Damals
Wenn ich diese Fotos sehe, fällt mir die Katastrophe wieder ein!

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Der Unfall der Costa Concordia ereignete sich am 13. Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio. Das Kreuzfahrtschiff hatte 4.229 Menschen an Bord. Beim Unglück starben 32 Menschen.

Der Kapitän Francesco Schettino ließ das Schiff zu nah an der Küste entlangfahren. Bei Nacht prallte es gegen Unterwasserfelsen, wodurch der Rumpf schwer beschädigt wurde und Wasser in das Schiff eindrang. Die Costa Concordia verlor ihre Funktionsfähigkeit und begann, sich gefährlich zur Seite zu neigen.

Schettino wurde vor allem wegen seiner riskanten Navigation und seines Verhaltens nach der Kollision kritisiert. Er erkannte die Schwere der Situation nicht rechtzeitig und ließ die Evakuierung verzögert einleiten. Dadurch verloren die Passagiere wertvolle Zeit, um das Schiff sicher zu verlassen.

Besonders schwer wog, dass Schettino das Schiff verließ, obwohl sich noch Menschen an Bord befanden. Der Kommandant der italienischen Küstenwache, Gregorio De Falco, forderte ihn telefonisch eindringlich auf, zurückzukehren und die Rettungsmaßnahmen zu leiten. Dabei fiel der inzwischen berühmte Satz „Vada a bordo, cazzo!“, sinngemäß: „Gehen Sie verdammt noch mal wieder an Bord!“

Schettino kehrte nicht zurück. Rettungskräfte und Besatzungsmitglieder halfen bei der Evakuierung, doch 32 Menschen überlebten das Unglück nicht.

Im Februar 2015 wurde Schettino zu 16 Jahren Haft verurteilt. Im Mai 2017 bestätigte das höchste italienische Gericht das Urteil endgültig. Er wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und des vorzeitigen Verlassens des Schiffs verurteilt.

Die Untersuchung zeigte, dass auch Fehler in der Zusammenarbeit auf der Brücke und in der Organisation der Evakuierung eine Rolle spielten. Dennoch trug Schettino als Kapitän die zentrale Verantwortung für die Navigation und die Rettungsmaßnahmen.

Der Fall der Costa Concordia gilt bis heute als eindringliches Beispiel dafür, wie schwerwiegend die Folgen sein können, wenn ein Kapitän riskante Entscheidungen trifft und in einer Notsituation seine Verantwortung nicht ausreichend wahrnimmt.

Bürgerreporter:in:

Thomas Ruszkowski aus Essen

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