Medizinische Vortragsreihe der Wertachkliniken
Schulterschmerzen - Ursachen und Therapien
- Jeder vierte Mensch hat in seinem Leben mindestens einmal Probleme mit der Schulter. Dr. Florian Döbereiner, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthopädiezentrum Schwabmünchen und Mitglied des Endoprothetikzentrums der Wertachkliniken, informiert am 2. April um 19.30 Uhr im Vortragsraum des Bürgerservicezentrums (BSZ) Königsbrunn, Marktstraße 3a, über Ursachen und Therapiemöglichkeiten
- Foto: Matthias Baumgartner
- hochgeladen von Doris Wiedemann
Das Schultergelenk besteht, wie die meisten anderen Gelenke des menschlichen Körpers, aus einer Kugel und einer Pfanne. Aber das Schultergelenk hat einen relativ schwach ausgebildeten Bandapparat. Stattdessen halten die Muskeln der Rotatorenmanschette das Schultergelenk zusammen und verleihen ihm damit einen relativ großen Bewegungsradius.
Allerdings wird das Schultergelenk durch die Bewegung in allen drei Ebenen und Achsen extrem belastet. Daraus ergeben sich dann häufiger schmerzhafte Bewegungseinschränkungen und Verletzungen. Wie man diese Diagnostiziert und was man dagegen tun kann, das erklärt Dr. Döbereiner, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Orthopädiezentrum Schwabmünchen und Mitglied des Endoprothetikzentrums der Wertachkliniken, am 02. April in einem Vortrag in Königsbrunn.
Kalkschulter und Frozen Shoulder
Relativ häufige Erkrankungen sind die Kalkschulter und das Engpasssyndrom, die sogenannte Frozen Shoulder, sowie Risse in der Rotatorenmanschette. Instabilitäten oder Luxationen, also Ausrenkungen, sind im Vergleich dazu eher selten. Im fortgeschrittenen Lebensalter steigt dann die Wahrscheinlichkeit von Verschleißerkrankungen des Schultergelenkes, man spricht dann von einer Omarthrose, also einer Arthrose im Schultergelenk.
Schmerzen in der Schulter können also eine Vielfalt von Ursachen haben. Daher ist eine genaue Diagnose besonders wichtig. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall und Kernspinntomographie helfen dabei.
Eine Kalkschulter wird meist mit schmerzstillenden Medikamenten und gezielter Physiotherapie behandelt, um die Durchblutung und damit auch den Kalkabbau anzuregen. Bei der Frozen Shoulder ist die Therapie ähnlich. Operiert wird nur in Ausnahmefällen, wenn die Beschwerden zu groß sind oder zu lange anhalten.
Rotatorenmanschette und Omarthrose
Auch bei Verletzungen der Rotatorenmanschette stehen zunächst Schmerzbeseitigung und Physiotherapie im Vordergrund. Wenn damit innerhalb von sechs Wochen keine Verbesserung erzielt wird, empfiehlt sich eine minimalinvasive, arthroskopische Operation, bei der die Rotatorenmanschette genäht wird.
„Eine gewisse Abnutzung, eine genetische Veranlagung sowie Unfälle und Verletzungen kann man leider nicht immer vermeiden“, sagt Dr. Döbereiner. Aber mit moderater Bewegung könne man viel dafür tun, um die Beweglichkeit des Schultergürtels bin ins hohe Alter zu erhalten. Denn moderates Training stärkt die Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette und hilft gleichzeitig, Kalk und Stoffwechselprodukte abzubauen.
Schulterschmerzen - Ursachen und Therapien
Vortrag von Dr. Florian Döbereiner
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
im Orthopädiezentrum Schwabmünchen und
Mitglied des Endoprothetikzentrums der Wertachkliniken
am 2. April um 19.30 Uhr im
Vortragsraum des Bürgerservicezentrums (BSZ)
Königsbrunn, Marktstraße 3a
Eintritt frei
Bürgerreporter:in:Doris Wiedemann aus Schwabmünchen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.