Patenschaften als pädagogisches Konzept
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Patenschaften im Kindergarten sind ein pädagogisches Konzept.
Bei diesem übernehmen die Vorschulkinder eine „Patenschaft“ für jüngere, neue Kinder. Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu stärken, das Gemeinschaftsgefühl zu fördern und neuen Kindern den Einstieg in den Kindergartenalltag zu erleichtern. Dies geschieht, indem die Vorschulkinder, welche die täglichen Routinen bereits kennen, die neuen Kinder begleiten und ihnen den unbekannten, neuen Alltag erleichtern.

Pädagogische Ziele:
• Förderung sozialer Kompetenzen
Die älteren Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu nehmen und Hilfe anzubieten.
• Stärkung des Selbstbewusstseins
Sowohl Patenkinder als auch Paten erleben, dass sie wichtig sind und fester Bestandteil der Gruppe.
• Unterstützung bei der Eingewöhnung
Eingewöhnungskinder fühlen sich durch die Unterstützung eines älteren Kindes schneller sicher und willkommen.
• Förderung des Gemeinschaftsgefühls
Durch die Patenschaften wächst die Gruppe enger zusammen und das „Wir-Gefühl“ wird gestärkt.

Der Ablauf einer Patenschaft gliedert sich in mehrere Phasen:
a) Auswahl der Patenkinder
Die älteren Kinder, meist Vorschulkinder, werden in einem Gespräch für ihre Rolle als Pate vorbereitet. Dabei wird geklärt, was es bedeutet, Pate zu sein und welche Aufgaben dazugehören.
b) Zuteilung der Patenschaften
Die Patenkinder werden meist, in Absprache mit dem pädagogischen Team, passend zu den jüngeren Kindern ausgewählt. Dabei wird auf Interessen, Temperament und Empathie-Fähigkeit geachtet. Die Vorschulkinder erhalten die „Patenurkunde“ und sind somit offiziell im Amt der Patenschaft.
c) Kennenlernen und Begleitung
Die Paten und Patenkinder lernen sich bewusst kennen, beispielsweise durch gemeinsames Spielen oder kleine Aktionen. Die Paten übernehmen einfache Aufgaben wie:
• Das Kind an die Hand nehmen
• Beim An- und Ausziehen helfen
• Den Gruppenraum oder das Außengelände zeigen
• Beim Mittagessen oder im Morgenkreis unterstützen

Die Aufgaben der Paten sind altersgerecht und orientieren sich an der individuellen Reife des Kindes.
Typische Aufgaben sind:

• Ansprechpartner sein
• Sicherheit und Orientierung geben
• Hilfe bei Alltagsroutinen anbieten
• Trösten oder begleiten bei Unsicherheiten
• Gemeinsames Spielen fördern
Wichtig ist: Die Patenschaft ist freiwillig und darf nicht überfordern. Die Kinder werden ermutigt, aber nicht gedrängt.

Patenschaften im Kindergarten sind ein wertvolles Instrument, um Kinder in ihrer sozialen Entwicklung zu stärken und den Einstieg in die neue Umgebung zu erleichtern. Sie fördern Empathie, Verantwortungsgefühl und das Miteinander ebenso werden wichtige Grundlagen für ein gelingendes Zusammenleben in der Gruppe gemeinsam erlernt.

Bürgerreporter:in:

St. Elisabeth Kita aus Gersthofen

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