Vatikan
Seine Ruhestätte hatte der Pontifex selbst bestimmt.
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Der Pontifex soll nicht, wie viele Päpste vor ihm, in der Krypta unter dem Petersdom beigesetzt werden, sondern in der Basilika Santa Maria Maggiore. Das hatte Papst Franziskus in seinem Testament festgehalten.
Santa Maria Maggiore ist eine der vier Papstbasiliken Roms im Rang einer Basilica maior und eine der sieben Pilgerkirchen. Sie befindet sich im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhls und liegt im Stadtzentrum Roms unweit des Bahnhofs Roma Termini.
Um den Weihetag der Basilica Santa Maria Maggiore am 5. August 434 rankt sich eine Legende, die allerdings nicht auf dieses Gründungsdatum, sondern auf den 5. August 352 (oder 358) bezogen ist. Danach soll die Gottesmutter in der Nacht auf den 5. August 358 dem römischen Patrizier Johannes und seiner Frau erschienen sein und versprochen haben, dass ihr Wunsch nach einem Sohn in Erfüllung gehe, wenn ihr zu Ehren eine Kirche an der Stelle errichtet werde, wo am nächsten Morgen Schnee liege. Das Ehepaar begab sich daraufhin zu Papst Liberius, der, wie man erfuhr, denselben Traum gehabt hatte. Am Morgen des 5. August sei dann die höchste Erhebung des Esquilinhügels von Schnee weiß gefärbt gewesen. Deshalb führt die Marienkirche bis heute auch die Bezeichnung Santa Maria ad Nives (Unsere Liebe Frau vom Schnee).
Santa Maria Maggiore gilt als die erste dem Patronat der Jungfrau Maria unterstellte Kirche im Westen und ist auch die älteste Marienkirche Roms. Entgegen der Tradition seiner direkten Vorgänger wünschte sich Papst Franziskus nicht, in den Vatikanischen Grotten oder anderswo innerhalb der Vatikanstadt begraben zu werden. Stattdessen wird er seine Ruhe aufgrund seiner großen Verehrung für die Heilige Jungfrau Maria in der Basilika finden, die er stets als einen seiner Lieblingsorte bezeichnete.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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