Totholz als stiller Brandbeschleuniger
Zündstoff Unterholz: Warum die Elfringhauser Schweiz ein Pulverfass ist
- Totholz in der Elfringhauser Schweiz
- hochgeladen von Hildegard Grygierek
Wenn man dieser Tage durch die Elfringhauser Schweiz spaziert, fällt eines sofort auf - der Wald leidet spürbar unter der anhaltenden Trockenheit. Knochentrockene Böden und gestresste Bäume prägen das Bild. Doch wer seinen Blick beim Wandern mal nach unten richtet, entdeckt eine Gefahr, die oft übersehen wird - und die mir beim Fotografieren meiner letzten Tour regelrecht ins Auge gesprungen ist.
Auf meinen Fotos ist es überdeutlich zu erkennen - der Waldboden liegt an vielen Stellen voller Totholz. Es türmen sich trockene Äste, abgebrochene Baumteile und verdorrtes Gestrüpp. Das viele Holz liegt dort im Unterholz wie sorgfältig aufgeschichtetes Kaminholz, das nur auf den zündenden Funken wartet.
Und genau das ist der Punkt, der mir wirklich Bauchschmerzen bereitet. Ein Waldbrand bricht schließlich fast nie oben in den Wipfeln aus. Er nimmt immer am Boden seinen Anfang. Wenn dort eine dicke Schicht aus extrem trockenem Zündmaterial liegt, reicht bei der aktuellen Dürre schon ein unachtsam weggeworfener Zigarettenstummel oder eine kleine Glasscherbe in der Sonne. Das Feuer findet am Boden sofort reichlich 'Nahrung', kann sich rasend schnell ausbreiten und dann wie .. wie ein Fahrstuhl an den Bäumen hochklettern.
Mir ist natürlich klar, dass Naturschutz wichtig ist. Ich weiß, dass Totholz ein wertvoller Lebensraum für Insekten und Pilze ist und als natürlicher Dünger für den Wald von morgen dient. Das steht völlig außer Frage. Aber mal ganz ehrlich und mit gesundem Menschenverstand gefragt: Müssen wir in Zeiten von extremen Sommern und Dürreperioden nicht vielleicht umdenken?
Ist es wirklich schlau, das viele ausgedörrte Holz einfach liegen zu lassen? Überlassen wir den Wald hier einfach der Natur, oder züchten wir uns gerade unbewusst ein echtes Pulverfass direkt vor der Haustür heran?
Mich würde eure Meinung dazu brennend interessieren. Ist das für euch noch sinnvoller Naturschutz oder eher ein unkalkulierbares Risiko? Sollte hier vielleicht doch ab und zu mal aufgeräumt werden? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!
Bürgerreporter:in:Hildegard Grygierek aus Essen |
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