Totholz als stiller Brandbeschleuniger
Zündstoff Unterholz: Warum die Elfringhauser Schweiz ein Pulverfass ist

Totholz in der Elfringhauser Schweiz
3Bilder

Wenn man dieser Tage durch die Elfringhauser Schweiz spaziert, fällt eines sofort auf - der Wald leidet spürbar unter der anhaltenden Trockenheit. Knochentrockene Böden und gestresste Bäume prägen das Bild. Doch wer seinen Blick beim Wandern mal nach unten richtet, entdeckt eine Gefahr, die oft übersehen wird - und die mir beim Fotografieren meiner letzten Tour regelrecht ins Auge gesprungen ist.
Auf meinen Fotos ist es überdeutlich zu erkennen - der Waldboden liegt an vielen Stellen voller Totholz. Es türmen sich trockene Äste, abgebrochene Baumteile und verdorrtes Gestrüpp. Das viele Holz liegt dort im Unterholz wie sorgfältig aufgeschichtetes Kaminholz, das nur auf den zündenden Funken wartet.

Und genau das ist der Punkt, der mir wirklich Bauchschmerzen bereitet. Ein Waldbrand bricht schließlich fast nie oben in den Wipfeln aus. Er nimmt immer am Boden seinen Anfang. Wenn dort eine dicke Schicht aus extrem trockenem Zündmaterial liegt, reicht bei der aktuellen Dürre schon ein unachtsam weggeworfener Zigarettenstummel oder eine kleine Glasscherbe in der Sonne. Das Feuer findet am Boden sofort reichlich 'Nahrung', kann sich rasend schnell ausbreiten und dann wie .. wie ein Fahrstuhl an den Bäumen hochklettern.

Mir ist natürlich klar, dass Naturschutz wichtig ist. Ich weiß, dass Totholz ein wertvoller Lebensraum für Insekten und Pilze ist und als natürlicher Dünger für den Wald von morgen dient. Das steht völlig außer Frage. Aber mal ganz ehrlich und mit gesundem Menschenverstand gefragt: Müssen wir in Zeiten von extremen Sommern und Dürreperioden nicht vielleicht umdenken?
Ist es wirklich schlau, das viele ausgedörrte Holz einfach liegen zu lassen? Überlassen wir den Wald hier einfach der Natur, oder züchten wir uns gerade unbewusst ein echtes Pulverfass direkt vor der Haustür heran?

Mich würde eure Meinung dazu brennend interessieren. Ist das für euch noch sinnvoller Naturschutz oder eher ein unkalkulierbares Risiko? Sollte hier vielleicht doch ab und zu mal aufgeräumt werden? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Totholz in der Elfringhauser Schweiz
Bürgerreporter:in:

Hildegard Grygierek aus Essen

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

69 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.