Markttreiben.   | Foto: Matthias Zechel
An Kaiser Ludwig der Bayer erinnern die Markttage 2026. Er galt als Förderer der Städte und verlieh Aichach 1347 das Stadtrecht. Hier seine Figur in der Ausstellung "Wiege der Wittelsbacher" im FeuerHaus.
Im Handwerkerhof kann alte Handwerkskunst bewundert werden.  | Foto: Matthias Zechel
Buttons und Gutscheine gibt es im Vorverkauf in der Stadt-Info.
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