Wie gut ist Königsbrunns IT für Ausfälle und Anbieterwechsel gerüstet?
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Königsbrunn, 17. Oktober 2026 – Der Königsbrunner Stadtrat und SPD-Ortsvorsitzende Maximilian Arnold hat eine schriftliche Anfrage zur IT der Stadtverwaltung gestellt. Er möchte wissen, wie gut wichtige Systeme gegen Ausfälle abgesichert sind, wie Daten wiederhergestellt werden können und wie groß die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern ist.
„Heute hängt die meiste Verwaltungstätigkeit von funktionierender IT ab“, erklärt Arnold. „Wenn ein wichtiges System ausfällt, merken das am Ende auch die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb möchte ich wissen: Wie schnell können wir wieder arbeitsfähig sein, wie gut sind unsere Daten gesichert und haben wir Alternativen, wenn ein Anbieter oder ein System einmal gewechselt werden muss?“
Dabei gehe es ausdrücklich nicht um Kritik an der städtischen IT. „Königsbrunn verfügt aus meiner Sicht über ein kompetentes IT-Team mit gutem Ruf. Entscheidend ist aber auch, welche technischen und vertraglichen Handlungsmöglichkeiten diesem Team zur Verfügung stehen“, so Arnold.
Wie wichtig die Frage ist, zeigen aktuelle und frühere Cyberangriffe. Die Stadt Eichstätt arbeitet nach einem Angriff derzeit weiter im Notbetrieb. Ein Großteil ihrer Verwaltungsdaten wurde kopiert; gleichzeitig funktionierte die Datensicherung, sodass die Wiederherstellung vorbereitet werden kann. Im September 2024 waren auch die Wertachkliniken in Bobingen und Schwabmünchen von einem Cyberangriff betroffen. Beim AVV konnten Angreifer 2020 auf Zehntausende Kundendaten zugreifen.
Für Arnold gehören dabei zwei Fragen zusammen: Wie schnell kann eine Verwaltung nach einem Ausfall wieder arbeiten – und wie frei ist sie bei der Wahl ihrer technischen Systeme?
Mit seiner Anfrage möchte er deshalb unter anderem klären, welche Backup- und Notfallkonzepte bestehen, ob Daten bei einem Anbieterwechsel vollständig übertragen werden können und ob offene Standards, Schnittstellen sowie geeignete Open-Source-Lösungen bei neuen Anschaffungen berücksichtigt werden.
„Der Begriff digitale Souveränität klingt erst einmal technisch“, erklärt Arnold. „Im Kern geht es aber um eine einfache Frage: Hat die Stadt ihre Daten und ihre Technik so weit selbst in der Hand, dass sie auch bei einem Ausfall oder einem notwendigen Anbieterwechsel handlungsfähig bleibt?“
Arnold beschäftigt sich auch beruflich mit Linux, Open Source und digitaler Souveränität und hat zu dem Thema unter anderem bei der IHK referiert.
Bürgerreporter:in:SPD Königsbrunn aus Königsbrunn |
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