Die Faschingssitzungen KOL-LA bieten auch 2026 professionelle Darbietungen und eine humorvolle Unterhaltung
- Annabell Schwab und Franziska Wunderle leiteten die KOL-LA-Sitzungen mit dem Motto "Die gute alte Zeit ein"
- hochgeladen von Peter Metzger
Die Gersthofer Faschingssitzungen mit dem Namen KOL-LA stehen für ein professionelles Programm mit vielen absolut sehenswerten Auftritten, witzigen Vorführungen und humorvollen Darbietungen. Auch in der Saison 2026 boten die Faschingsaktiven der KOL-LA in der Stadthalle Gersthofen wieder ein fulminantes mehrstündiges Programm, das noch lange das Gesprächsthema in der Stadt und im Umkreis war.
KOL-LA steht für die "Kolpingsfamilie Gersthofen" und die Faschingsgesellschaft "Lechana", die gemeinsam seit mittlerweile über 50 Jahren hochwertige Unterhaltung mit ihren Faschingssitzungen anbieten. Spielleiter Christian Schmerder ist bereits zum vierten Mal dafür verantwortlich und stellte erneut ein absolut professionelles und kurzweiliges Programm auf die Beine.
Der Beginn stand unter dem Motto "Rückblick auf vergangene Jahrzehnte". Annabell Schwab und Franziska Weckerle stellten in einem unterhaltlichen Dialog die Unterschiede von einst und jetzt dar. Denn wo beispielsweise früher das Fotografieren verboten war, wird dies jetzt sogar erwünscht, um über die sozialen Medien die Attraktivität der KOL-LA zu verbreiten.
Ein fester Bestandteil der Eröffnungssequenz ist der Spielmannszug Gersthofen/Herbertshofen. Unter dem Motto "Die 70er-Jahre" kamen sie in den fantasievollen Kostümen der Flower-Power-Generation auf der Bühne. Sechs junge Damen zeigten dann als "Golden Girls" einen schwungvollen Tanz im Stile der 70er-, 80er- und 90er-Jahre.
Das KOL-LA-Männchen Elias Strempfl ist trotz seines jungen Alters bereits mehrere Jahre dabei und überzeugte erneut durch seinen absolut souveränen Auftritt. Selbst als an einem Abend die Technik streikte, brachte er seinen Auftritt ohne Probleme zu Ende. Er startete als "Brake-Dancer" in der Rolle des "Prince of Bel-Air" und wechselte dann direkt in die Rolle des KOL-LA-Männchen.
Sitzungspräsident Holger Franz wurde von den "Golden Girls" hereingetanzt und führte den ganzen Abend souverän und unterhaltlich durch das Programm.
Die Faschingsgesellschaft "Lechana" zeigte als ersten Programmpunkt einen Ausschnitt des Programm der Saison 2026 unter dem Motto "Festivals". Es ist eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Show, die den Zuschauer in die Welt der Musik-Festivals entführt. Choreografiert und einstudiert hatte die Nummer die Hofbalettmeisterin und zweite Vorsitzende der Lechana Lisa Eichmayr. Locker und gekonnt führte der neue Hofmarschall Sebastian Pfiffner durch das Lechana-Programm.
Als "Gruß aus der KIKO" traten mehrere Kinder in einer Pumuckl-Geschichte auf. Sie setzten die witzige Idee um, dass ein Kopierer aus dem einen Pumuckl durch Vervielfältigung gleich mehrere macht. Dies war sowohl für Meister Eder als auch für Frau Eichinger nur schwer zu glauben. Das war eine einfallsreiche Story und wurde von den Nachwuchsaktiven großartig umgesetzt.
Die Gersthofer Blasharmoniker sorgten auch in diesem Jahr für einen eindrucksvollen Auftritt. Unter dem Motto "Italien" trugen sie nicht nur eingängige italienische Melodien vor, sondern untermalten dies auch mit gespielten Auftritten von Touristen, einem Pizzabäcker und einem Adriano-Celentano-Double.
Als Pressesprecher ist der Ehrenspielleiter Manfred Lamprecht seit vielen Jahren ein Begriff auf der KOL-LA-Bühne. Nach einjähriger Pause kehrte er dorthin wieder zurück und zeigte sein großes Können, indem er die Ereignisse von Bundes- und Kommunalpolitik mit geschliffenen Reimen und viel Witz auf den Punkt zu brachte.
Die Musikschule Gersthofen erzählte eine Geschichte von drei Hexen auf dem Müllberg, die den Fasching den Garaus machen wollen, aber von drei Faschingsaktiven davon abgebracht werden können. Der Gesang und die Musikbegleitung war wiederum live, dabei war die Qualität der Darbietungen perfekt.
