"Ich bleib' dann mal daheim" (Teil 99)
Im östlichen Paartal: naturnahe Flusslandschaft, interessante Dorfgeschichten, Spielplätze, Badepause
- Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Großhausen
- Foto: Dr. Hubert Raab
- hochgeladen von Joachim Meyer
Unsere 99. Wanderung führt uns ins Paartal zwischen Großhausen und Haslangkreit. Wir parken auf dem großen Parkplatz am Radersdorfer See. Aus der ehemaligen Kiesgrube stammen nicht nur Backenzähne vom Mammut aus der letzten Eiszeit, sondern auch Funde aus einem Gräberfeld der späten Bronzezeit (1100 – 800 v. Chr.). Ein verkehrsfreies Sträßchen neben dem Bahngleis führt uns nach Großhausen, das urkundliche bereits 888 genannt ist. Das Chorfresko in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist zeigt die Verehrung der Gottesmutter, 1743 vom Friedberger Johann Reismüller gemalt. An der Abtismühle zeigt sich das Paartal als naturnahe Flusslandschaft, als ein großartiges Naturdenkmal. Eine längere Strecke folgen wir nun dem Paartalweg, entlang dem Infotafeln auf die Besonderheiten der Landschaft hinweisen. Gut 350 m nach dem Paarübergang zweigt nach links ein Feldweg ab, der uns am Paarer Weiher vorbei nach dem Ort Paar mit dem architektonisch interessanten Bau der Kirche St. Laurentius und St. Stephanus führt. Im Ort biegen wir am Ende der Kurve in die von-Haslang-Straße ein, die uns an einem Spielplatz vorbei zur Weiherkapelle bringt. Sie hat der Schlossherr Franz Bernhard Freiherr von Haslang, Domdekan zu Regensburg und Domherr zu Augsburg, im Jahr 1694 errichtet. Die einst in der Kapelle aufgestellten Figuren des hl. Isidor und hl. Wendelin waren bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts ein wichtiges Ziel vieler Wallfahrer. Vom Kreuter Weiher führt uns der Weg nach links nach Haslangkreit und geradeaus zur Schlossanlage. Eine Tafel klärt über die Geschichte des Ortes und der ehemaligen Burg auf. Die Rodungssiedlung Cruti, bereits 1008 urkundlich nachweisbar, hat ihren Namen von den Freiherrn, seit 1745 Grafen von Haslang. Wir folgen nun dem Weg, der um die barocke Schlossanlage aus der Zeit um 1675/80 in die Paarauen führt. Er begleitet bald den Fluss, der sich hier in zahlreichen Mäandern durch die Auen schlängelt. Vor der Paarbrücke, wo wiederum eine Infotafel zu sehen ist, wandern wir nach links weiter. An der Hauptstraße gehen wir auf dem sie begleitenden Fußweg nach rechts, vor dem Bahnübergang nach links in die breite geteerte Straße zum Ausgangspunkt, dem Radersdorfer Baggersee. Hier können wir noch eine Bade- und Brotzeitpause einlegen, Kinder die Spielgeräte benutzen.
Mehr Infos in Pilgerwege im Wittelsbacher Land, S. 44 - 47
Weglänge: ca. 6,5 km
Text: Gabriele und Dr. Hubert Raab
Fotos und Grafik: Dr. Hubert Raab
myheimat-Team:Joachim Meyer aus Friedberg |
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