Tierisch gut
Die Kleinen und der Kompromiss
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Drei kleine Küken stapften über die Wiese, als sie plötzlich gleichzeitig stehen blieben. Vor ihnen leuchtete ein einzelnes, perfektes Gänseblümchen.
„Das ist meins!“, piepste das erste Küken und plusterte sich auf.
„Nein, ich hab’s zuerst gesehen!“, widersprach das zweite.
„Ihr irrt euch beide, ich brauche es dringend für mein Nest!“, rief das dritte.
Sie stritten, flatterten, schubsten sich ein wenig – bis ein Windstoß kam und das Gänseblümchen sanft hin und her wiegte, als würde es lachen.
Die Küken hielten inne.
„Vielleicht…“, sagte das erste Küken vorsichtig, „können wir es uns einfach zusammen anschauen.“
„Oder wir pflücken es nicht und lassen es weiter wachsen“, ergänzte das zweite.
„Und wir setzen uns daneben und genießen es gemeinsam“, schlug das dritte vor.
So machten sie es. Die drei Küken kuschelten sich nebeneinander ins Gras, betrachteten das kleine Gänseblümchen und merkten, dass es viel schöner war, etwas zu teilen, als darum zu streiten.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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