Wie bereits seit mehreren Jahren übernahmen Lisa Hallmen und Christian Bauer die Rollen von "Augustus und Gerfriedchen". Die beiden nahmen sich als Vertreter der Nachbarstädte gekonnt auf den Arm, so dass sich auch diesmal wieder kurzweilige und humorvolle Dialoge ergaben. Für die Texte zeichnete sich erneut Petra Wölfling verantwortlich.
"Die Promi(l)enten", eine Gruppe von jungen Nachwuchsaktiven, parodierte perfekt die Wandlung von einer gutbürgerlichen Speisegaststätte in ein gehobenes Restaurant mit entsprechenden Bezeichnungen für die Gerichte. Mit dieser Parodie sorgten sie auch in diesem Jahr für Lacher und gute Laune.
Das KOL-LA-Ballett setzte das Motto "Welcome to the Jungle" tänzerisch um. Unter Leitung von Kathrin Weiß und Sabine Winterstein wurde weider in gewohnt hoher Qualität eine Geschichte erzählt, die den Zuschauern hohen Respekt abverlangte.
Die Gruppe "Cristallica" wählte nach der Pause in diesem Jahr das Thema "Waterworld". Unterlegt von guter Musik wurden dem Zuschauer auch diesmal wieder eine atemberaubende Mischung aus perfektem Tanz und gekonnter Akrobatik an Vertikaltüchern und einem Luftakrobatik-Netz geboten. Verantwortlich für diesen tollen Auftritt zeichneten sich Gabi und Melanie Niggl.
Die "Gersthofer Stadtretter" nahmen nach der Pause unter dem Motto "Musterung" die anstehende Gersthofer Bürgermeisterwahl auf die Schippe. Die Aktiven, die die fünf Bürgermeisterkandidaten spielten, mussten sehr zur Freude der Zuschauer einige Prüfungen absolvieren, um am Schluss von "Alexa" zu erfahren, dass keiner der Kandidaten den Mindestanforderungen entspräche.
Die Turner des TSV Gersthofen zeigten ihre Turnkünste an verschiedenen Turngeräten vor dem KOL-LA-Publikum. Unter dem Motto "Baywatch" wurde ein abwechslungsreiche Geschichte erzählt, gespickt mit gekonnten Turnübungen.
Der nächste Auftritt galt Donald Trump. Perfekt in Aussehen und Gestik mimte Ehrenspielleiter Herbert Lenz den amerikanischen Präsidenten, der angeblich aus den USA ausgewiesen worden wäre und daher Bürgermeister in Gersthofen werden wolle. Mit äußerst witzigen Reimen zog Herbert Lenz die Zuschauer mit den Ideen in den Bann, die Donald Trump als Gersthofer Bürgermeister haben könnte. So wollte er die Hirblinger Straße zum "Trump-el-Pfad" umbenennen und verwies auf den Flugzeugträger, den er schon im Europaweiher stationiert hätte.
Die Gersthofer Feuerwehrkapelle brachte die Zuschauer wie in den Vorjahren mit schwungvollen Liedern in Stimmung.
Eine weiterer fester Programmpunkt sind seit vielen Jahren Reinhold Dempf und Oliver Reiser als "Engel und Teufel". Das Thema des kurzweiligen Vortrags war "Abschminken", erneut gespickt mit Witz, lokalpolitischen Seitenhieben und einer gehörigen Portion Selbstironie. Der Vortrag teilte sich auf in einen kurzen Vortrag eines Liedes und einem längeren Dialog, der angeblich hinter der Bühne beim Abschminken stattfand und bei dem man sich über Themen unterhalten könne, die auf der Bühne nichts verloren hätten. Die beiden verabschiedeten sich als "KOL-LA-Rentner" und erhielten entsprechend viel Applaus.
Vor dem Finale gab es noch ein weiteres Highlight in Form der Showtanzgruppe des TSV Firnhaberau. Unter Leitung von Carmen Oharek setzten sie unter dem Schlagwort "Mafia" das Thema phantasievoll und perfekt in einen Tanz um. Die Mädchen begeisterten die Zuschauer durch einfallsreiche Figuren mit einer intensiven Gesamtwirkung.
Insgesamt war die KOL-LA 2026 erneut eine humorvolle, kurzweilige und niveauvolle Faschingssitzung, die durchaus das Niveau der bekannten Fernseh-Faschingssitzungen erreicht.
Bürgerreporter:in:Peter Metzger aus Gersthofen |
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